Heil- / Kräuterpflanzen

Einige Informationen zu unterschiedlichen Heilpflanzen und / oder Kräuterpflanzen, die man in der Küche oder bei Krankheiten verwenden kann. Einige Pflanzen haben auch mystische Seiten an sich, lest einfach selber ....

Arten zur Extrahierung und Nutzung von Pflanzenwirkstoffen

 

Absud = Flüssiger Extrakt, meist aus Rinden, Wurzeln und Hölzern (feste Bestandteile der Kräuter). Angesetzt wird je nach Kraut mit kaltem oder heißem Wasser und kocht sie aus. Unterschiedlich lang (je nach Kraut). Durch die Hitze werden die Stoffe aus den Pflanzenteilen gezogen.

Ätherische Öle = Pflanzenextrakte gelöst in organischen Lösungsmitteln bzw. durch Wasserdestillation gewonnen. Gebildet wird das Öl in den Drüsen der Pflanzen. Meist wird es nur verdünnt angewendet.

Aufguss = Es wird ein wässriger Extrakt gewonnen, durch übergießen der Pflanzenteile mit heißem oder kochendem Wasser. Die Kräuter ziehen bis zu 15 Minuten, um sie dann abzuseihen.

Augenstäbchen = Mit Teig vermischte Mineralien oder Kräuter.

Augenwasser = Aufguss aus Kräutern, meist kalt angewendet. Ein mit warmen Aufguss getränktes Tuch kann auch aufgelegt werden.

Creme = Besteht aus Wasser und öligen, fettigen Bestandteilen, emulsionsartig ineinander verteilt. Auch tierische Fette wurden bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts verwendet. Einige Cremes werden auch als Arzneistoffe angewendet.

Dragees = Im Mittelalter, kleine mit Zucker, Sirup oder Honig überzogene Naschereien ohne Bezug zur Heilkunde. Heute bezeichnet als Tabletten, säureresistente Überzüge verhindern die Auflösung im Magen. Sie lösen sich im Darm auf.

Droge = Ursprünglich getrocknete, verwertbar gemachte Pflanzen. Heute ein Begriff für Substanzen die einen in Rauschzustände versetzen oder eine Sucht befriedigen.

Extrakt = Zubereitung von flüssiger, halbfester oder fester Beschaffenheit, aus getrockneten pflanzlichen Drogen. Sie werden direkt verwendet oder weiter verarbeitet.

Paste = Gemisch aus festen und flüssigen Stoffen, mehr feste Stoffe für die Streichfestigkeit. Grundstoff ist meist eine Salbe mit zusätzlichen Pulvern.

Pastillen = Vorform der Tabletten, nicht aus fest gepressten Pulvern, stattdessen aus fest gewordenen Flüssigkeiten oder Lösungen. Flüssigkeiten werden getrocknet, vorher in gepuderte Formen gegossen. Durch lutschen oder kauen werden die Wirkstoffe freigesetzt.

Räucherungen = Verbrennen von Kräutern

Salben = Hergestellt auf Grundlagen von Butter, Gänse- und Schweineschmalz, Bärenfett und Hirschtalg, eingearbeitet mit Kräutern. Die Zubereitung ist wasserfrei.

Tabletten = Stark zusammengepresste Pulver, somit kann eine hohe Dosis in kompakter Form verabreicht werden. Erst Ende des 19. Jahrhundert genutzt worden.

Tee = Früher Aufguss aus Schwarztee Pflanzen, heute auch aus anderen Kräutern und Früchten. Früher bekannt als Aufguss oder Absud, heute auch ein Genussmittel.

Tinktur = Eine Pflanze oder Teile davon werden in Lösungsmittel eingelegt, welche die Inhaltsstoffe herauszieht. Meist getränkt in Alkohol oder Wasser.

Trank = Ein Kräuterauszug mit Wasser, Wein oder Essig hergestellt, mit Honig gesüßt und gleichzeitig konserviert. Pulverisierte oder zerstoßene Kräuter übergossen, aufgekocht mit Flüssigkeit und gesüßt.

Tortelli = Torten oder Kekse, mit pulverisierte Kräuter eingebacken. Zum essen, auf den Körper legen oder konservieren bzw. weiterverarbeiten.

Umschläge = Brot– und Mehlbrei, mit Kräutern gemischt. Eine weitere Möglichkeit sind Kräuter in ein warmes, feuchtes Tuch einzuschlagen und auf betroffene Körperpartien legen.