Alpen Bärentraube

Es ist ein weitkriechender Spalierstrauch mit kurzen, aufsteigenden Endtrieben. Die Blätter sind Sommergrün, verkehrt eiförmig und gezähnt, im Herbst werden sie leuchtend rot. Die Blüten sind aufrecht, die Blätter um der Blüte grünlichweiß und krugförmig. Die Pflanze ähnelt der Preiselbeere, aber wächst eher bodenflächig. Sie wächst in Zwergstrauchheiden und Legföhrengebüsche. Ihre Heimat ist in Nordeuropa (Alpen und Pyrenäen). Die Pflanze ist in Deutschland geschützt und darf nicht wild gesammelt werden.

Geschichtliches
Ab dem Mittelalter wurde die Pflanze bekannt. Damals wurde sie auch bei Gallenerkrankungen eingesetzt. Sie wurde früher auch auf offene Wunden gelegt, z. B. am Bein, wegen ihre entzündungshemmende Wirkung. In Skandinavien kocht man auch Kompott und Sirup aus der Pflanze, wie bei Preiselbeeren.

Heilwirkung
adstringierend, antibakteriell, harntreibend, tonisierend

Anwendungsgebiete
Ausfluss, Bettnässen, Blasenentzündung, Blasensteine, Bronchitis, Gallenbeschwerden, Kopfschmerzen, Nierenbeckenentzündung, Nierengriess, Vitamin C Mangel

Verwendung
Verwendet werden nur die Blätter.

Tee
1 Teelöffel Bärentraubenblätter auf eine Tasse kochendem Wasser und kocht dies etwa 5 Minuten. Der Tee muss warm getrunken werden. 1 – 2 Tassen bei Blasenentzündung. 4 Tassen bei einer Nierenbeckenentzündung. Bei auftreten von Fieber kann nur noch der Arzt helfen!!! Als Nebenwirkungen können Magenschmerzen und Übelkeit auftreten. Es ist keine Langzeitbehandlung mit dem Tee möglich und er sollte nur 5 mal im Jahr zur Behandlung genutzt werden.
Es wird nur noch selten Tee aus der Pflanze gebraut, da die Immergrüne Bärentraube eine bessere Wirkung hat.

Magische Anwendung
Hierbei werden die Blätter in magische Beutel gefüllt, um die übersinnliche Wahrnehmung zu steigern. Die Zweige, getragen am Körper, sollten vor Geister schützen. Sie wurde von Indianern zu ihren religiösen Riten genutzt.