Anis

Ein beliebtes Gewürz für Nahrungsmittel und alkoholische Getränke, welches durch den Geschmack immer erkannt wird. Der Anis ist eine einjährige Pflanze. Er wird etwa 50 cm hoch. Die Blätter im unteren Bereich sind dreilappig, weiter oben sind sie gefiedert. Ganz oben sind die Blätter schmal gelappt. Im Juli und August blüht der Anis in weißen Dolden. Aus den Blüten entstehen die Früchte mit ihrer eiförmigen Form, die sich nach oben verjüngen. Vom tödlich giftigen Schierling kann man den Anis am leichtesten durch den angenehmen Duft unterscheiden.  Es ist auch Bestandteil von Teemischungen, da es auch Kräutermischungen aufwertet. Der Geschmack ist süßlich, blumig und mild. Es ist auch besonders für Kinder geeignet. Es stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten oder im landwirtschaftlichen Anbau zu finden.

Geschichtliches
Anis ist eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die den Menschen schon seit vielen Jahrtausenden begleitet. Anis wurde den Göttern geopfert und ist Bestandteil vieler festlicher Gerichte. Hexen empfahlen getrocknete Anispflanzen gegen schlechte Träume. Taubenzüchter nutzten das Öl um die jungen Tauben an ihren Schlag zu binden und noch heute wird Anis den jungen Tauben dem Futter beigemischt. Im Herbst und Winter haben die Frauen ihren Männern anishaltige Nahrung und Getränke zubereitet, damit der müde Mann wieder munter wurde.

Heilwirkung
Schleimlösend, antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, tonisierend

Anwendungsgebiete
Abgeschlagenheit, Aphrodisiakum, Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bronchitis, Erbrechen,  Husten, Halsinfektionen, Insektenstiche, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Magenkrämpfe, Milchbildung, Pfeiffersches Drüsenfieber, Schlaflosigkeit, Schluckbeschwerden, Verdauungsstörungen,

Verwendung
Das Öl wird nach der Einnahme über die Lunge ausgeschieden und wirkt daher von Innen. Auch Verdauungsvorgänge werden angeregt, dadurch lösen sich Blähungen und Krämpfe. Als Salbe hilft es gegen Husten und bei Baucheinreibungen. Die Samen sollten vor der Anwendung zerquetscht werden, z.B. mit einem Mörser, da so die Wirkstoffe besser freigesetzt werden können.

Tee
Magenbeschwerden: 1 – 2 Teelöffel getrocknete und zerkleinerte Früchte, auf einer Tasse, mit kochendem Wasser aufgießen, 10 – 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich 1 Tasse
schleimlösend: Morgens und Abends eine Tasse von dem Tee
Blähungen und Magenkrämpfe: 1 – 5 Tropfen Anisöl mit Tee verdünnt einnehmen
Verdauungsstörungen: 10 – 20 Tropfen Tinktur auf 1 Stück Zucker geben – täglich nicht mehr als max. 50 Tropfen zu sich nehmen