Arnika

Die Arnika ist in Europa heimisch. Obwohl sie theoretisch in allen Höhenlagen bis 2800 Meter vorkommt, also auch im Flachland, trifft man sie doch vorwiegend in Berggegenden. So findet man die Arnika beispielsweise in den Alpen und Vogesen. Sie bevorzugt saure Böden und meidet Kalk. In Deutschland ist die Arnika so selten, dass sie geschützt ist und daher nicht gesammelt werden darf. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 50 cm hoch. Meistens ist sie aber zwischen 20 und 30 cm groß. Am Boden wächst eine Art Rosette aus wenigen eiförmigen Blättern, die behaart sind. Der ebenfalls behaarte Stengel entspringt dieser Blattrosette und trägt seinerseits meistens ein bis zwei gegenständige Blattpaare. An der Spitze des Stengels und manchmal auch an Nebenstengeln, die den Blattachseln entspringen, blühen zwischen Juni und August leuchtend gelbe Korbblüten. Die Blüten der Arnika sehen meistens zerzaust und asymmetrisch aus, was ein typisches Erkennungsmerkmal für die Arnika ist.

Geschichtliches
Die Pflanze hat bei den antiken Schriftstellern keine Erwähnung gefunden. Die Droge erhielt ihr Ansehen erst im Mittelalter, im 17. und 18. Jahrhundert als Mittel bei Verletzungen. Der berühmte Berliner Arzt Hufeland (1762 – 1836)benutzte die Pflanze bei Überanstrengung und Entzündungen als resorptionsförderndes und fäulniswidriges Mittel. Da die Blüte an die Sonne erinnert, wurde die Arnika auch für Schutzzauber eingesetzt.

Heilwirkung
antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, hautreizend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend,

Anwendungsgebiete
Atemwegserkrankung, Bronchitis, Durchfall, Erkältung, Fieber, Gelenkschmerzen, Gicht, Grippe, Heiserkeit, Herzbeschwerden, Herzschwäche, Husten, Kreislaufbeschwerden, Magenkrämpfe, Mandelentzündung, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Rheuma, Seekrankheit,  krampfartige Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischentzündungen,

Verwendung
Als Tee wird es eher selten eingesetzt. Genutzt werden die Blüten, selten Wurzel oder Kraut. Die Arnika ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die eine gewisse Reizwirkung ausübt.
Daher sollte man sie innerlich nur mit großer Vorsicht und stark verdünnt anwenden. Auch äußerlich sollte man sie vor der Anwendung verdünnen. Bei vielen Menschen kann die Arnika auch Allergien auslösen, daher sollte man sich vorsichtig an die Anwendung der Arnika herantasten. Wer Probleme mit der einheimischen Arnika hat, sollte die ähnlich wirkende Arnika aus Spanien oder Portugal ausprobieren, diese enthalten weniger Helenalin und wird von einigen Menschen besser vertragen.

Tee
1 Esslöffel Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen.

Tinktur
Zum Gurgeln: Gut verdünnt, 10 – 25 Tropfen der Tinktur auf ein Glas lauwarmes Wasser, hemmt Halsentzündungen
Ca. 100 g Blüten in ½ Liter Alkohol ansetzen, luftdicht abgeschlossen etwa 14 Tage rasten lassen, abseihen. Nicht pur anwenden!

Äußerliche Anwendung
1 Esslöffel Tinktur mit ¼ Liter Wasser mischen. 25 Minuten auf die lädierte Stelle legen (Vorsicht: Kann allergische Hautreaktionen verursachen!)

Achtung! Arnika ist so scharf, dass sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika. Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.