Augentrost

Eine einjährige, bis zu 40 cm hohe Pflanze mit stark gezähnten kleinen Blättern. Im oberen Bereich verästelt sich die Pflanze. Weiße Blüten, mit gelbem Fleck und in der Mitte bläulich, wie ein Auge, was im Rahmen der alten Signaturenlehre ursprünglich den Bezug zu Augenproblemen aufgezeigt hat und auch bei der Namensgebung beteiligt war. Der Augentrost ist ein Halbschmarotzer, denn er hat Saugwurzeln, die aus den Gräsern der Umgebung Mineralien saugen. Der Augentrost wächst in Mitteleuropa auf Wiesen, an trockenen Ufern und in lichten Wäldern.

 

Geschichtliches

Auch unsere Vorfahren haben die Pflanze schon angewendet bei Augenkrankheiten.

 

Anwendungsgebiete

Reizungen der Augen, Entzündungen von Augenlidrand und Bindehaut, Sehstörungen und Augenermüdung, Gerstenkorn, Schnupfen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Husten, Heiserkeit, Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Grippe, belegte Zunge, Migräne, Schlaflosigkeit, Hautprobleme, Magen- und Darmbeschwerden

 

Tee

Bei Magen- und Darmbeschwerden: 1 Teelöffel Kraut mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen. Täglich 3 Tassen trinken, nicht mehr!

 

Äußerliche Anwendung

Augenentzündung: 2 Teelöffel mit ¼ Liter kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen und nach 3 Minuten abseihen.

Gerstenkorn: 3 Teelöffel getrocknetes Kraut mit ¼ Liter heißem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen und abkühlen lassen. Eine Kompresse damit tränken und auf das geschlossene Auge legen.