Bitterklee

Diese Pflanze wir auch Fieberklee genannt. Es ist eine bis zu 30 cm hohe Sumpfpflanze mit dreiteiligen Blättern. Die Kronblätter sind schneeweiß, auf der Innenseite bärtig behaart. Sie wächst in Sümpfen, Torfwiesen und an Teich-/Seeufern. Da viele Sümpfe trocken gelegt wurden, in Mooren Torf gewonnen wurde, ist die ehemals verbreitete Pflanze sehr selten geworden. Den Namen hat der Fieberklee, wegen der 3 kleeähnlichen Blätter und seiner Nutzung gegen Fieber. Mittlerweile gibt es diese Pflanze im Gartencenter für den heimischen Teich. Sammelzeit ist Mai bis Juni.

 

Geschichtliches

Das erste Mal wurde der Fieberklee im 16. Jahrhundert beschrieben und im 17. Jahrhundert zu heilenden Zwecken eingesetzt. In Lappland wurde das Wurzelpulver zum Brotbacken und in England als Hopfenersatz beim Bierbrauen genutzt. Die Bauern haben Magen-Darm-kranken Tieren frische Pflanzen oder den Fieberklee-Tee gegeben. Beides wird von kranken Weidetieren gerne angenommen. Der Fieberklee war und ist ein Bestandteil von Bitterschnäpsen zur Verdauung.

Sammeltipps

Der Fieberklee ist geschützt und selten, darf daher nicht in der Natur gesammelt werden. Die voll entwickelten Blätter während der Blute im Mai und Juni ernten, dabei die Blätter mit einem Stückchen Blattstiel abschneiden. Zügig am schattigen, luftigen Ort trocknen. Nach dem Trocknen die von der Farbe her auffallenden Blätter wegwerfen. Zerkleinerte Blätter in einem Glas oder einer Dose aufbewahren. Bei guter trockener und lichtfreier Lagerung durchaus 3 Jahre haltbar.

 

Heilwirkung

appetitanregend, blutreinigend, blutverbessernd, blutvermehrend, entzündungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, krampflösend, reinigend, schweißtreibend, verdauungsfördernd

 

Anwendungsgebiete

Appetitlosigkeit, Fieber, Verdauungsstärkung, Altersschwäche, Blähungen, Bleichsucht,
Blutarmut, Blutreinigung, Ekzem, Galle, Gallensteine, Gastritis, Gelbsucht, Gicht, Hautauschläge, Husten, Hypochondrie, Infektionen, Leber, Magen, Migräne,
Muskelschwäche, Nervosität, Oberbauchbeschwerden, Ohrenschmerzen, Rheuma,
Sodbrennen, Trigeminus-Neuralgie, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wassersucht, Wechselfieber,

 

Verwendung

Verwendet werden die Blätter.

 

Tee

Ein Teelöffel wird mit 200 ml kochendem Wasser übergossen oder mit kaltem Wasser angesetzt und kurz aufgekocht. Nach 5 – 10 Minuten wird abgeseiht. Der bittere Tee wird nicht gesüßt! Bei Fieber schluckweise trinken. Zur Appetitanregung 30 Minuten vor der Mahlzeit schluckweise trinken. Nicht mehr als 2 Tassen pro Tag trinken.

 

Äußerliche Anwendung

Umschläge mit Tee, frisch gepresstem Saft, frischem zerkleinertem Kraut oder Wurzel helfen bei Hautkrankheiten.