Echtes Labkraut

Die Blätter sind nadelförmig und stachelspitzig. Die Blütenkrone ist am Grunde verwachsen, gelb und besitzt vier Kronblätter. Bei den Labkräutern gibt es zwei heilkräftige Arten mit etwa gleichem Wirkungsspektrum. Verbreiteter ist das Klettenlabkraut mit seinen weißen Blüten, das echte Labkraut, erkennbar an den gelben Blüten, ist sogar noch heilkräftiger. Das Klettenlabkraut wird über einen Meter hoch, wenn es sich irgendwo festhalten kann. Es hält sich durch "Klimmen" und nicht durch Ranken fest, d.h. es hat keine Ranken, sondern haftet mit seinen waagrechten Zweigen und den winzigen Stachelchen überall leicht fest. Dadurch erweckt es auch den Eindruck der Klebrigkeit. Das gelb blühende echte Labkraut (Galium verum) hat im Gegensatz zum Klettenlabkraut umgerollte Blätter. Die Pflanze gibt es in Europa und Nordamerika, sie wächst an Wegrändern und trockenem bis wechselfeuchten Rasen.

 

Geschichtliches

Die Früchte wurden früher als Gerinnungsmittel zur Käseherstellung verwendet und geröstet kann man sie sogar als Kaffeeersatz benutzen.

 

Heilwirkung

harntreibend

 

Anwendungsgebiete

Wundheilung, Hautleiden, Flechten, Ekzeme, Fingernagelgeschwür, Hautunreinheiten, Zungenentzündung, Magenentzündung, Darmentzündung, Wasserstauungen, Blasenentzündung,
Nierensteine, Nierengries, Blasensteine, Blasengries, Übergewicht

 

Verwendung

Verwendet wird das zur Blütezeit gesammelte Kraut.

 

Tee

Zwei gehäufte Teelöffel des feingeschnittenen Krauts mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abseihen. Eine weitere Möglichkeit ist das raut in kaltem Wasser anzusetzen und dann aufzukochen.

 

Äußerliche Anwendung     

Äußerlich für Hautprobleme wird das Labkraut am besten als Frischsaft angewendet. Den frischen Saft kann man auf die betroffene Stelle träufeln und antrocknen lassen. Falls Frischsaft nicht verfügbar ist, kann man das Klettenlabkraut auch als Tee verwenden. Mit dem Tee kann man die betroffene Stelle spülen oder man legt eine Kompresse auf.