Gänseblümchen

Schon kleine Kinder kennen und lieben das freundliche Gänseblümchen, das Wiesen mit leuchtenden weiß-gelben Tupfern verziert. Der wissenschaftliche Name ist vom lateinischen geprägt: Bellis = hübsch, schön und Perennis = ausdauernd, was sich darauf bezieht, dass die Pflanze das ganze Jahr blüht. Der deutsche Name weist auf einen bevorzugten Standort der Pflanze hin, Weideplätze von Gänsen.

 

Geschichtliches

In der nordischen Mythologie war die Pflanze der Göttin des Frühlings und der Auferstehung geweiht. Im späteren christlichen Zeitalter der Jungfrau Maria. Im Mittelalter galt sie als ein geschätztes Heilmittel. Die Pflanze wurde schon 1543 von Fuchs empfohlen.

 

Heilwirkung

appetitanregend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampfstillend, schmerzstillend, stoffwechselfördernd, verdauungsfördernd

 

Anwendungsgebiete

Gicht, Hüftschmerzen, Kropf, Husten, Ausschlag, unreine Haut, Wundheilung, Gliederschmerzen, Erkältungen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Darmentzündung, Rheumatismus, Stoffwechsel anregend, Wassersucht, Ödeme, Nierensteine, Blasensteine,
Menstruationsbeschwerden, Stockende Menstruation, Weißfluss, Hautkrankheiten, Hautausschläge

 

Verwendung

Junge Gänseblümchenblätter als Salatbeigabe oder frisches Grün in Kräuterquark. Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Fähigkeiten auch Husten lindern. Dank seiner harntreibenden Eigenschaften kann Gänseblümchen-Tee auch Ödeme schwinden lassen.

 

Tee

1 bis 2 Teelöffel übergossen mit einer Tasse kochendem Wasser, zehn Minuten ziehen lassen. Abseihen und in kleinen Schlucken trinken, ein bis drei Tassen täglich.

 

Tinktur

Um eine Gänseblümchen-Tinktur selbst herzustellen, übergießt man Gänseblümchen in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind, und lässt die Mischung verschlossen für 2 bis 6 Wochen ziehen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Von dieser Tinktur nimmt man ein - drei Mal täglich 10-50 Tropfen ein. Man kann sie auch äußerlich für Einreibungen gegen Quetschungen und Verrenkungen anwenden. Wenn einem die Tinktur zu konzentriert ist, kann man sie mit Wasser verdünnen.

 

Äußerliche Anwendung

Äußerlich angewandt kann Gänseblümchen-Tee Ausschläge lindern, unreine Haut klären und hartnäckige Wunden heilen. Dieses geht auch mit frischem Presssaft der Blätter oder verdünnte Tinktur in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit dieser Art der Anwendung kann man die Heilung von Wunden fördern. Gänseblümchen hilft äußerlich eingesetzt auch gegen Gliederschmerzen, unabhängig davon, ob sie rheumatischer Natur sind oder durch äußerliche stumpfe Verletzungen verursacht wurden.


 

Nach sechs Wochen Dauerbehandlung sollte eine Pause eingelegt werden und vorübergehend ein anderer Tee getrunken werden mit gleicher Wirkung.