Wilde Karde

Die Pflanze sieht zwar aus wie eine Distel, gehört aber zu den Kardengewächsen. Stängel bis zu 5 mm langen Stacheln, Blätter paarweise verwachsen. Die kleinen Blüten bilden auf dem Blütenkopf zuerst einen Ring in der Mitte, der sich dann in zwei Ringe aufteilt. Sie wächst in Europa, Nordafrika und Asien. Es ist eine zweijährige Pflanze die an Wegrändern, Bahndämmen und Schuttplätzen wächst.

 

Geschichtliches

Früher wurden die getrockneten, stacheligen Kardenköpfe zum Karden (Kämmen) der Wolle benutzt, eine wichtige Vorbereitung vor dem Spinnen zu Garn. Auch zum Aufrauhen und dadurch Abdichten von fertig gewebtem Tuch wurde die Karde verwendet. Diese Art der Anwendung wurde schon in der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) durchgeführt, wie aus Ausgrabungen ersichtlich ist.

 

Heilwirkung

antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend,

 

Anwendungsgebiete

Hautschrunden, Fissuren, Immunsystem stärkend, Verdauungsschwäche, Magenschwäche, Gallenschwäche, Rheuma, Gicht, Ödeme, Kopfschmerzen, Hautkrankheiten, Furunkel, Sommersprossen, Warzen, Fingerwunden

 

Verwendung

Es wird die ganze Pflanze verwendet. In der Homöopathie wird die frische, blühende Pflanze verwendet. Die Kardenwurzel kann man als Tinktur oder Tee gegen Borreliose einsetzen, wenn eine Therapie mit Antibiotika nicht anschlägt oder auch begleitend zu einer Antibiotika-Behandlung.

 

Tee

Aus der Kardenwurzel kann man auch einen Tee zubereiten. Pro Tasse kocht man einen Teelöffel der zerkleinerten Wurzel kurz auf.

 

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann man Abkochungen aus der Kardenwurzel oder die verdünnte Tinktur gegen verschiedene Hautkrankheiten verwenden. Sommersprossen sollen angeblich gebleicht werden und Warzen sollen schwinden. Man kann sie auch gegen Furunkel und wunde Finger einsetzen.