Burg Coraidelstein

Sie liegt auf einer Bergkuppe über dem Moselort Klotten. Der Burgberg war in römischer Zeit besiedelt. Man nimmt an, dass die Burg vor 996 gegründet wurde, vom Pfalzgraf Hermann I. 1142 wurde sie als erledigtes Reichslehen eingezogen. 1294 verpfändete König Adolf von Nassau sie an den Trierer Erzbischof Boemund I., sie blieb im Besitz Kurtriers. Das reich bezahlte die Pfandsumme nicht. 1321 wurde die Burg belehnt mit Heinrich von Clotten, später mit Dietrich von Kesselstatt und Ehefrau Jutta. Die Tochter Ylia heiratete Johann von Winneburg, somit fiel das Lehen Anfang des 15. Jahrhunderts an die Winneburger. 1545 erhielt Heinrich von Hagen die Burg, nach Ruprecht von Winneburg. 1548 wurde sie weiter aufgeteilt an Philipp Haust von Ulmen, Mant von der Lipp, sowie Hugo und Gerlach Zandt von Marl. Haust von Ulmen kaufte 1575 / 1587 das hagensche Lehen, deren Erbin Magdalena sich bis 1654 mit den von Hoin das Burglehen teilte. Ab 1718 bis 1917 besaß die Burg Johann E. v. Kesselstatt`s Geschlecht alleine. Weitere Besitzer: die Ingenieure Hepper und Hellenbroich, Konsul Harney und Else harney. Derzeit ist eine Keramikwerkstatt und Keramik – Kunstausstellung von Ayca Riedinger auf der Burg. Der romanische Bergfried ist der älteste Teil, später wurde er fünfgeschossig umgebaut. Auf alter Bausubstanz wurde 1543 - 47 a–f der Südseite ein Wehrgebäude errichtet mit drei Rundtürmen und vier Räumen.