Burg Metternich

Sie ist zu erreichen über die Moseluferstraße über eine der drei Brücken (Cochem, Bruttig oder Senheim) auf die Hunsrück – Uferstraße. Möglicherweise wurde die Burg von Walter von Braunshorn erbaut. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie am 24. November 1268. Sie war damals Lehen des Erzstift Köln und war im Besitz von Johann I. von Braunshorn. 1272 trat der herausragende Johann II. von Braunshorn die Herrschaft an, die Burg wurde erweitert und mit dem Ort Beilstein zu einer Wehreinheit verbunden. Er erwirkte 1310 die Stadtrechte für Beilstein. Sein einziger Sohn Gerlach wurde von Kurköln mit Burg Beilstein belehnt. Er starb 1361 und hinterließ Tochter Lysa. Sie war seit 1330 mit Cuno I. von Winneburg verheiratet. Die Burg kam in den Besitz der Winneburger. Sie verkauften 1365 die Hälfte von Burg und Herrschaft Beilstein an Kurtrier. Eine Urkunde vom 8. Januar 1488, gewährt Cuno III. dem Kurfürst und Pfalzgraf Philipp Rechte an der Burg. Dies führte Beilstein 1488 zur „Beilsteiner Fehde“ und zur Belagerung der Burg: Im gleichen Jahr wurden per Verhandlungen der Streit beigelegt. Der frühere Stand wurde wieder hergestellt, Philipp verlor seine Rechte. 1637 starb das Geschlecht der Winneburger aus. 1621 war die Burg von den Spaniern besetzt und 1634 von den Schweden. Das Lehen wurde von Kurtrier wieder eingezogen. 1652 wurden die Freiherren Gebrüder Philipp Emmerich, Wilhelm und Lothar von Metternich als Lehnsherren eingetragen. Truppen Ludwigs XIV. besetzten, während des pfälzischen Erbfolgekrieges, die Burg. Graf Montalt zerstörte sie am 2. Februar und 12. Oktober 1689. Letzter Herrscher war der Staatskanzler von Österreich Fürst Clemens Wenzeslaus Lothar von Metternich. Die Ruine wurde 1873 vom Berliner Fabrikant Ravene erworben. Danach ging sie 1874 an Baurat Ende, dann an ein Mr. Knocke. Der Weingutsbesitzer Koelzer erwarb sie 1922 und nun gehört sie Herrn Sprenger – Herzer. Die Burg erhebt sich auf einem Bergrücken, durch einen Sattel getrennt, wovon drei Seiten steil abfallen. Der Bergfried wurde nach 1200 erbaut, ist 25 m hoch und hat 5 Seiten und ist mit seiner Spitze gegen die südliche Angriffsseite gerichtet. Hier stand einst der vorgelagerte Portalbau, nur noch teilweise sind die beiden flankierenden, runden Ecktürme erhalten. Der Ostturm hat einen unterhalb gelegenen Wartturm, durch eine Mauer mit Wehrgang verbunden. Fast die gesamte Ostwand vom Ostbau (Palas 15. / 16. Jahrhundert), steht noch, mit Segmentbogenfenster in zwei Geschossen. Die Nordostecke besteht aus einem Rundturm. Nur noch Rest der Außenmauer stehen noch vom Westbau. Ein Torbau liegt an der Nordseite des Innenhofes, mit zwei Rundbogenöffnungen, beiderseits von ehemals mehrgeschossigen Gebäuden umgeben. In der Nordwestecke steht ein Rundturm, die davorgelegene Vorburg schloss an die Mauer der Stadtbefestigung an. Ein Spitzbogentor zur östlichen Talseite hin schützte mit Fallgitter die Stallungen, ein unterhalb liegendes Rundbogen – Außentor versperrte den Zugang zu der Burg.