Burg Treis

Wer sich auf eine der Bundesstraßen dem Ort Treis nähert erblickt hinter einem Bergkegel die Burg Treis. Vor 1100 wurde die Burg „Trihis“ von Rittern gegründet, als Reichsgut war sie dem König unterstellt. Bertold von Treis starn kinderlos 1120, Pfalzgraf Otto von Rheineck besetzte daraufhin die Burg und forderte Kaiser Heinrich V. heraus. Er eroberte 1121 die Burg und verlieh sie später dem Trierer Erzbischof Albero. Hermann von Stahleck bemächtigte sich ihr und lieferte sie kampflos 1148 dem angreifenden Albero aus. Dem Erzbischof Hillin von Trier wurde von Friedrich Barbarossa 1157 der Burgbesitz bestätigt. Die Geschlechter „Vrye von Trys“ und Pyrmont kamen durch die Ehe Walter von Treis mit Cunegunde von Pirmont in Beziehung. Die Winneburger besaßen die Burg vom 14. – 17. Jahrhundert. Zerstört 1689, verfiel die Ruine immer weiter, bis sie 1956 von Kurt Honsberg gekauft wurde, bewahrte er sie vor dem weiteren Verfall durch Instandsetzungsmaßnahmen. Am Zugang der Nordseite sind Mauerreste zweier Tore vorhanden und ein drittes in der Umfassungsmauer. Die Ostseite ist durch Mauerreste der Kapelle markiert. Das Burgmannshaus, der Palas und der fünfgeschossige Bergfried sind die markantesten Teile der Burgruine.