Christ Church Cathedral

Es ist die älteste Kathedrale Dublins, fast 1000 Jahre werden hier Gottesdienste gefeiert. Es wurde häufig umgebaut. 1030 fing der Bau der Kathedrale an, unter Bischof Dunan und dem Nordkeltenkönig Sitrioc Silkenbeard. Der Augustinische Kanon wurde 1163 vom Erzbischof Lorcan Ua Tuathail hinzugefügt. Die Anglo – Normanen herrschten 1170 in Dublin. 1186 wird die Kathedrale im Romanischen Stil wieder aufgebaut. Die Kathedrale wurde 1350 erweitert unter Erzbischof Johne de St. Paul. Das südliche Seitenschiff, die westliche Wand mit Dach stürzt 1562 ein. 1690 floh der katholische englische König James II. nach Irland und feierte das Hochamt in der Christ Church. Im 17. Jahrhundert tagte in angrenzenden Gebäuden das Parlament, der englische König führte dort den Vorsitz. Ab 1871 fängt ein siebenjähriger Wiederaufbau der Kathedrale statt unter George Edmund Street. Das Kirchenglockenspiel wurde 1999 auf 19 Glocken erweitert. Die Krypta wurde im Jahr 2000 wieder aufgebaut.

Eines der schönsten Gebäude der Stadt im mittelalterlichen Stadtkern. Gegründet von den nordischen Kelten, wieder aufgebaut von den Anglo – Normannen, 1870 grundlegend renoviert. Das jetzige Gebäude vereint ursprüngliche Elemente aus dem 12. Und 13. Jahrhundert mit detailgetreuen Elementen der Neugotik aus viktorianischer Zeit.

 

Westlicher Erker

 

Das Lanzettenfenster mit fünf Erkern ist im 19. Jahrhundert rekonstruiert worden. Das Original ist aus dem 13. Jahrhundert und so genau wie möglich nachgebildet. Dargestellt wird der Stammbaum Jesu.

 

Musikerwinkel

 

Eingerichtet zu Ehren der Musiker der Kathedrale. Der Ursprung des Chores kann bis 1480 zurückverfolgt werden. Thomas Bennet, der Sohn des damaligen Bürgermeisters, stiftete der Kathedrale vier Chorsänger. Gründung der Chorschule war 1493, er singt während des Semesters jede Woche. In der Dubliner Musikwelt ist er hoch angesehen.

 

Taufkapelle

 

Um 1870 wurde die Kathedrale restauriert, beaufsichtigt vom Architekt G. E. Street. Dieser stiftete diese Kapelle als Andenken seiner Frau. Das kunstvoll verzierte viktorianische Taufbecken steht dort. Die Fensterbilder zeigen die fünf Heiligen der keltischen Geschichte.

 

Nördliches Seitenschiff

 

Hier befindet sich das Bronzegrabmal des Bischofs Charles Lindsay. Der ehemalige Dekan hatte als letzter das Amt des Bischofs von Kildare inne. Bis 1871, wurden nach Lindsay`s Tod, die Dekanate mit St. Patricks zusammengelegt.

 

Die Chorschranke

 

Ein Teil der Restaurierung im Jahr 1870. Das Kreuz ist eine Nahbildung des Kreuzes von Kong, darunter befindet sich das Agnus Die. Von hier aus sieht man die schiefe Wand von Dublin, eine Neigung von 45 Zentimeter, wenn man durch das Kirchenschiff schaut.

 

Chor

 

Der Innenraum der Kathedrale wird bestimmt vom Thron des Erzbischofs auf der rechten Seite. Aus feinster Eiche ist der viktorianische Kirchenstuhl. Er beherbergt die Plätze für die Domherren und die Mitglieder des Chors. Über dem Chor steht eine Orgel.

 

Kanzlei

 

Hier wird an Sonn- und Feiertagen die Eucharistiefeier abgehalten. Der Altar hat eine viktorianische Vorderseite.

 

Nördliches Querschiff

 

1870 wurde der elegant gewölbte Raum erbaut, als Platz für eine neue Orgel, beherbergt wurde dort eine Fülle von Gedenksteinen. Im Raum ist ein Denkmal zu Ehren des Grafen Sir Henry Sidney. Er war im 16. Jahrhundert Stellvertreter des Königs. Er ließ das Kirchenschiff umbauen und ein Denkmal zu Ehren des ehemaligen Justizministers Baron James Lifford errichten. Es gibt auch zwei außergewöhnliche Bodenplatten aus dem 17. Jahrhundert.

 

Nördlicher Wandelgang

 

Hier ist die Kirchenbank für den Bürgermeister. Sie ist mit rotem Samt gepolstert und hat zwei Halterungen aus Kupfer, darin wurden das Schwert und der Amtsstab gehalten. 1881 wurde die Bank restauriert, heute noch von Würdenträgern genutzt.

 

Sankt Edmunds Kapelle

 

Dem Heiligen Sankt Edmund gewidmet. An der rechten Seite befinden sich spanische Majolikakacheln mit lateinischer Inschrift über den Buntglasarbeiten in der Kapelle.

 

Marienkapelle

 

In der Woche sind hier die Eucharistiefeiern. Links ist eine Bronzeskulptur „Jungfrau und Kind“ ein Werk aus 1991 vom Imogen Stuart.

 

Sankt Laudskapelle

 

Hier sieht man mittelalterliche Bodenplatten, mit 63 verschiedene Muster. Diese sind in Wiederholungen in der gesamten Kathedrale zu sehen.

 

Südlicher Wandelgang

 

Hier ist eine Kirchenbank für Repräsentanten des Staates. Heute wird sie vom irischen Präsidenten genutzt.

 

Südliches Seitenschiff

 

Ins Auge fallen die Fenster und Deckengewölbe in romanischer Bauweise. Zwei nach oben spitz zulaufende Bögen bilden eine ungewöhnliche Kombination aus Romanik und Gotik. Es ist auch die Kapelle des heiligen Laurence O`Toole, der einzige Erzbischof welcher in Dublin heiliggesprochen wurde und Schutzpatron der Stadt.

 

Strongbow`s Grabstätte

 

Strongbow war der Anführer der Anglo – Normannen. Er eroberte Dublin im Jahr 1170, in der Kathedrale beigesetzt wurde er 1176. Als die Südwand und das Dach einstürzten, wurde das Grabmal 1562 zerstört. Es wurde ein neues Strongbow Grabmal errichtet. Die Nachbildung besitzt feine Details mittelalterlicher Rüstungen, die Figur neben ihn stammt auch aus dem 14. Jahrhundert und stellt seinen Sohn dar.

 

Krypta

 

Erbaut im 11. Und 12. Jahrhundert, ist eine der größten in Großbritannien und Irland. Die älteste Gebäudestruktur Dublins, eine Besonderheit ist, dass sie unter dem kompletten Kirchengebäude ist. Grob behauene Steinsäulen tragen das Gewicht. Zahlreiche historische Objekte befinden sich in der Krypta, sie kommen aus unterschiedlichen Zeitepochen.

  1. Die Statuetten gegenüber des Eingangs zeigen Charles I. und Charles II. Die Waffen befanden sich ursprünglich über dem Säulengang des Rathauses. Dieses wurde 1860 abgerissen.
  2. Ein Raum mit wertvollen Objekten, auch von historischer Bedeutung, gibt es hier unten. Darunter ein Tabernakel und ein Teller von James II., geschenkt wurde es der Kathedrale, gestiftet von William III.
  3. Seit mindestens 1670 erhalten sind die Schandstöcke. Sie standen vorher im Hof der Kathedrale. Hier hinein kamen Straftäter, welche durch die Gerichtsgewalt des Dekan und Domkapitels verurteilt wurden.
  4. Gegenüber dem Souvenirladen sieht man eine mumifizierte Katze und Maus. Diese blieben bei der Jagd in einer Orgelpfeife stecken.
  5. Ein steinernes Fundament aus dem 12. Jahrhundert befindet sich unter der Krypta. Ursprünglich könnte hier die vorherige Kathedrale gewesen sein. Teile davon sieht man im Souvenirladen.

 

Denkmäler

 

Ein Großteil dieser wurde bei der Restaurierung 1870 in die Krypta abgesenkt. Darunter die Standbilder von Nathaniel Sneyds (+ 1833) und John Bowes (+ 1767).