Haus Vornholz

Ein denkmalgeschütztes Profangebäude in Ostenfelde. Die Anlage steht auf zwei Inseln von doppelten Gräben und einem wall umgeben, hat es ein wehrhaftes Gepräge. Rückseitig ist ein Parkgelände. Das erste Mal wurde die Anlage 1172 urkundlich erwähnt. Das Haupthaus wurde 1666 nach einem Brand neu errichtet und mehrfach verändert. 1841 wurde eine Modernisierung durchgeführt, die Seitenflügel sind etwas jünger, mit älteren Teilen. 1841 wurde der nördliche Kapellenflügel verändert. Innen ist das westliche Ende des Nordtrakts mit 1799 beziffert. Aus einer Dreiflügelanlage besteht die ehemalige Kernburg mit verputztem Bruchstein. In der Mitte ist das zweigeschossige Haupthaus mit acht Achsen und einem Walmdach. Das Portal zeigt ein Wappen der Familien von Galen und von Nagel. Es ist von einer zweiseitigen Treppe erschlossen. Innen ist auch eine zweiseitige Treppe aus dem 19. Jahrhundert. Im Speisesaal ist eine Balkendecke, der Parkettboden ist von 1841. Die Kapelle ist an der Nordseite mit einem geschnitzten Kruzifix aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Apostelfiguren sind aus dem 17. Jahrhundert. Durch einen Wasserbär aus Backstein sind Vorburg und Hauptinsel miteinander verbunden. Damit wird die Gräfte aufgestaut, in der Mitte befindet sich die sogenannte Dame, ein zylindrisches Hindernis. Langgestreckte Stallungen befinden sich außerhalb der Gräfte, im 19. Jahrhundert wurden sie mehrfach nach Osten erweitert. Die Rentei wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut, ist ein eingeschossiger, verputzter Backsteinbau mit Walmdach, auf einem Kellersockel.