Marienburg

Sie liegt umflossen vom Moselwasser in prächtiger Lage an der schmalsten Stelle eines langen Bergrückens. Erreichen kann man sie über die B53. Urkundlich erwähnt wurde sie 1142 als „Castrum S. Mariae“. Mit der alten St. Peterskirche war sie pfalzgräflicher Lehenssitz. Nach dem Tod von Pfalzgraf Wilhelm ging sie als Schenkung durch Erzbischof Albero von Trier an das Kloster Springiersbach. Der Abt Richard erbaute von 1146 bis 1157 ein Augustiner Nonnenkloster und die neue Kirche. 1157 war die Weihung durch Erzbischof Hillin von Trier an die Mutter Gottes. Die Klosteranlage wurde durch Erzbischof Heinrich von Vinstingen verstärkt. 1515 wurde das Kloster aufgelöst, wegen gelockerter Sitten und geplantem Festungsumbau, von Kurfürst Richard von Greifenklau. Er hatte die Erlaubnis von Papst Leo X. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Marienburg besetzt von bayrischen und schwedischen Truppen. 1650 wurde sie von französischen Soldaten erstürmt, der Verfall trat ein. Durch Versteigerung wurde die Ruine 1803 Privatbesitz, heute dient sie als katholische Bildungsstätte. 1950 wurde sie vom Bistum Trier erworben und 1952 ausgebaut. Erhalten sind an alte Bausubstanz der spätgotische Chor (15. Jahrhundert), die alte Sakristei, ein rundbogiges Außentor und im Westen überbaute Klostermauern.