Niederburg

Auf einem Berggrat über Kobern liegt die Burg. Ende des 12. Jahrhunderts freite Gerlach von Isenburg die Erbtochter von Cobern. Er gilt als Erbauer der Neuenburg, heute Niederburg. Den Lehnseid an Kurtrier leistete er 1195, die Erben waren verschuldet durch ihren aufwendigen Lebensstil. Die Burg wurde 1350 endgültig an den Trierer Kurfürst verkauft. Die Burgmänner bestanden jetzt aus die Lutter von Cobern, die von Waldesch, die Grafen von Eltz und die von der Leyen. 1688 zerstört wurde sie 1830 als Ruine für 15 Taler verkauft. Von früheren Gebäuden sind noch Außenmauern vorhanden, die Fensteröffnungen an der Nord- und Ostseite haben teils Rundbogenform, teils Rechteckform. Die Außenmauer des Palas steht an der Südwestseite, zwei Geschosse mit spätgotischen Segmentbogenfenster. Nach Nordwesten ist ein Mauerturm in der Ringmauer gut erhalten. Einen früheren Eingang hat der zinnengekrönte, romanische Bergfried auf halber Höhe.