Oberburg mit Matthiaskapelle

Ein steiler Pfad führt von der Niederburg rauf. Die Isenburger waren die Besitzer Ende des 12. Jahrhunderts. Sie traten ihre Herrschaft 1350 an Kurtrier ab, danach verfiel die Burg. Sie wurde als Steinbruch genutzt, der Bergfried, Teile der Ringmauer und die Matthiaskapelle blieben erhalten. Der Isenburger Ritter Heinrich II. verehrte den Apostel Matthias, dessen Haupt hatte er von einem Kreuzzug mitgebracht. Erbaut wurde die Kapelle vermutlich 1230 – 1240. Die Reliquie wurde 1347 auf Burg Sayn gebracht, 1381 kam sie auf den Ehrenbreitstein, zuletzt 1420 in den Trierer Dom. Die Kapelle wurde 1819 an Preußen verkauft. Kronprinz Friedrich Wilhelm III. hat 1836 die Kapelle wieder völlig hergestellt. Eine Einheit bilden der quadratisch, romanische Bergfried und ein neues Wohngebäude mit der sich nach südosten fortsetzenden Ringmauer. Die Kapelle ist ein sechseckiger basilikaler Zentralbau, im staufischen Baustil errichtet. Auf sechs Säulengruppen steht der hohe Mittelbau mit sechsteiligem Rippengewölbe. Eine der sechs Umgangsseiten nimmt die Apsis ein.