Pfarrkirche St. Nikolai Bodenwerder

Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut und dem heiligen Nikolaus geweiht, als dreischiffige gotische Hallenkirche. Das Grundstück wurde von Egbert von Frenke zur Verfügung gestellt. Die noch erhaltene Kapelle weihte man der Heiligen Gertrud. 1984/85 wurden bei Ausgrabungen steinerne Fundamente gefunden. Diese gehören eventuell zur Vorgängerkirche, welche bereits 1245 in alten Dokumenten als St. Nikolaus – Kapelle erwähnt wird. Am 26. April 1543 hielt Anton Corvinus dort den ersten evangelischen Gottesdienst. Im Jahre 1900 wurde die Kirche nach Süden hin ausgebaut, da die Kirche zu klein war. Der südliche Anbau beinhaltet heute den Altar, der Haupteingang liegt jetzt an der Nordseite. Errichtet wurde das Gebäude mit Bruchsteinwerk und hat einen Fachwerkgiebel im Osten. Im 19. Jahrhundert gab es ständig wieder Hochwasser, daher wurde der Fußboden der Kirche um mehr als einen Meter höher gelegt, angepasst an dem Straßenniveau. Der heutige moderne Rahmen im Inneren der Kirche entstand in den 60er Jahren, das Gestühl, die Emporen und die barocke Orgel wurden entfernt. Die Kirche erhielt eine neue Einrichtung. Das eindrucksvolle Kirchenfenster mit dem Abendmahl stammt vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal, der Altar aus Dolomitgestein wurde darauf abgestimmt und von Bruno Schmitz entworfen und gefertigt. Des weiteren stammen von ihm die Bronzeplatten an Kanzel und Betpult, der Deckel des Taufbeckens, der Osterleuchter und das Altarkreuz. Einer der ältesten Ausstattungsgegenstände ist der Taufstein. Eine Steinmetzarbeit aus dem Jahr 1608, darauf zu sehen sind das Jesuskind mit Weltkugel, der Heiland mit Weltkugel und die vier Evangelisten. Der jetzige Deckel ist aus Bronze. Der Boden der Schale wird von einer Taube geziert. Der Deckelknauf zeigt einen Fisch, welcher Jona aus dem Drachen speit. Aus dem Jahr 1471 stammt die wohl älteste Glocke des Kirchkreises, welche im Kirchturm beherbergt wird.