Schloss Burg

Das zweite Stammschloss der Grafen und Herzöge von Berg. Es liegt im Solinger Stadtteil Burg und ist die größte rekonstruierte Burganlage. Am Anfang des 12. Jahrhunderts wurde die Burg auf einer Anhöhe über  der Wupper von Adolf II. von Berg erbaut. Der Stammsitz Burg Berge in Oldenthal – Altenberg wurde zugunsten der neuen Burg aufgegeben. Erst im 15. Jahrhundert erhielt die Burg ihren heutigen Namen nach dem Umbau zum Jagdschloss. Graf Adolf III. beteiligte sich an einem Kreuzzug und kam um. Erzbischof Engelbert, sein jüngerer Bruder, übernahm die Grafschaft. Als Graf erbaute er 1218 – 1225 den Palas. Engelbert besaß als Graf und Erzbischof große Macht. Daher hatte er auch Widersacher und wurde am 07.11.1225, nach einer missglückten Streitvermittlung, von seinem Neffen Friedrich von Isenberg erschlagen. Das Schloss wurde Hauptresidenz der Grafen von Berg im 13. Und 14. Jahrhundert. Graf Wilhelm II. von Berg wurde in den Herzogenstand erhoben, gleichzeitig wurde Düsseldorf (1385) Residenzstadt des Herzogtums Berg. Für zeremonielle Zwecke und als Jagdschloss diente weiter Schloss Burg. 1509 feierte man auf dem Schloss die Hochzeit von Maria von Jülich – Berg und Johann dem Friedfertigen von Kleve – Mark. Dadurch bildeten sich die Vereinigten Herzogtümer Jülich – Kleve – Berg. Um 1500 wurde der südliche Teil der Anlage angebaut. 1632 wurde das Schloss von Schweden beschossen und belagert, während des Dreißigjährigen Krieg. 1648 zerstörten kaiserliche Truppen, unter Oberst Heinrich von Plettenberg, alle Wehranlagen, außer dem Diebesturm und einige Wirtschaftsgebäude. Der Hauptbau wurde 1700 teilweise wieder Instand gesetzt. Er wurde bis 1807 Sitz der herzoglichen Rentmeister und Richter des bergischen Amtes Bornefeld. Bis 1849 wurde das Schloss gewerblich – industriell genutzt. Nachdem man 1849 das Dach abgenommen hatte, für den Bau des Elbenfelder Landgerichts, zerfiel der Palas fast vollständig. Ab 1840 wurde das Schloss wieder aufgebaut, bis 1914 zogen sich die Arbeiten hin. Letzter Bauabschnitt war der Batterieturm. In der Nacht zum 26.11.1920 brannten das Dachgeschoss des Palas, das Torhaus und der Treppenbau vollständig aus. Der Wiederaufbau wurde durch die Eintrittsgelder finanziert, der von 1922 bis 1925 dauerte, Zu Ehren des Erbauers wurde 1929 das Engelbert – Denkmal eingeweiht.