Schloss Hovestadt

Erstmals erwähnt als Rittersitz im Jahr 1152. Es entstand dort eine Burg zum Schutz des Lippeübergangs, erbaut von den Kölner Erzbischöfen. Sie wurde um 1276 fertig gestellt. Es war Raum für einen Drosten und 20 Burgmannen mit Familien. Die Burg wurde mehrmals zerstört, sie wurde immer wieder aufgebaut. Während der Soester Fehde hatte sie strategische Bedeutung. 1483 kamen Burg und Amt Hovestadt an Godert Ketteler gegeben als Pfand. Sie blieb in der Familie Ketteler. 1563 und 1572 wurde die Burg zu einem Schloss umgebaut. Im 17. Jahrhundert starb die Linie Hovestadt derer von Ketteler aus. 1649 ging der Besitz dann an die Freiherren von Haiden zu Schönrade und Boke. Freiherr Friedrich Bernhard Wilhelm von Plettenberg – Lenhausen wurde 1710 Besitzer des Schloss. Die Familie verlegte ihren Hauptsitz nach Hovestadt, damit begannen neue Bautätigkeiten. Das haupthaus sollte eine zweigeschossige Vierflügelanlage werden. Gebaut wurden nur Nord- und Ostflügel. Errichtet wurden sie über einem hohen Kellergeschoss. Es bekam ein Walmdach mit Gauben und Zwerggauben. Verzierte Schornsteine sind auf dem Dachfirst. Die Fassade ist mit vielfältigem Bauschmuck versehen, wie Kreise, Rauten, Bänder und Löwenköpfe aus Ziegeln. Innen existieren noch reiche Stuckarbeiten. Ein dreigeschossiger Turm befindet sich am Schnittpunkt beider Flügel. Er hat eine geschwungene Haube mit einer Laterne auf der Spitze. Eine Steinbrücke führt zum Schloss, umgeben ist es von Gräften als Zwei – Insel – Anlage mit einem Teich. 1733 kann es zu ersten Restaurierungsmaßnahmen und Umbauten. Die Wirtschaftsgebäude der Vorburg wurden im Stil des Barock umgestaltet, diese sind eingeschossig. In der Mitte ist eine Kastanienallee, welche zum Schloss führt. Am Ende einer Orangerie ist eine Schlosskapelle mit illusionistischen Wandmalereien. Eine Parkanlage im französischen Stil aus der Mitte des 18. Jahrhunderts gehört zum Schloss. In den Jahren 1990 wurde er rekonstruiert, darin auch ein einzigartiges Heckentheater.