Schloss Moyland

„Ein Stück Land, das sich gemeinhin Moyland nennt,“ so lautet es erstmals in einer Urkunde von 1307. Diese Gabe Graf Ottos von Kleve an den ‚Magister’ Jacob van Eger ist der Beginn Moylands. Das Schloss steht im Jubiläumsjahr 2007 im Mittelpunkt des Interesses. Verschiedene Adelsfamilien wohnen in den Zeiten des Mittelalters auf der Burg Moyland. Ältester Bauteil ist der Nordturm, damals auch ‚dicker Turm’ genannt. Hundert Jahre lang sind die Herren von Bronckhorst-Batenburg-Anholt auch zugleich Herren von Moyland. Mitte des 17. Jahrhunderts wird Schloss Moyland durch Alexander Freiherr von Spaen umgebaut. Ihm verdankt der Adelssitz seine schönen Alleen und die Anlage eines Schlossparks. 1695 interessiert sich der brandenburgische Kurfürst und spätere preußische König Friedrich I. für Moyland und macht es als Jagdschloss zu seinem Eigentum. Hier trifft sich sein Enkel Friedrich der II. im Jahre 1740 erstmals mit dem französischen Philosophen Voltaire. Ende des 18. Jahrhunderts zieht die niederländische Familie Steengracht ein, die das Schloss knapp zweihundert Jahre bewohnt. Johann Steengracht van Oostcapelle begründet hier eine Kunstsammlung. Nicolas Johan Steengracht van Duivenvoorde lässt das Schloss im neugotischen Stil umbauen. Ende des 19. Jahrhunderts folgt eine Umgestaltung des Schlossparks. Der zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit hinterlassen Schloss Moyland als Ruine. Erst mit dem Plan, hier ein Museum für moderne Kunst einzurichten, lässt sich die Wiederherstellung des Gebäudes verwirklichen. Außen in der Gestalt des 19. Jahrhunderts, innen als modernes Museum.

Die Stiftung Museum Schloss Moyland wurde im Juli 1990 dank des großen Engagements von drei Stiftungspartnern gegründet. Nach langjähriger Restaurierung wurde das denkmalgeschützte Schloss mit seinem Garten als Museum für moderne Kunst mit der ehemaligen Privatsammlung van der Grinten im Mai 1997 eröffnet. Das Museum vereint unter einem weitergezogenen Spannungsbogen verschiedene Bereiche, die den Besucher erwarten.

Die Sammlung van der Grinten bildet mit ihrem mehr als 60000 Kunstwerken aus dem 19. und 20. Jahrhundert den Grundbestand des Museums Schloss Moyland. Exponate aus allen Bereichen werden in einer repräsentativen Auswahl auf fünf Etagen des Schlosses und im Skulpturenpark präsentiert. Geprägt ist die Sammlung einerseits von der Kennerschaft und der sammlerischen Kontinuität der Brüder Franz Joseph und Hans van der Grinten sowie andererseits von ihren persönlichen Kontakten zu Künstlern von denen geschlossene Werkkomplexe aufgebaut werden konnten. Dabei bildet das künstlerische Schaffen von Joseph Beuys den wesentlichen Kern der Sammeltätigkeit. Über 5000 Arbeiten von Joseph Beuys befinden sich im Museum die der Kunst des 20. Jahrhunderts wegweisende Impulse verlieh.

Das Joseph Beuys Archiv ist als internationale Forschungseinrichtung wesentlicher Bestandteil der Stiftung Museum Schloss Moyland und zugleich Institut an der Kunstakademie Düsseldorf. Konzentriert wird sich auf das künstlerische Schaffen von Joseph Beuys. Das Joseph Beuys Archiv beinhaltet Dokumente und Archivalien die in unterschiedliche Archiv- und Dokumentationsbereiche gegliedert sind. Auf der Grundlage der bisherigen Erschließung der Archivbestände und der archivrechtlichen Bestimmungen macht das Joseph Beuys Archiv seine bestände jedem Benutzer zugänglich.

 

Erfahrungsbericht

 

Ich selber war schon auf Schloss Moyland und habe dort eine größere Besichtigungstour unternommen. Direkt am Parkplatz ist auch eine Touristeninformation, wo man viele Dinge erfahren kann, auch über die weitere Umgebung. Daneben ist ein Kräuterladen, den man unbedingt mal aufsuchen sollte. Ich selber habe noch nie so viele Kräuter auf einmal gesehen und einige waren mir sogar unbekannt. Man läuft dann ein kleines Stück zum Eingang vom Schloss, welcher gleichzeitig auch ein Museumsshop ist. Achtung, die Preise dort sind sehr heftig. Der Eintritt selber geht eigentlich, immerhin kann man dafür Schloss, Kräutergarten, Blumengarten, Skulpturenpark und die Ausstellungen sehen. Ich bin erst ein wenig durch den Schlosspark , entlang einiger ziemlich komischen Skulpturen gelaufen. Habe mich ernsthaft gefragt, was sich die Künstler dabei dachten. Wenn man vor dem Schloss steht ist links der Kräutergarten und rechts der Blumengarten. Erst ging es Kräuter besichtigen. Es war eine große Anzahl unterschiedlicher Kräuter vorhanden. Viele verschiedene Länder hatten ihren Teil dazu beigetragen. Es gab auch Infohefte in dem Park, wo man lesen konnte, welche giftig sind und ab wann sie giftig sind. Am liebsten hätte ich mir die ganzen Infos kopiert, aber das ging leider nicht. Dann ging es rund um das Schloss, sehr imposantes Gebäude. Rein ging s dann auch, aber da hat es mir dann nicht mehr so gut gefallen. Alles große Museumsräume, nichts ist von Innen mehr als Schloss zu erkennen, man glaubt, man ist plötzlich in einem Future Laden oder so was, wären da nicht die vielen alten Bilder an der Wand. Lange hat es mich da drin auch nicht gehalten und ich bin raus in den Blumengarten. Von dem hätte ich eigentlich mehr erwartet, als nur die Wiederholung einiger Kräuter und uralter Bauerblumen, die dort doppelt und dreifach standen. Gepflegt sah es da auch nicht gerade aus. Zurück ging es dann zum Schlosscafe, etwas essen und dann ab zum Auto. Das Essen dort war noch ziemlich günstig, hätte ich gar nicht erwartet, aber die Getränke sind dafür auch schon wieder vom Preis her ganz ordentlich. Im Gesamteindruck war der morgen gar nicht schlecht, aber man kann dort noch viel mehr machen, wenn man nur will!