Schloss Wackerbarth

Reichsgraf Christoph August von Wackerbarth erwarb 1727 die Bischofsberge, sowie unterhalb gelegene Grünflächen. Als Alterssitz ließ sich der Kabinettsminister Augusts des Starken zwischen 1727 bis 1730 das Schloss Wackerbarth, das achteckige Belvedere und einen Französischen Garten erbauen. 1734 erbte das Anwesen sein Stiefsohn. Nach dessen Tod sollte das Schloss zugunsten Dresdner Witwen und Waisen versteigert werden. Seit 1799 gehört zum Ensemble der Jacobstein zusammen mit dem Weinberg Fliegenwedel. Seit dem steht es komplett unter Denkmalschutz. 1808 erwarb es der Großneffe des Erbauers, Josef Ludwig von Wackerbarth, und verlor es 1816 durch Konkurs. 1816 wurde das Schloss zur Knabenerziehungsanstalt. 1824 kaufte Josef Ludwig von Wackerbarth das Schloss nochmals, 1846 hat er es versteigern lassen. Ab 1835 wurde es als Heilanstalt für Geisteskranke genutzt, 1845 wurde die Anstalt nach Neucoswig verlegt. Albert von Carlowitz lebte bis zu seinem Tode 1874 auf dem Schloss. 1875 wurde das Gebäude im Stil italienischer Renaissance umgestaltet. Bis 1885 war Johann Georg Theodor Grässe Eigentümer des Schloss, danach seine Erben, Mitte 1902 erfolgte die Zwangsversteigerung. 1916/1923 wurde das Schloss rebarockisiert durch Georg Heinisius von Mayenburg. Ab 1926 kam der Besitz in Zwangsverwaltung. Tiedemann kam ins Altersheim, das Anwesen übernahm das Dresdner Bankhaus Arnold, weitere Banken wurden Eigentümer. 1937 wurde es zur Führerschule und 1940 zum Reservelazarett. Kurzzeitig hat sich der Oberbefehlshaber der 1. Ukrainischen Front dort einquartiert. Bis 1950 war es eine Poststelle, danach wurde es der Volksbildung übergeben. Ab 1952 wurde es wieder zu einem Weingut, 1974 – 1977 nochmals renoviert. Noch heute ist es als Weingut in Nutzung.