St. Fin Barre Cathedral

Geschichte

 

Fin Barre ist der Schutzheilige von Cork und Namensgeber für die Kathedrale. Eine Überlieferung besagt, dass er als Eremit auf der Insel Gougane Barra lebte am Fluss Lee. Er errichtete die Kathedrale und wird als erster Bischof in Cork gesehen. Der Name bedeutet „hellhaarig“. Im 7. Jahrhundert wurde an der Stelle ein Kloster gegründet. Unterschiedliche Kirchengebäude wurden erbaut damit Gottesdienste dort stattfinden konnten. Um das Kloster herum wuchsen Siedlungen, so entstand Cork. Die Kathedrale wurde zur Zeit der Reformation 1536 zum Teil der Staatskirche. Die kleine bestehende klassizistische Kathedrale wurde 1864 abgetragen und durch den jetzigen Prachtbau ersetzt. 1870 wurde die Kathedrale geweiht, die Arbeit an ihr dauerte aber noch Jahrhunderte. Bischof John Gregg war so enthusiastisch, das Hunderte von Spenden eingingen. Am meisten spendeten William Crawford, Brauerei Beamish und Crawford, und Francis Wise, Whiskey Brennerei in der North Mall. William Burges war der Architekt, ein eifriger Bewunderer der französischen Gotik des 13. Jahrhunderts. Jedes Einzelteil des Gebäudes entwarf er persönlich, auch die Glasmalerei und 1260 die Skulpturen. Die Kathedrale ist heute noch eine liturgische Gebetsgemeinschaft, bereichert durch eine Jahrhundert alte Domchortradition. Es werden täglich Kurzandachten, große Sonntagsgottesdienste und Gottesdienste zu besonderen Anlässen statt. Am wichtigsten sind die „Nine Lessons and Carols“ zu Weihnachten, so wie der St. Patrick’s Day. Die Kathedrale ist die „Mutterkirche“ der anglikanischen Diözese von Cork, Cloyne und Ross. Gottesdienste der Diözese, wie Ordinierungen oder besondere Zeremonien, finden in der Kathedrale statt, viele Gottesdienstbesucher kommen dazu.

 

Altarraumdecke

 

Angefertigt 1933 – 1935 von William Burges.

 

Bischofsthron

 

Gezeigt werden auf ihm Darstellungen von zwanzig wichtigen Bischöfen. Er ist 14 m hoch, an der Spitze ist eine bemalte Skulptur. Diese zeigt den Heiligen Fin Barre mit Engeln. Die Engel halten das Bischofswappen. 

 

Deans Kapelle

 

Hier findet man in den Wänden eingeritzt die Namen der früheren Domherren von Cork. Die Kapelle wird täglich für Andachten und persönliche Gebete genutzt.

 

Freimaurer Gedenktafel

 

Die Kathedrale hat viele Verbindungslinien zur Freimaurerei. Als Andenken an Elizabeth Aldworth wurde eine Gedenktafel erhängt. Sie war einziges weibliches Mitglied der Freimaurer in Irland.

 

Heldentafel

 

Auf einer der Mittelsäulen sind in Marmor Namen von 400 Männer eingeritzt. Diese wurden im Ersten Weltkrieg getötet. In einer geschnitzten Vitrine, um die Ecke, ist ein Gedenkbuch ausgestellt.

 

Kanonenkugel

 

Als 1864 die alte Kathedrale abgetragen wurde fand man eine Kanonenkugel. Heute hängt sie von der Decke herab. Sie wurde abgeschossen vom Elizabeth Fort während der Belagerung von Cork.

 

Kanzel

 

Von hier aus wird gepredigt, sie wurde 1874 fertig gestellt und wurde 1935 bemalt. Um die Kanzel herum sind die vier Evangelisten, zusammen mit Paulus, dargestellt. Sie sitzen auf einem umgestülpten „heidnischen Altar“. Unterhalb des Leseständers symbolisiert ein Drache das Böse, welches die Flucht ergreift vor dem gepredigten Wort Gottes.

 

Lesepult

 

Auf dem Pult befindet sich die Bibel. Ursprünglich wurde es für die Kathedrale von Lille entworfen. Gefertigt wurde es aus massiven Messing und wiegt 408 kg. Moses und Davids Köpfe dienen als Verzierung.

 

Mosaik

 

In Paris haben nordwestitalienische Handwerker aus Udine den Boden hergestellt. Dieser besteht aus Marmor aus den Pyrenäen. Aus dem Matthäusevangelium „Das Himmelreich gleicht einem Netz, das ins Wasser geworfen ist und Fische aller Art fängt“ ist das Thema vor dem Altar.

 

Orgel

 

Sie war ursprünglich an dem westlichen Ende der Kathedrale. 1889 wurde sie in eine 4,20 m Vertiefung gesenkt im Nordschiff. 1870 von William Hill gebaut, 1889 restauriert, 1906 erweitert, 1966 und 2011 wieder restauriert. Die Orgel hat knapp 400 Pfeifen, damit die größte und beste in Irland. 

 

Prozessionskreuz

 

1974 von Patrick Pye gestaltet, genutzt bei der Eingangs- und Ausgangsprozession.

 

Rundgang hinter dem Altarraum

 

Glasmalerei stellt das Leben Jesu in verschiedenen Fenstern dar. Ein Fenster war als Tribut für den Vater an William Burges vorgesehen. Burges starb vor seinem Vater, so wurde es zu seinem eigenen Gedenkfenster. Es gibt drei verschiedene Szenen: Sieben Kerzenständer, die Embleme der Evangelisten und den Herrn Jesus Christus auf seinem Thron.

 

Taufbecken

 

Es wurde symbolisch in der Nähe des Eingangs platziert. Gefertigt wurde das Becken aus rotem, grünen und weißem Marmor, mit dem Paulus Spruch „Wir sind mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod“ auf eingelegtem Messing. Eine Skulptur, der Kopf von Johannes dem Täufer, ziert den Vorsprung auf dem die Taufkanne steht.

 

Tür des David

 

Eine schöne Bronzetür mit silbernen Intarsien ist eine Schnitzerei. Gezeigt wird König David aus dem Alten Testament, umrahmt von Blättern und vier Löwen. Die Tür sollte zu einer Orgelgalerie führen, die Galerie wurde nie gebaut.