Wildburg

Sie liegt auf den gleichen Bergsporn wie die Burg Treis, hinter einem Bergsattel aufwärts. Nach 1100 vom Pfalzgraf Otto von Rheineck erbaut, ursprünglich Reichsgut, teilte sie meist das gleiche Schicksal wie die Burg Treis. Erobert 1121 wurde sie verliehen an das Trierer Erzstift und 1157 als dessen Sitz bestätigt. Die Burg war im 13. Jahrhundert im Besitz der „Herren von Wildenburg“. Sie hatten ihren Stammsitz in Reifferscheid. 1484 / 88 erwarb Johann von Eltz ein Burglehen der Widburg und Güter in Treis. 1804 kam sie durch Versteigerung von den Franzosen in den Besitz der „Herren von Eltz“. Ab dem 16. Jahrhundert wurde sie als Wohn- und Wirtschaftsbau genutzt. Im Gegensatz zur Stammburg Eltz blieb die Wildburg 1689 nicht von der Zerstörung verschont. Kurt Honsberg wurde 1956 Besitzer, ab 1957 wurde die Burg auf alter Bausubstanz stilecht aufgebaut. Das südliche Außentor war früher eine Zugbrücke. Vom zweiten Tor begrenzt, westlich des Burgfrieds, war ein 4 m breiter Zwinger. An der Nordseite ist der Eingang zum romanischen Palas, er ist zweigeschossig mit zwei Kaminen. 1957 erhielt es sein Dach. Ein 10 m tiefer Halsgraben schützt die Nordseite. Die Burg ist in Privatbesitz.