Salzburg

Alter Markt

 

Er wurde bereits im 13. Jahrhundert als städtischer Handels- und Marktplatz angelegt. Der Platz war 1873 bis 1927 unter dem Namen Ludwig – Viktor – Platz bekannt, nach dem jüngsten Bruder von Kaiser Franz Joseph I. An dem Marktplatz schlossen sich weitere Märkte an, wie: Milchmarkt, Kräutermarkt, Rüben- und Krautmarkt, Hafermarkt. Um den Platz stehen viele stattliche Bürgerhäuser, die schon im Mittelalter erbaut wurden. Der Alte Markt war nicht nur Wochenmarkt, hier fand auch der Pfingsttanz, der Schwerttanz (Dürrnberger Bergwerksknappen), der Barfußtanz der Bäcker und das Johannisfeuer statt. Der jetzige Alte Markt war bis 1889 Standort des Fastenmarktes, welcher sich seit 1813 auch auf den Universitäts- und Residenzplatz ausgebreitet hat. Bis 1856 fand auch der Herbstmarkt dort statt. Der Wochenmarkt übersiedelte 1857 auf den Universitätsplatz. Anstelle eines alten Ziehbrunnens wurde 1488 ein Marktbrunnen in der Mitte errichtet. Das achtseitige Brunnenbecken wurde 1685 bis 1687 gefertigt und ist mit zwei Treppenstufen umgeben. Es besitzt akanthusgeschmückte Eckpfeiler und Rosetten, ein zierliches Spaliergitter ist auf dem Wasserbecken aufgesetzt, dieses wurde 1583 geschaffen. Brunnensäule und schmiedeeisernes Gitter tragen das Wappen der Stadt Salzburg. 1734 wurde die Statue an der Spitze der Brunnensäule geschaffen. Sie zeigt den Heiligen Florian von Lorch. Die Bürgerhäuser um den Platz haben meist einen mittelalterlichen Kern, wurden aber frühzeitlich überprägt. Das kleinste Altstadthaus von Salzburg gibt es hier zu sehen. Es ist nur 1,42 m breit und steht neben dem Cafehaus Tomaselli. Es entstand durch die Bebauung einer Gasse zwischen 1830 und 1860. Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist die alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke am Alten Markt. Cafe Tomaselli und das Cafe – Konditorei Fürst, sie haben die original Mozartkugel kreiert, liegen gegenüber der Alten Residenz.

 

Andräkirche

 

Die ursprüngliche Kirche stand an der Ecke Linzergasse und Dreifaltigkeitsgasse. Zugunsten einer breiten Fahrstraße wurde sie abgetragen. Die neue Kirche, im neugotischen Stil erbaut, wurde im November 1898 eingeweiht. Die Fassade mit der Rosette und das dreischiffige Innere der Kirche sind der Gotik nachempfunden worden. Obwohl die Höhe der Kirche mit den Türmen das Stadtbild störte, hat sich keiner darüber beklagt. Während des zweiten Weltkrieges blieb nur die Westfront erhalten, 1949 wurde sie wieder in vereinfachter Form aufgebaut. Auch nach den Veränderungen war sie ein Fremdkörper im Stadtbild. Nach einer Umgestaltung 1969/70, in dem die Türme gekürzt wurden und durch flache Pyramidendächer ersetzt, sowie die Front eine hellgraue/weiße Färbung erhielt, fügte sie sich in das Stadtbild ein. Die Themen Tod und Auferstehung bilden den Grundgedanken zur Gestaltung des Innenraums. Der Raum wird dominiert durch den Hochaltar, das Kreuz mit Christus, das Marienfenster und dem fenster mit den Heiligenfiguren. Die Ausstattung wird bereichert von 14 mehreren Kreuzwegbildern und einem Fresko des Christopherus

 

Dom

 

Das wohl bedeutendste Bauwerk der Stadt, seine prächtige Fassade und die mächtige Kuppel präsentieren sich als monumentaler Bau des Frühbarocks. Von Bränden zerstört und wiederaufgebaut wurde er immer wieder vergrößert und erweitert. Dies hing auch ab von der Macht und Unabhängigkeit der Erzbischöfe. Der erste Bau als Kathedrale im Zentrum des ehemaligen römischen Juvavum fand 767 statt. Geweiht wurde er am 24.09.774 den heiligen Petrus und Rupert. 1167 wurde der Dom Raub der Flammen, als die Grafen von Plein die Stadt in Brand setzten. 10 Jahre später wurde der Dom neu erbaut von Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach.Er übertraf sogar den Kaiserdom von Speyer. Am 11.12.1598 war wieder ein Brand schuld an die teilweise Zerstörung des Doms. Das beschädigte Gebäude wurde von Erzbischof Wolf Dietrich niedergerissen. Die Salzburger waren nicht begeistert, da auch die Skulpturen und Grabsteine der vorherigen Erzbischöfe zerstört wurden. Auch der Friedhof wurde umgepflügt und die Gebeine auf den Schutt geworfen. Den Baumaßnahmen wurde ein jähes Ende gesetzt, als der Erzbischoff von seinem Neffen und Nachfolger auf der Festung Hohensalzburg wegen einer Salzfehde festgesetzt wurde. Erzbischof Markus Sittikus gab den Auftrag für den Neubau des Doms. Er wurde der erste frühbarocke Kirchenbau nördlich der Alpen. Eingeweiht wurde sie nach seinem Tod am 25.09.1628 durch Erzbischof Paris Lodron, es wurde das größte Fest das Salzburg je erlebt hat. Der letzte Fürsterzbischof von Colloredo wurde während der napoleonischen Kriege entmachtet. Übernommen wurde die Macht über Salzburg vom Großherzog von Toscana. 1944 wurde die Kuppel und ein Teil des Altarraumes durch eine Fliegerbombe zerstört, der Dom wurde wieder renoviert und 1959 geweiht. An den Torgittern sind die Jahreszahlen der drei Domweihen. Die 4 Monumentalstatuen zeigen die Apostel Petrus und Paulus mit Schlüssel und Schwert sowie die beiden Landespatrone Rupert und Virgil mit Salzfass und Kirchenmodell. Die zwei Wappenschilder verweisen auf die Erbauer des Doms. Die Kostbarkeiten im Salzburger Dom sind die Löwen (1200), das Taufbecken (1311), die prachtvolle Hauptorgel mit dem musizierenden Engeln, sowie die prächtigen Domtore. Wolfgang Amadeus Mozart hat einige unvergängliche Werke der Kirchenmusik für Salzburg geschrieben. Um 1660 wurden die Dombögen errichtet und 1766 – 1771 entstand die Mariensäule.

 

Dommuseum

 

Es ist zu finden in den Räumen der Empore des Doms, der Besuch lohnt sich schon um auf die Stadt zu schauen und runter in den Dom. Das barocke Dekor ist auch sehenswert. Es gibt Kunstschätze aus den letzten 1300 Jahren zu sehen darunter mittelalterliche Skulpturen, barocke Malereien und Goldschmiedewerke aus dem Domschatz. Zu den wichtigsten Dingen zählen die Hostientaube und die Pretiosenmonstranz. Das älteste Objekt stammt aus dem 8. Jahrhundert: Das Rupertuskreuz.

 

Domplatz

 

Der Domplatz wurde von Erzbischof Wolf Dietrich in der Altstadt errichtet, er ist architektonisch Geschlossen und besonders schön. Die Grenzen sind die Erzbischöfliche Residenz, der Dom und der Konventtrakt des Stift St. Peter. Verbunden ist der Platz, durch Dombögen, mit dem Residenzplatz, dem Kapitelplatz und der Franziskanergasse. Durch die abgeschlossene Form wurde der Domplatz als Aufführungsort des berühmten „Jedermann“ genutzt. Im Winter findet auf dem Platz der Christkindlmarkt statt.

 

Dreifaltigkeitskirche

 

Sie ist das bedeutendste sakrale Bauwerk der rechten Altstadt und der Blickfang des Makartplatzes mit der beherrschenden Kuppel, der schwungvollen Fassade, den doppelte Türmen und den palastartigen Seitenflügeln. Entstanden ist sie Dank Erzbischof Johann Ernst von Thun, in den Jahren 1694 bis 1702. Die Kirche ist mit dem Priesterhaus verbunden, beachtenswert ist der barocke Zug den man auch an anderen Kirchen von Fischer von Erlach sehen kann. Berühmt wurde sie durch das Kuppelfresko, gezeigt wird dort die Krönung Mariens und die hl. Dreifaltigkeit.

 

Erzabtei St. Peter & Friedhof Katakomben

 

Die Kirche und ein Kloster wurden um 700 vom Missionar Rupert gegründet auf dem einst römischen Juvavum. Die Mönchsgemeinschaft des Klosters ist die älteste auf deutschem Boden und besteht noch heute. Im Mai 1127 brannte die Kirche mit den anderen Gebäuden zur Gänze ab. Abt Balderich ließ 1130 bis 1143 eine dreischiffige romanische Basilika erbauen. Mehrfache Veränderungen wurden in den späteren Jahren vorgenommen. 1319 entstand die St. Veits Kapelle, ein altes gotisches Bauwerk, mit einem Prachtvollen romanischen Portal (ca. 1240 erbaut). Im 18. Jahrhundert wurde sie umgestaltet im Rokoko Stil. Das Collegium Benedictinum mit Fassadenfresken wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegründet. Die romanische Bauform ist im Innern noch deutlich erkennbar. Es gibt dort viele Altäre im Rokokogewand, einige der Altarbilder stammen von Martin Johann Schmidt geschaffen im 18. Jahrhundert. Zwei riesige Bronzeleuchter sind ein Geschank des Fürsterzbischof Wolf Dietrich aus dem Jahr 1609. Im rechten Seitenschiff der Kapellen befinden sich das Grabdenkmal von Johann Michael Haydn, eine Marmorplatte die an Mozarts Schwester Nannerl erinnert und das Grabmal des Feldobersten Hans Werner von Raitenau. Auf der Südseite des Domplatzes wurde 1657 – 1661 ein weiteres Gebäude, eine Galerie, erbaut, das Eigentum wurde geteilt: Keller und Hauptgeschoß gehörten dem Erzbischof, die anderen Räume der Abtei. Das Hauptgeschoß wurde zur Gemäldegalerie. Die Galerie entspricht einem Bautyp aus dem 16. Jahrhundert, entwickelt in Italien. Auf der einen Seite eines langen Korridors sind Fenster und auf der anderen Seite eine lange Wand für Gemälde. Die Fenster sind nach Norden gerichtet, so fällt gleichmäßiges aber nicht direktes Licht auf die Bilder. 1803 wurde die Gemäldesammlung aufgelöst, ein großer Teil Bilder ging nach Wien. 1819 wurde der Raum der Abtei St. Peter übergeben. Von 2001 bis 2009wurde die Galerie renoviert, über das Dommuseum kann die Öffentlichkeit die Galerie besichtigen. Es sind 17 großformatige, religiöse Gemälde zu sehen. Die Mönchsgemeinschaft bestand aus bedeutenden Persönlichkeiten, eine reiche Zahl von Werken zeugen von ihrer Gelehrsamkeit und ihrem Eifer. Durch die Errichtung eines Almkanals wurde eine bautechnische Meisterleistung erbracht, in dem ein Stollen durch den Mönchsberg geschlagen wurde. Die Mönche waren seit 1622 auch als Lehrer tätig. Musik und Theater wurden in St. Peter stetig gepflegt. Der Friedhof liegt in einer einzigartigen Umgebung und ist einer der ältesten der Welt. Er ist die Ruhestätte berühmter Persönlichkeiten, Künstler, Gelehrte und Kaufleute. Zu den Besonderheiten gehören die Katakomben im Mönchsberg. Sie sind wahrscheinlich frühchristlichen Ursprungs und können ganzjährig besichtigt werden.

 

Evangelische Christuskirche

 

Auch in Salzburg breitete sich die Lehre Luthers aus und es kam zur Reformation. Am Salzachufer wurde 1863 der Grundstein für die Evangelische Christuskirche gelegt. Der Bau wurde durch viele Spenden finanziert. Während des österreichisch – preußischen Krieges waren 370 Gefangene auf der Festung, diese haben an dem Bau der Kirche mitgewirkt. Die festliche Einweihung fand im September 1867 statt, es war die erste ev. Kirche im Bundesland Salzburg. Die Kirche entwickelte ihre eigne Form in ihrer Schöpfung jener historisierender Baukunst, sie ist heute das einzige Beispiel der Stilrichtung des romantischen Historismus. Elemente des romanischen, gotischen und der Renaissance geben einen malerischen Gesamteindruck ab, die Außenfarben bestehen aus rot und hellgrauer Ornamentik. Der Stolz der Kirche ist der hohe Turm mit mächtiger Balustrade. Von Innen ist die Kirche schlicht gehalten, es liegt viel Wert auf das Wort des Evangeliums. Die vier Evangelisten ergänzen die Darstellung Christus als Lehrer und Weltenrichter. Die beiden Tafelbilder an den Seiten des Altarraumes zeigen Geschichten des Protestantismus  in Salzburg: den Treueschwur der protestantischen Bauern in Schwarzach und die Auswanderung der Evangelischen im Jahr 1732. Die im Jahr 1950 geschaffenen Glasfenster zählen zum schönsten Schmuck der Christuskirche. Sie zeigen Christus als Guten Hirten und die beiden Apostel Petrus und Johannes. Die protestantischen Auswanderer werden im unteren Teil, in ihren Salzburger Trachten dargestellt.

 

Festung Hohensalzburg

 

Sie wurde im Jahr 1077 erbaut und wurde 1495 – 1519 umfangreich erweitert. Heute ist sie die größte, vollständig erhaltene Burg Mitteleuropas. Die mittelalterlichen Fürstenzimmer und das Burgmuseum sollte man gesehen haben. Man kann die Festung seit 1892 bequem mit einer Standseilbahn erreichen. Das alte Bauwerk ist über 900 Jahre alt und hat seine Wurzeln in der Zeit Investitumstreits. 1077 ließ Erzbischof Gebhart von Salzburg die Wehrbauten Hohensalzburg, Hohenwerfen und Friesach errichten. Der Ausbau wurde von seinem Nachfolger 1147 – 1160 vorläufig vollendet. Im 15. Und 16. Jahrhundert war die Festung der Rückzugspunkt für die Erzbischöfe, während des Ungarischen Krieges und den Bauernaufständen. Damals wurde der Palas aufgestockt, das Zeughaus und der Schüttkasten errichtet. 1495 – 1519 wurde die Festung erweitert und erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild. Das Innere ist auch sehenswert mit den gotischen Schnitzereien und ornamentalen Malereien im Goldenen Saal und der Goldenen Stube. Ca. 58 Inschriften und „Rübenwappen“ erinnern an Leonhard von Keutschach. Auch der Festungslöwe hält die „Rübe“ in seinen Pranken. Die mächtige „Khuehnburgbastei“ wurde als letzte Veränderung der Hohensalzburg errichtet. Keinem der vielen Belagerer ist es je gelungen die Festung einzunehmen, sie diente auch als Gefängnis und Kaserne. Fünf Jahre lang, bis zu seinem Tod, wurde Fürsterzbischof Wolf Dietrich gefangen gehalten von seinem Neffen und Nachfolger Markus Sittikus. Die Festung ist ganzjährig zu besichtigen. Künstler aus aller Welt geben dort Kurse. In den mittelalterlichen Räumen finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

 

Festungsmuseum

 

Das Museum ist in den Räumlichkeiten des Hohen Stocks der Festung und präsentiert Zeugnisse der Festungsgeschichte und des Lebens auf den Burgen. Die komplett eingerichtete Burgküche und die historischen Militärmusikinstrumente gibt es unter anderem zu sehen.

 

Franziskanerkirche

 

Die Kirche reicht geschichtlich genauso weit zurück wie die des Doms. Die Gotteshäuser sind sehr gegensätzlich. Die Franziskanerkirche ist eine schlanke, gotische Kirche der Bürger und eine Stätte der stillen Einkehr. Eventuell ist die Kirche noch älter als der Dom, gebaut haben soll sie der hl. Virgil, auch sie wurde von Bränden heimgesucht, 1167 fiel sie dem Strafgericht Kaiser Friedrich Barbarossa zum Opfer. An der Wende zum 12. Jahrhundert wurde sie neu errichtet, als ein Zeichen der Salzburger Bürgerschaft, dieses wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts nach verstärkt. Die Kirche wurde durch den Bekannten Baumeister Hans von Burghausen erbaut mit Geldern der Bürger. Sein Meisterwerk ist der Hallenchor, welcher die Franziskanerkirche so besonders macht. Die Figur der Madonna mit Kind ist als eines der schönsten Werke Michael Pachers in dem Hochaltar von 1709 / 1710 mit einbezogen worden. Der Turm beinhaltet eine der ältesten erhaltenen Glocken aus dem Jahre 1468. In den vielen Jahren haben die regierenden Erzbischöfe Veränderungen vorgenommen. Wolf Dietrich stellte einen Verbindungsgang zur Residenz her. Die vier Kapellen in der Kirche sind alle aus dem 17. Jahrhundert. Markus Sittikus widmete seinem Onkel Karl Borromäus die Kapelle auf der Nordseite. Daran anschließend ist die Kapelle von Wolf Dietrich mit einer Darstellung der Geburt Christi. Gegenüber liegen die Annakapelle und die Kapelle von Johann Ernst Thun mit einem Franziskuszyklus. Nahezu alle Stilrichtungen vereinen sich in der Kirche, dank Erzbischöfe und Bürger, von der Romanil bis zur Gegenwart.

 

Getreidegasse

 

Salzburgs wohl berühmteste Einkaufsstraße, ihren Charme erhält sie durch hohe, schmale und eng aneinandergeschmiegte Häuser. Verlockend sind auch die Geschäfte, die schmiedeeisernen Zunftzeichen, hier gibt es auch romantische Durchhäuser und Innenhöfe. Früher hieß sie auch Trabe-, Trab- oder Trav-Gasse, alles abgeleitet von „traben“, was auch auf die Pferde in der Gasse hinweist. Ursprünglich hat die Gasse mit dem Getreide nichts zu tun. Vom Waagplatz aus, der ältesten Kaufmannssiedlung, wuchs die Häuserzeile der Getreidegasse flussabwärts. Die Salzach und die Stadtmauer setzten der Gasse im Norden Grenzen. Die alten Häuser sind oft mit Jahreszahlen, dem Auge Gottes oder den Namen früherer Bewohner gekennzeichnet. Einige Häuser haben noch den Balken, an denen Hebezüge befestigt waren um Lasten aus Lagerräume zu transportieren. Typisch an den Gebäuden sind die nach oben hin kleiner werdenden Fenster und die wunderschönen Hausportale. Haus Nr. 9 zum Beispiel: Mozarts Geburtshaus in dem heute das Mozart Museum ist. Die Häuser in der Gasse erscheinen sehr schmal, sie sind aber nicht winzig, sondern erstrecken sich sehr in der Tiefe. Früher war in ein Raum noch ein Garten integriert, später wurden diese Räume verbaut und anders genutzt, so entstanden Rückgebäude die mit dem Haupthaus verbunden wurden. Die Hinterhäuser wurden in den letzten Jahren zur Vergrößerung von Verkaufsflächen genutzt. Die heutigen Einkaufspassagen waren die alten Durchhäuser, sie erfüllen jetzt auch die Funktion gedeckter Galerien, diese Gebäude prägen sehr das Stadtbild. Jeder Hof für sich ist ein Kunstwerk. Der meist genutzte Durchgang ist der vom Schatz – Haus (Getreidegasse 3) zum Universitätsplatz, in einer dunklen Nische sieht man die Madonna mit dem Kind. Auch eine Gedenktafel ist dort zu finden, sie erinnert an den Aufenthalt von August Bebel (Sozialistenführer). Bei einer Stadtbesichtigung sollte man sich auch die mit Arkaden geschmückten Höfe ansehen.

 

Goldgasse

 

Ein kleines Gässchen welches in einem Bogen vom Residenzplatz zum Alten Markt führt. Früher hatte sie auch die Namen Sporer-. Milch- oder Schlossergässchen. Die Schlosser für Reitzubehör wurden Sporer genannt. Der jetzige Name entstand durch die dort ansässige Goldschmiede. Noch heute gibt es dort schönes Geschmeide zu kaufen. Die Gebäude haben fünf bis sechs Geschosse, die Fassaden sind Großteils glatt. In der Goldgasse 5 steht das Reitsamerhaus. Der französische Kaufmann Jean Fontaine erhielt im Jahr 1700 erstmals die Erlaubnis Kaffee auszuschenken. Das Cafehaus steht jetzt am Alten Markt mit dem Namen Cafe Tomaselli. In der Goldgasse 6 steht das Hofgeigenmacherhaus, an dessen Fassade im Obergeschoß ist die Figur des Gnadenbildes von Altötting samt Engelkopf auf einer barocken Konsole aus dem 17. Jahrhundert. In der Goldgasse 9, beim Hofbinderhaus, ist ein Haussegensbild mit der Darstellung der Krönung Mariens in einem geschwungenen Rahmen. In der Goldgasse 11 steht das Brucknerhaus. Im Kehlsims des Daches steht ein interessanter Spruch. Ein Segenbild in der Goldgasse 16 zeigt die Heilige Dreifaltigkeit.

 

Judengasse

 

Judengasse

 

Sie wird meist als Verlängerung der Getreidegasse wahrgenommen, sie verläuft in einer Krümmung vom Alten Markt zum Waagplatz. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1377, auch von der Judenschule im Haus Nummer 15. Sie ist eine der ältesten Durchgangsstraße, früher war es das Siedlungszentrum der Juden. Es war ihr Viertel bis zur Vertreibung im Jahre 1498. Die Erzbischöfe machten Geschäfte mit Ihnen. Judenverfolgungen und Massenhinrichtungen zeigten, wie wichtig sie für die Stadt waren. Die Gasse hat eine bewegte Vergangenheit. Im Haus Nummer 15 war bis 1415 eine Synagoge; Haus Nummer 3 hat eine besonders schöne Fassade mit einem Jugendstilportal, Haus Nummer 13 war 1672 bis 1684 bewohnt vom Komponisten Heinrich Biber. Die Judengasse ist eine der beliebtesten Einkaufsmeilen.

 

Kapitelplatz

 

Auf dem Weg zur Festung oder zum Friedhof St. Peter überquert man den Kapitelplatz. Früher befand sich auf dem Platz das Domkloster, dort und in den Palästen der Nebengassen residierte der hohe Klerus, bis zur Auflösung des Erzstiftes im Jahr 1803. Das Viertel bestand aus hoheitsvollen Stadtresidenzen. Es bestand aus Kapitelgasse, Kaigasse und Chiemseegasse.

 

Kapitelschwemme

 

Sie steht etwas abseits auf dem Kapitelplatz, Im Mittelalter befand sich dort schon ein „Rosstümpel“. Die neue Anlage wurde 1732 entworfen und errichtet mit einem unübersehbaren Einfluss römischer Brunnenanlagen. Die Pferde wurden zum tränken direkt auf die Skulpturen zugeführt. Dargestellt ist der Meeresgott Neptun auf einem wasserspeienden Meeresross, oben befindet sich ein Chronogramm mit dem Wappen von Erzbischof Firmian.

 

Kapuzinerkloster

 

Der Berg wurde früher „Imberg“ genannt, während der jüngeren Steinzeit waren am Ostabfall Wohnplätze, aus der Zeit 1000 v. Chr. Weiß man von zwei Wohnstellen nahe des Kapuzinerklosters. Auch in der la Tene Zeit wird Besiedelung angenommen. Im Mittelalter war auf dem Kapuzinerberg ein Wehrturm anstelle des Klosters. Der Turm wurde im Zuge einer Befestigungsanlage von den streitbaren Erzbischöfen errichtet. Das Gebäude wurde „Trompeterschlösschen“ genannt. 1594 holte Fürsterzbischof Wolf Dietrich die Kapuziner nach Salzburg und es entstand das Kloster samt Kirche. Von der Linzergasse aus kommt man an sechs barocke Kreuzwegkapellen vorbei, erbaut zwischen 1736 und 1744, sie dokumentieren mit plastischen Szenen und Figuren den Leidensweg Christi. Den Abschluss findet man auf der Anhöhe als mächtige Kreuzigungsgruppe. 1632 ließ Fürsterzbischof Paris Lodron die auf halbem Weg befindliche „Felixpforte“ errichten. Nachdem der Wanderer durch die Pforte gegangen ist, bekommt er eine wundervolle Aussicht geboten. Ein weiterer Weg führt über die Imbergstiege, vorbei am St. Johannes Kirchlein. Bei der sogenannten „Kanzel“ treffen beide Wege aufeinander, man kann von dort einen einzigartigen Blick auf die Stadt genießen. Das Kloster steht auf einem Plateau und ist sehr nüchtern gehalten, dennoch bietet es einen imposanten Anblick. Das Kloster gehört zum Stadtbild. Das Portal ist ein beachtenswertes Kunstwerk, die spätgotische Eichentür stammt vermutlich aus dem Salzburger Dom. Von Innen ist die Kirche schlicht und lädt zur Besinnung ein. In den Jahren 1939 bis 1945 wurden die Mönche aus dem Kloster verbannt. Statt des Klosters sollten dort ein Festspielhaus, eine Gauhalle und ein Stadion entstehen, es kam nie zur Ausführung. Von der Felixpforte aus beginnt die Kapuzinerbergmauer und umfasst das Kapuzinerkloster. Es entsteht der Eindruck einer doppelten Mauer, der weitere Mauerzug verläuft um den gesamten westlichen, südlichen und östlichen Bergabsturz. Am nördlichen Endpunkt liegt das 1692 erbaute „Franziski – Schlössl“, es wurde eigentlich als reiner Wehrbau entworfen. Seit 1849 ist es ein Ausschank und wurde im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsziel.

 

Karajan Platz

 

Er ist unterhalb des Mönchsbergfelsens in der Salzburger Altstadt. Ursprünglich wurde er nach dem Erzbischof Sigismund Christian Graf Schrattenbach benannt. Dahinter liegt das Sigmundstor, es verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Riedenburg. In der Nähe befindet sich das Bürgerspital, das Große Festspielhaus, die Alte Universität und das Hotel Goldener Hirsch.

 

Kirche St. Blasius

 

Die Erbauung eines Bürgerspitals wurde 1327 angeregt, es sollte Siechen und Kranken Unterkunft bieten. Die Bürger der Stadt sorgten für das leibliche Wohl der Insassen. Die Kirche wurde 1330 erbaut und stand in enger Verbindung mit dem Spital. Es entsteht am Ende der Getreidegasse, direkt unterhalb der Mönchsbergwand. Sie wurde dem hl. Blasius geweiht, mit der Kirche entstand erstmals eine Hallenkirche. Äußerlich schlicht zeigt sie an der Giebelfront den alten gotischen Charakter. Im Sinne der Gotik mit Maßwerk bekam das Gebäude im 19. Jahrhundert zwei Rosetten, eine Kreuzigungsgruppe und anderes Beiwerk. Auch im Inneren zeigt sich Gotik, vor allem im hellen Chor. Der Eingang wird durch ein prachtvolles Rokokogitter abgegrenzt. Durchzogen wird der Raum von schlanken, achtseitigen Pfeilern. Links des Hauptaltars steht das holzgeschnitzte, vergoldete Sakramentshäuschen. Es stammt aus der Spätgotik und hat scheinbar als Behältnis für Reliquien gedient. Das Werk entstand um 1460. Der klassizistische Hochaltar entstand 1785 im Zuge einer Neugestaltung.

 

Makartplatz

 

Er wurde benannt nach dem Maler Hans Makart. Haus Nummer 8 ist das Wohnhaus der Familie Mozart. Die Dreifaltigkeitskirche befindet sich an einem Ende des Platzes. Weitere wichtige Punkte an dem Platz sind das Landestheater und der Haupteingang zum Mirabellgarten.

 

Marienstatue

 

Die Mariensäule steht im Mittelpunkt des Domplatzes, die Statuen sind denen von Wien und München nachempfunden. Das Standbild der unbefleckten Maria wurde vom Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach in Auftrag gegeben, 1766 und 1771 wurde sie geschaffen aus einer Verbindung von Marmorskulptur und Bleiguss. Sie thront auf einem Wolkenberg aus Untersberger Marmor und einer Weltkugel, an vier Seiten ist sie von je einer allegorischen Figur umgeben: Engel, Teufel, Wahrheit und Kirche. An der Domseite ist eine Tafel zur Erläuterung der Mariensäule. Optisch verbindet sie sich mit den Engeln der Domfassade, dort angebracht ist eine Krone wodurch die Säule bekrönt wird.

 

Markuskirche

 

Sie steht nahe des Klausentores am Fuß des Mönchsbergs. Als Schmuckstück barocker Kunst wurde 1699 der Grundstein gelegt. Es ist die Klosterkirche der Ursulinen. Am selben Platz war dreißig Jahre zuvor eine kleinere Kirche, diese wurde durch ein Felssturz zerstört. Zum Zeitpunkt der Erbauung war es eine Meisterleistung. 1705 wurde die Kirche geweiht, die Bauarbeiten zogen sich aber weitere 20 Jahre hin. Bis 1957 waren dort Ursulinen. Die Markus geweihte Kirche trägt heute wieder ihren ursprünglichen Namen. Der Evangelist Markus (Mitte), Augustinus und Ursula schmücken den Giebel der Kirche. Die innere Ausstattung überwältigt die Besucher mit seiner Reichhaltigkeit. Zierdevoller Stuck, farbenfrohe Fresken und das Kuppelgewölbe dominieren den Raum. Die Giebelfiguren schmücken auch das Innere. Die Altarschranken und Kirchenbänke sind auch mit kunstvollen Schnitzereien verziert. Heute hat die Kirche wieder eine grau – grüne Färbung. Das meist diskutierte Kunstwerk, eine Mozart Statue, steht vor der Kirche auf dem Ursulinenplatz. Das beliebte Haus der Natur ist heute im ehemaligen Kloster.

 

Michaelskirche

 

Die älteste Kirche der Bürgerstadt steht sie auf uralten geschichtlichen Boden zwischen Residenz und waagplatz. Bis zum 12. Jahrhundert war sie Pfalzkapelle und Pfarrkirche, in dieser Funktion war sie auch eine Doppelkirche: Oben war der Kaiser mit seinem Gefolge vertreten, sie konnten vom Palais aus hin. Der untere Teil war für die Bürger und vom Marktplatz aus zugänglich. Der gründungsbau entstand vor dem Jahr 800 und ist seit dem Hochmittelalter im Besitz der Erzabtei St. Peter. Sie wollten die Kirche immer erhalten. Nach den Bränden in den Jahren 823 und 1167 wurde sie daher immer wieder rasch aufgebaut. Die Pfarrrechte wurden auf die Liebfrauenkirche übertragen und verlor dadurch ihre geistliche Bedeutung. Die Michaelskirche wurde 1767 bis 1776 umgestaltet, neu ausgestattet und erhielt einen barocken Zwiebelturm. Mittlerweile ist die Kirche in der Häuserflucht des Residenzplatzes eingebunden, daher kann man sie nur schwer als Kirche erkennen. Der Hauptaltar wird geschmückt von einem eindrucksvollen Bild des Erzengels Michael, wie er Luzifer besiegt. Die beiden Erzengel Gabriel und Raphael zieren die Bilder der Seitenaltäre. Das Abschlussgitter stammt aus dem Jahr 1770.

 

Mirabellgarten

 

Der berühmte Garten wurde um 1690 umgestaltet unter Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun. Danach wurde er 1730 wieder wesentlich verändert. 1913 wurde der Pegasusbrunnen aufgestellt. Um den Springbrunnen stehen 4 Figuren, sie symbolisieren die Elemente Feuer, Luft, Erde und Wasser. Ein Heckentheater befindet sich im westlichen Teil des gartens, angelegt zwischen 1704 und 1718. Der Zwerglgarten ist aus der Zeit von Erzbischof Franz Anton. Seit 1854 ist der Garten auch der Öffentlichkeit zugänglich.

 

Mozart Wohnhaus

 

Es wird auch „Tanzmeisterhaus“ genannt, urkundlich erwähnt 1617, bestand es bis 1685 aus zwei Häusern. In dem Haus durften ab dem 3. August 1711 Tanzstunden abgehalten werden. Laut der Volkszählung ist es seit dem das Tanzmeisterhaus. Lorenz Speckner war der Tanzlehrer, sein Sohn Franz Karl Gottlieb Speckner erhielt das Haus am 9. September 1739. Nicht nur Tanz wurde gelehrt, den jungen Adeligen wurde auch das Hofleben beigebracht. Er war einer der Trauzeugen von den Eltern Wolfgang Amadeus Mozarts. Im Dezember 1765 fragte man sich in der Familie Mozart, ob es nicht besser wäre in ein größeres Haus zu ziehen. Am 15. Mai 1767 starb Speckner. Erbin wurde seine Base Maria Anna Raab. Es wurden keine Bälle mehr veranstaltet, die Wohnung vermietet, und der geräumige Saal wurde Hochzeiten zur Verfügung gestellt. Nach der dritten Reise Leopold Mozarts zog die Familie in das Haus am Hannibalplatz (heute Makartplatz 8). Nach dem Tod von Leopold Mozart am 28. Mai 1787 hatte das Haus mehrere Besitzer. Eine Fliegerbombe zerstörte das Haus zu zwei Drittel im Oktober 1944. Der damalige Besitzer verkaufte den zerbombten Teil und es wurde ein Bürohaus errichtet. 1989 ging das Gebäude an die Internationale Stiftung Mozarteum, bereits 1955 haben sie den anderen Teil des Hauses erworben für Museumszwecke. Am 2. Mai begann der Wiederaufbau bzw. die Rekonstruierung. Am 26. Januar 1996 wurde das Mozarthaus wieder eröffnet.

 

Mozartplatz & Mozart Denkmal

 

Nach dem Abbruch mehrerer Häuser entstand der Mozartplatz. Mittelpunkt ist das Mozart Denkmal, feierlich enthüllt wurde es am 5. September 1842 im Beisein der Söhne Mozarts. Die Witwe Mozarts, Constanze von Nissen, war zu dem Zeitpunkt schon verstorben. Eine Gedenktafel an sie hängt am Mozarthaus. Es kamen zwei Plätze für das Denkmal in Frage. Vor dem Mozarthaus oder der Michaelsplatz (heute Mozartplatz), dafür musste der Brunnen mit der bronzenen Statue des hl. Michael weichen. Ludwig I. König von Bayern, war Förderer und stiftete auch den Marmorsockel, welcher heute im Besitz des Salzburger Museums ist. Das Denkmal sollte schon 1841 enthüllt werden, aber der Fund eines römischen Mosaikbodens verzögerte die Enthüllung. Am Mozartplatz ist das „Antretter Haus“, heute ist dort ein Institut für Musikwissenschaft. Die Familie Antretter war eng mit der Familie Mozart verbunden. Im „Schaffner Haus“, nahe dem Waagplatz, wurde der Dichter Georg Trackl geboren.

 

Mozart Geburtsthaus

 

Von 1747 bis 1773 lebte die Familie Mozart im dritten Stock des Hauses in der Getreidegasse 9. Hier wurde Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Es ist benannt nach seinem Eigentümer Johann Lorenz Hagenauer. Am 15. Juni 1880 wurde in dem Haus ein Museum errichtet. Es wurde systematisch um- und ausgebaut, jetzt ist es eine kulturelle Begegnungsstätte und tausende Besucher aus aller Welt sind dort. Die ausgestellten Musikinstrumente in Mozarts Geburtshaus stammen von der Witwe Mozarts und ihren beiden Söhnen. Die Mozartwohnung wurde sorgfältig restauriert und neu gestaltet, damit die Exponate keine Schäden erhalten. Eine bürgerliche Wohnung zu Mozarts Zeiten wurde in der Wohnung von Babett Moll, der ehemaligen Nachbarin, errichtet. Es werden Möbel und Gegenstände des täglichen Gebrauchs gezeigt, zusätzlich gibt es drei Ausstellungen mit Themengebiet: „Mozart und die Salzburger Universität“, „Mozarts Freundschaft zu Salzburger Familien“ und „Kirchenmusik und Heiligenverehrung“. Im zweiten Stock des Hauses gibt es das Thema „Mozart auf dem Theater“, die Opern Mozarts werden auf Miniaturbühnen illustriert. Jährlich wechselnde Ausstellungen werden seit 1981 im ersten Stock gezeigt. Im Mittelpunkt der drei neuen Ausstellungen stehen Mozarts Originalinstrumente und authentische Portraits.

 

Neue Residenz & Salzburger Glockenspiel

 

Sie blickt auf den prunkvollen Brunnen des Residenzplatzes, auf den Dom und die Alte Residenz. Das Glockenspiel hört man mehrmals am Tag und ist auch ein schöner Anblick. Der Bau dauerte mehr als 100 Jahre bis zur Fertigstellung. Am Aussehen waren maßgeblich vier Erzbischöfe beteiligt, aber es war das „Kind“ von Erzbischof Wolf Dietrich von Raichenau. 1588 wurden die Vorgängerbauten abgerissen. Der Neubau sollte als Wohnsitz und als Unterkunft für Gäste genutzt werden. 1605 entschloss sich der Erzbischof die Alte Residenz weiterhin als Wohnsitz zu nutzen. Das Hauptgebäude der Neuen Residenz samt Turm hat Wolf Dietrich fertig gestellt. Sein Nachfolger Erzbischof Markus Sittikus stellte den Trakt an der Kaisergasse fertig. Der Süd- und Südwesttrakt wurde von Erzbischof Max Grandolph von Kuenburg 1674 errichtet, dort fand die Hofbibliothek ihren Platz. Erzbischof Johann Ernst Thun erbaute die Arkaden zu dem hat er den Turm erhöhen lassen und das Glockenspiel, mit 35 Glocken, anbringen lassen. Im zweiten Stock befinden sich die Prunkräume: der Tugendsaal, der Gloriensaal, der Ständesaal, der Feldherrensaal, das Badezimmern und der Bischofssaal. Der Stiegenaufgang wurde reich mit Stuck bearbeitet. Das Salzburg Museum ist seit dem 1. Juni 2007 in dem Gebäude. Das Glockenspiel ist unter dem Helm des Turmes, auf der Westseite. Es erklingt täglich um 7, 11 und 18 Uhr. 1688 bis 1689 wurden die Glocken in Antwerpen gegossen. Der Antriebsmechanismus und die Messingwalze wurden 1702 hergestellt. Das Glockenspiel läuft seit 1704, derzeit sind es 40 Musikstücke. 16 stammen von Johann Michael Haydn. Die Stücke von Vater und Sohn Mozart wurden im 19. Jahrhundertbearbeitet. Ein Uhrwerk wurde 1873 eingebaut, damit das Spielwerk zu bestimmten Uhrzeiten ausgelöst werden konnte.

 

Pferdeschwemme

 

Sie entstand im Jahr 1693 mit der Errichtung der Stirnfassade des Marstalls. Früher stand der „Rossebändiger“, die Mittelgruppe, in einem ovalen Bassin axial zum Portal des Hofmarstalls. Dahinter war eine ungegliederte Palastfassade, in Fresken ausgeführte Pferdedarstellungen waren zu sehen. Im Jahre 1732 wurde sie am heutigen Herbert – von – Karajan – Platz restauriert. Um 90 Grad wurde die Rossebändigergruppe gedreht und bekam einen neuen Sockel. Das Becken wird seit dem von einer Balustrade umfasst. Auf der Rückwand sind Pferdefresken zu sehen.

 

Residenz zu Salzburg – Prunkräume

 

Ende des 16. Jahrhunderts erhielt es seine heutige Form, einer prächtigen Frühbarockanlage. Man kann die Prunkräume sowie die Residenzgalerie besichtigen. Sie liegt im Herzen der Stadt, hat rund 180 Räume und drei große Innenhöfe. Bis ins 19. Jahrhundert lenkten von hier aus die Fürsterzbischöfe die Geschicke des Landes. Jahrhunderte lang wurde die Residenz gebaut und umgebaut. Die Stätte hat an ihre Repräsentationsfunktion nichts eingebüßt. Auch in den letzten Jahrzehnten waren viele gekrönte Häupter, Staatschefs und bedeutende Persönlichkeiten dort. Heute  wird sie genutzt für repräsentative Empfänge, Tagungen und internationale Kongresse. Durch ein großes Marmorportal, vom Residenzplatz aus, betritt man die Residenz. Über dem Marmorportal ist das Wappen der Fürsterzbischöfe Wolf Dietrich, Paris Lodron und Franz Anton Harrachs. Über die Haupttreppe kommt man in den Carabinierisaal. Er wurde um 1600 erbaut und hat den Namen von der Leibgarde des Fürsterzbischofs, er war auch Theater- und Festsaal. Die weiteren Prunkräume wurden zur Repräsentation genutzt, im 18. Jahrhundert wurden sie neu gestaltet. Konzertaufführungen fanden häufig im Rittersaal statt. Der junge Mozart war regelmäßig Gast in der Residenz. Auch heute finden in dem Saal noch Konzerte statt. Am 1. Mai 1816 nahm Kaiser Franz I. dort die Huldigungen der Salzburger Stände entgegen. Weitere Säle sind das Konferenz- und Ratszimmer, die Antecamara und der Audienzsaal. Der prunkvollste Saal ist der Audienzsaal, er war der Mittelpunkt der Repräsentationsräume. Es gibt noch viele weitere Prunkräume. Einige markante Teile sind in der Paris – Lodron – Universität untergebracht. Der so genannte Toskana – Trakt befindet sich im nördlichen Teil. Bei Renovierungsarbeiten wurden wertvolle Bauteile freigelegt, es wurden wertvolle archäologische Funde gemacht.

 

Residenzplatz & Residenzbrunnen

 

Zwischen den fürsterzbischöflichen Residenzen liegt der Prunkvolle Vorplatz. Von den fünf Plätzen die unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau erbaut wurden ist der residenzplatz mit der üppigen barocken Brunnenanlage. Für sein entstehen wurden 55 Gebäude abgerissen. Der Brunnen gilt als schönster der Stadt Salzburg. Vier Meeres- bzw. Wasserrösser scheinen aus einem Felsberg hervorzupreschen. Athletische Männer, mit flachen wasserschalen, posieren auf dem Felsen. Drei Delphine halten ein muschelartig gewelltes Wasserbecken. Das oberste Becken trägt einen Triton, dieser stößt senkrecht Wasser in die Luft. Der Platz ist heute immer wieder Schauplatz großer Sport- oder Musikveranstaltungen, im September findet dort der Rupertikirtag statt und in der Adventszeit der Christkindlmarkt. Der residenzplatz wird neu gestaltet, nach dem in jüngster Zeit ein Teil der historischen Flusssteinpflasterung freigelegt wurde.

 

Sebastianskirche & Friedhof

 

Die Kirche wurde 1505 bis 1512 von Erzbischof Leonhard von Keutschach errichtet. Das baufällige Gebäude wurde 1750 abgetragen und durch eine Saalkirche ersetzt. Besondere Kostbarkeiten sind das prachtvolle Rokokoportal und das Abschlussgitter aus 1752. Aus dem jahr 1611 stammt der Hochaltar mit der Strahlenmadonna mit dem Kind. Der stadtbrand von 1818 hat auch hier gewütet. Das Deckengemälde und Hochaltarbild fallen den Flammen zum Opfer. 1820 begann die Wiederherstellung der Kirche. Es kamen Bildnisse zeitgenössischer Kultur hinein und Beichtstühle in zeitgemäßer Form. Im Durchgang zum Friedhof befindet sich seit 1564 das Grabmal von Paracelsus. Der Friedhof wurde angelegt in der Art eines italienischen Campo Santo zwischen 1595 und 1600. Viele berühmte Familienmitglieder der Stadt Salzburg haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

 

Schkosskirche Mirabell

 

Von der Schlosskirche, erbaut von Fürsterzbischof Wolf Dietrich) ist nicht mehr viel erhalten. Erzbischof Franz Anton ließ 1721 bis 1727 das Gebäude umbauen, es gab eine neue Schlosskirche. Die Einweihung zu Ehren des hl. Johannes von Nepomuk fand am 12. Mai 1726 statt. Eine Neuerrichtung fand 1818 nach dem Stadtbrand statt. Renovierungen fanden 1952 und 1988 statt. Die Altkatholiken sind dort seit 1938. Der sakralraum ist in den Farben weiß und Gold gehalten, die Wände mit Marmorstuck überzogen. Von 1722 ist der Hochaltar, aus grauem und rosa Marmor, er reicht bis zur Kuppel. Auf dem Altarbild ist Johannes von Nepomuk zu sehen. An den Säulen stehen der hl. Augustinus, Rupert, Virgil und Martin.

 

Schloss Mirabell

 

Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau erbaute das Schloss für seine Salome Alt errichtet, im Jahr 1606, als Schloss Altenau. Von ihren 15 Kindern blieben 10 am Leben. Erzbischof Markus Sittikus benannte es in „Mirabell“ um. 1721 bis 1727 ließ FürsterzbischofFranz Anton das Gebäude großzügig umbauen und zu einer geschlossenen Anlage zusammenfassen. Das Schloss wurde schwer beschädigt beim Stadtbrand am 30. April 1818, unter anderem fielen auch die Fresken von Johann Michael Rottmayr und Gaetano Fanti den Flammen zum Opfer. Marmortreppe und Marmorsaal blieben unversehrt. Mirabell bekam danach seine heutige Gestalt. Fensterumrahmungen, Kapitelle und Stuckwerk erinnern an vergangene Zeiten. Sehenswert ist das Treppenhaus, anmutige Putten zieren die Marmor – Balustrade und die Skulpturen in den Nischen gehören zu den schönsten Schöpfungen. Der Bürgermeister und die Stadtverwaltung sind heute in dem Gebäude. Der Marmorsaal gilt als einer der schönsten Trauungssäle der Welt.

 

St. Erhard Kirche

 

Die Kirche steht im Nonntal, nicht weit von ihr entfernt wurde das älteste römische Haus Salzburgs entdeckt. Als Spitalskirche erbaut gehörte es zu den Besitztümern des Stift Nonnberg. Der hl. Erhard war wahrscheinlich ein iroschottischer Mönch, und galt als wundertätiger Helfer der Kranken und Beschützer der Armen. Früher stand an der Stelle der Kirche eine kleine Kapelle, die Kirche wurde 1689 fertig gestellt, 1727 wurde gegenüber ein Friedhof angelegt, dieser wurde Mitte des 19. Jahrhunderts aufgelassen. 1853 wurde es eine Pfarrkirche und dies ist sie heute noch. Sie wurde erbaut im Stil des italienischen Barock. Besonderheiten sind die kuppelbekrönte Zweiturmfassade, die zweiflügelige Treppe und der Wandbrunnen mit Löwenkopf als Wasserspeier. Das Wasser kommt angeblich aus einer Heilquelle mit reinigender und lebensspendender Wirkung. Geprägt wurde das Innere durch reiche Dekoration und einen farbenreichen Stuck. Das Hochaltarbild zeigt die taufe der Odilia durch den hl. Erhard, der Hochaltar selber ist großzügig mit Stuckmarmor verkleidet. Am Hochrelief sind vier Figuren, die drei Salzburger Gründungsbischöfe Rupert, Vitalis und Virgil, Figur vier zeigt den hl. Martin von Tour.

 

Waagplatz

 

Er befindet sich am Ende der Judengasse und geht in den Mozartplatz über. Der Platz wurde als Heumarkt (15. Jahrhundert) und Brotmarkt (1430) genutzt, der Name des Platzes stammt aus dem Mittelalter. Auf dem Platz stand damals die öffentliche Stadtwaage, dort wurde das Getreide für den Kauf abgewogen. 1328 bis 1407 war das Gebäude am Waagplatz 1 ein Gerichtsgebäude, Hinrichtungen fanden vor dem Haus statt. 1590 war dort noch der Pranger, im 17. Jahrhundert wurde er in die Griesgasse verlegt. Um 1500 entstand dort eine Trinkstube. 1635 brannte das Gebäude ab und danach entstand dort ein Wirtshaus mit Gästeherberge unter verschiedenen Namen. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das Schafferhaus am Waagplatz. Es hat zwei Hofflügel und ein Hinterhaus. Bemerkenswert sind die dreigeschossigen Arkaden, die Fassade wurde um1860 gestaltet. Am 3. Februar 1887 wurde in dem Haus ser Dichter Georg Trakl geboren. In dem Haus befinden sich ein Museum und eine Gedenkstätte für den Dichter. Vor 1328 war das Waaghaus am Waagplatz 3 das Gerichtsgebäude, es wurde früher Schranne genannt. Es war seit seiner Gründung die städtische Hauptwaage und bis 1815 Eigentum der Stadt.

 

Bericht über ein paar Tage in der Stadt

21.04. und 22.04.2013

 

Sonntagnachmittag Ankunft im NH Hotel Salzburg. Feines, kleines Zimmer mit kuscheligem Bett. Taschen abgestellt, umgezogen für den Abend und los ging es zum Sightseeing. Erst ging es zur Sebastianskirche, welche unauffällig in der Fußgängerzone steht. Der Eingang ist reich verziert, wenn man hinein geht steht man leider vor einem Gitter und man kann nicht bis zum Altarraum vordringen. Seitlich geht es direkt in den Innenhof der Kirche, im Rundgang gibt es viele Bilder, Grabmale und Skulpturen zu sehen. Der Innenhof ist ein Friedhof (Sebastians Friedhof), klein und unscheinbar, wenn da nicht eine Besonderheit wäre: Auf diesem Friedhof ist der Vater (Leopold Mozart) von W. A. Mozart begraben, sowie die Frau (Constantia Mozart, geb. Nossen) von W. A. Mozart. An der Seite, unter den Bögen, ist das Grab von Paracelsus zu sehen. Weiter ging es zur Fußgängerzone, runter an die Salzach. Dort gibt es kleine Kaffees in denen man gut verweilen kann. Da ich mehr Hunger auf etwas Herzhaftes hatte, ging es zum Stadtwirt, einfach über die Hauptstraße und man sieht ihn schon. Sehr urig und lecker Schnitzel. Langsam wurde es dann auch Zeit für das Musical The Sound of Music im Landestheater. Von dort aus kann man direkt am Makartplatz Richtung Schloss Mirabell mit dem wundervollen Garten sehen. Auch an diesem Platz ist das Wohnhaus von Mozart. Den Abend habe ich dann im Theater gesessen, danach noch mal zurück zum Stadtwirt, bevor es zum Hotel ging.

Wir waren zu dritt in Salzburg und eine Person nahm dann schon nach dem Frühstück Abschied von uns. Zu zweit brachten wir sie Richtung Bahnhof, es ging entlang der Sebastianskirche Richtung Andräkirche und Markatplatz zum Mirabellgarten. Am Mirabellgarten gab es dann die große Verabschiedung. Zu zweit wurde der Garten besichtigt der mit Blumen übersät war. Den Pegasusbrunnen haben wir gesehen, Einhörner und es ging auch in den Zwerglgarten. Natürlich durfte das Schloss nicht fehlen mit dem dazugehörigen Brunnen. Es ging weiter am Landestheater vorbei zum Hotel Sacher, über die Staatsbrücke zur Getreidegasse. In der Gasse wurden erst Mal einige Geschäfte unsicher gemacht. Das Rathaus wurde ordentlich betrachtet, bevor es in die Judengasse ging. Auch dort überall kleine Geschäfte und Souvenirläden. Vom Waagplatz ging es zum Mozartplatz, wo eine große Skulptur von Wolfgang Amadeus steht. Dort kann man auch die Michaelskirche sehen und zum Residenzplatz kommen, mit der Residenz der Erzbischöfe, welches jetzt ein Museum ist. Direkt daneben ist der Dom, davor stehen ganz viele Kutschen die zu einer Fahrt einladen. Wir sind dann auch eingestiegen, für eine Altstadt Rundfahrt (40 Euro pro Fahrt). Es ging entlang der Franziskanerkirche, dem Rupertinum, das Haus für Mozart, die Kollegienkirche, dem Großen Festspielhaus, der Pferdeschwemme, der Bürgerspitalkirche, dem Rathaus, der Alten Mauer, dem Trakthaus, der Neuen Residenz und dem Kapitelplatz. Zu Fuß ging es dann in den Dom, der auch von Innen sehr imposant ist, am besten gefiel mir aber die Unterkirche, wo einige Fürst Erzbischöfe begraben sind. Im Dom gibt es dann auch eine riesige Orgel. Durch ein paar Bögen kommt man auf einem Platz mit Souvenirstände, etwas weiter hoch entdeckt man dann die Erzabtei St. Peter mit dem Friedhof auf dem Nannerl Mozart beerdigt wurde. Es ging von dort zum Alten Markt in die Getreidegasse. Dort steht auch das Geburtshaus vom W. A. Mozart. Über einer kleinen Brücke ging es dann Richtung Hotel Sacher, ins Kaffee ein schönes Stück Sachertorte genießen. Danach ging auch für uns das Erlebnis Salzburg zu Ende und es ging mit dem Auto zurück.