Wien

Albertina

Über den hohen Mauern der Augustinerbastei ließ Herzog Albert um das Jahr 1776 das bis dahin größte habsburgische Wohnpalais zu einer Gemäldegalerie ausbauen. Nach aufwändigem, 2003 abgeschlossenen Umbau und Renovierung hat sie einen imposanten Eingang mit kühnem Dachsegel, mehrere Cafes und ein Studienzentrum. Die Albertina zählt zu den bedeutendsten Museen der Welt und beherbergt die berühmte Sammlung des Herzog Albert von Sachsen – Teschen. Herausragende Ausstellungen zeigen berühmte Künstler der Moderne und die großen Meisterwerke der Kunstgeschichte.

 

Aspern und Eßling

Napoleon I. machte sich nach einer Reihe militärischer Siege zum Beherrscher Westeuropas. Sein Triumphmarsch wurde jedoch 1809 in der Nähe von Wien unterbrochen. In der Schlacht bei Aspern und Eßling am 21. und 22. Mai fügte ihm Erzherzog Carl die erste Niederlage zu. Doch wenig später schlug er die Österreicher.

Napoleonsteine

1859 wurden in der Lobau zur Erinnerung an allen markanten Orten die obeliskförmigen Gedenksteine aufgestellt. Ebenso wurde der „Löwe von Aspern“ enthüllt.

Museum Aspern

Im Museum „Aspern 1809“ erinnern viele Gegenstände an die Schlacht.

Museum Eßling – Schüttkasten

Während der Schlacht im Mai 1809 verschanzten sich die Franzosen im heute noch bestehenden Getreidespeicher von Eßling. Im Vorderteil dieses historischen Gebäudes befindet sich ein kleines Museum.

 

Augustinerkirche

As in den Dreißigerjahren des 14. Jahrhunderts erbaute Gotteshaus, eine gotische Hallenkirche mit schönen Netz- und Kreuzrippengewölben, diente den Habsburgern seit Mitte des 17. Jahrhunderts als Hofpfarrkirche. Hier wurde der Nachwuchs der Kaiserfamilie getauft, hier traten viele ihrer Mitglieder vor den Traualtar. In dem schmalen und hohen, dreischiffigen Innern sind besonders bemerkenswert das von dem klassizistischen Bildhauer Antonio Canova gestaltete Marmorgrabmal für Erzherzogin Maria Christine, ferner die gotische Georgskapelle und schließlich das sogenannte Herzgrüfterl, das 54 Urnen mit den Herzen der Habsburger birgt.

 

Belvedere

Das Sommerschloss von Prinz Eugen, ist eines der schönsten Barockbauwerke der Welt. Die weitläufige, aus zwei Palästen bestehende Anlage gilt nicht nur als Meisterwerk, sonder als eine der grandiosesten Barockschöpfungen überhaupt. Das auf einer Anhöhe thronende Obere Belvedere zeigt die Highlights des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Gebäude schuf sich der legendenumwobene Feldherr und Türkenbezwinger aus Savoyen bloß zum Repräsentieren. Dementsprechend wurde das Obere Belvedere mit einem Audienzsaal, einem Spiegelkabinett, einer Kunstgalerie, einem Konferenzsaal und einem Kaffeezimmer ausgestattet. Der Bau beherbergt in seinen kostbar ausgestatteten Räumlichkeiten heute die Österreichische Galerie. Gewohnt hat der „edle Ritter“ im unteren Belvedere, einem nur unwesentlich bescheideneren Bau, der gleichfalls einen mit Fresken und Stuckwerk üppig verzierten Marmorsaal, einen Spiegelsaal und eine Prunkgalerie besitzt. Hier logiert heute das Barockmuseum. In der benachbarten Orangerie ist das Museum mittelalterlicher Kunst zu Hause. Zwischen beiden Schlössern erstreckt sich ein langer, terassierter Garten.

 

 

Burgtheater

Kaum jemand, der zum ersten mal vor dem Burgtheater steht, kann sich eines ehrfürchtigen Gefühls erwehren. An diesem Weiheort deutschsprachiger Theaterkultur ist nicht nur interessant was auf der Bühne geschieht. Auch das 1874 – 88 nach Plänen Gottfried Sempers und Karl von Hasenauers entstanden Gebäude selbst verdient nähere Betrachtung: seine Fassade im Stil der italienischen Hochrenaissance, sowie das prunkvolle Innere mit den freskenverzierten Feststiegen und Pausenräumen und dem 1500 Menschen fassenden Saal. Der Zuschauerraum kann seine Vergangenheit als ehemaliges kaiserliches Hoftheater nicht verleugnen. Das Herzstück ist aber die Bühne dieses Hauses. Es war der erste elektrisch beleuchtete Monumentalbau. Das Burgtheater war aber auch oft Austragungsort von Glaubenskriegen um die Kunst.

 

Die Kaiserappartements

Die Hofburg diente über 600 Jahre als Residenz der Habsburgerdynastie. Über die prachtvolle Kaiserstiege gelangt man in die 19 Amts- und Wohnräume von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Die Kaiserappartements geben somit Zeugnis sowohl vom Glanz der Habsburgermonarchie als auch der persönlichen Geschichte ihrer Bewohner.

 

Dominikanerkirche

Die Fassade dieses Mitte des 17. Jahrhunderts errichteten Barockhaus erinnert mit ihrer Freitreppe, den Giebeln und Pilastern an römische Vorbilder, doch im frisch renovierten Innern senkt sich die ganze Pracht des Wiener Frühbarock auf den Betrachter herab.

 

Hofburg

Der Weg in die Hofburg, vom Michaelerplatz aus, führt zuerst durch die Michaelerkuppel. Über die Treppe links geht es in die so genannten Kaiserappartements. Rechts befindet sich die Hoftafel- und Silberkammer mit kostbaren Exponaten aus dem Kaiserhaus. Gleich nebenan singen an Sonn- und Feiertagen die Wiener Sängerknaben morgens die Messe, außer in Sommermonaten. Über 600 Jahre lang war die Burg die Residenz des österreichischen Herrscherhauses. Anfangs eine vergleichsweise kleine Burg, wuchs sie im Lauf der Jahrhunderte zu einem vielfach verschachtelten Gebäudekomplex. Ältester teil ist der Schweizerhof, von dem aus man die Schatzkammer und die im Kern gotische Burgkapelle betritt. Schöpfungen des 16. Jahrhunderst sind die Stallburg, der Amalientrakt und das rot-schwarz-goldene Schweizertor. Im 17. Jahrhundert entstand der Leopoldinische Trakt und im 18. Jahrhundert der Reichskanzleitrakt. Vater und Sohn Fischer schufen die Winterreitschule, in der die Lipizzaner ihre Künste vollführen, sowie die Nationalbibliothek dessen Prunksaal mit seiner gewaltigen Kuppel vielfach als schönster Bibliothekssaal der Welt bezeichnet wird. Der Michaelertrakt wurde Ende des 19. Jahrhunderts vollendet. Als letztes folgte 1891 – 1913 die Neue Burg. Von den insgesamt rund 2500 Räumen ist nur ein Bruchteil zu besichtigen. Da sind die Kaiserappartements sowie die Silberkammer. Dann die Schatzkammer, die Burgkapelle, der Prunksaal der Nationalbibliothek, die Spanische Reitschule und die zum Kunsthistorischen Museum gehörige Hofjagd- und Rüstkammer, die Sammlung alter Musikinstrumente und das Ephesosmuseum.

 

Hundertwasserhaus

Die kommunale Wohnanlage der kuriosen Art ist eine Kreation des Malers Friedrich Hundertwasser der sich allen Regeln der Symmetrie und Rechtwinkeligkeit wiedersetzte und ein viel bestauntes Gesamtkunstwerk schuf.

 

Kapuzinergruft

Kaiser Ferdinand III. bestimmte die Kapuzinergruft zur offiziellen Bestattungsstätte des Kaiserhauses. Jetzt ruhen dort 146 Verstorbene in 138 Metallsärgen. Hier wurden seit 1632 sämtliche habsburgischen Herrscher und ihre nächsten Angehörigen bestattet. Als letzten Kaiser setzte man 1916 Franz Josef I. in der Kaisergruft bei Das letzte Begräbnis fand erst 1989 statt, als Kaiserin Zita hier ihre letzte Ruhe fand. Das Zentrum der Gruft bildet der üppig mit lebensgroßen Figuren verzierte Doppelsarkophag von Maria Theresia und ihrem Gatten Franz Stephan von Lothringen. Auch Kaiser Franz Joseph hat in der Kapuzinergruft seine letzte Ruhestätte gefunden, zusammen mit Kaiserin „Sissi“, Kronprinz Rudolf und dem in Mexiko ermordeten Maximilian. Vollständig sind die kaiserlichen Überreste allerdings nicht.

 

Karlskirche

Als 1713 eine Pestepidemie über 8 000 Wiener hinwegraffte, versprach Kaiser Karl VI. dem für die Seuche zuständigen Heiligen Karl Borromäus für den Fall, dass der Schrecken ein baldiges Ende habe, eine Kirche. Der Votivbau wurde 1737 geweiht und gilt als eines der bedeutendsten Barockbauten, welcher alle anderen Hässlichkeiten vergessen lässt. Mit seiner gewaltigen, patinagrünen Kuppel, 72 Meter hoch und der von zwei ebenso imposanten Triumphsäulen, welche an islamische Minarette erinnern, flankierte Mittelfront in Form eines antiken Tempels diente er nicht nur der Verherrlichung Gottes, sondern sollte zusätzlich auch den imperialen Machtanspruch der Habsburger unterstreichen. Der ovale, in subtilen Pastellfarben gestaltete Innenraum wird von einem monumentalen Deckenfresko von Johann Michael Rottmayr ausgeschmückt. Die beiden Seitenkapellenerinnern an die italienische Renaissance, die Dächer an chinesische Pagoden.

 

Lobau

Mit der Lobau hat Wien etwa ein Viertel des 9 300 Hektar umfassenden Nationalparks Donau-Auen innerhalb seiner Landesgrenzen. Die rasch fließende Donau hat diese einzigartige Landschaft geformt. Ihre Vielfältigkeit an Tier- und Pflanzenarten übertrifft viele andere naturnahe Landschaften Europas. Die charakteristischen Landschaftsformen reichen von malerischen Altarmen über dschungelartige Wälder bis zu sehr trockenen Heißländs. Schon 1978 wurde die Lobau zum Naturschutzgebiet erklärt. Im selben Jahr wurde die Untere Lonau von der UNESCO in die Liste der bedeutendsten Feuchtgebiete der Welt aufgenommen .Die bereits über Jahrzehnte von der MA 49 betreuten Flächen der Lobau wurden schließlich am 26.10.1996 gemeinsam mit den Flächen in Niederösterreich zum Nationalpark Donau-Auen erklärt.

 

Maria – Theresien – Denkmal

Das mächtige Monument, ein Werk Caspar Zumbuschs (1874 – 88), zeigt die Kaiserin inmitten ihrer wichtigsten Mitstreiter für das Wohl der „Casa Austria“.

 

Mariahilfer Straße

Vor allem der Abschnitt innerhalb des Gürtels, zwischen Westbahnhof und Museumsquartier, lohnt mit seinem ansprechenden Mix an Kaufhäusern, Restaurants, Bars und originellen Läden einen mehrstündigen Shoppingbummel.

 

Michaelerkirche

Die beste Methode, zur Kirche zu kommen ist, vom Michaelerplatz aus. Auf der einen Seite dieses Platzes, auf dem vor wenigen Jahren römische Ruinen – möglicherweise das Rotlicht-Bezirk von Vindobona – freigelegt wurden. Hinter der klassizistischen, von einem achteckigen Turm überragten Fassade verbirgt sich das altehrwürdige Gotteshaus, das zu großen Teilen noch aus der Spätromanik, dem frühen 13. Jahrhundert stammt. Der Chor ist gotisch, der von Statuen bekrönte Portalvorbau Barock. Es beherbergt u. a. einen barocken Hochaltar und aufwändigen Figurenschmuck.

 

Museumsquartier

Innerhalb des von Grund auf sanierten Ensembles der ehemaligen barocken Hofstallungen ist in den letzten Jahren auf 60 000 Quadratmeter ein einzigartiger Museumskomplex entstanden. Seit seiner Eröffnung im Sommer 2001 bildet er gemeinsam mit den nahen Kunst- und Naturhistorischen Museen und der Hofburg eines der größten Kulturviertel der Welt, wobei das Spannungsfeld zwischen barocker und zeitgenössischer Architektur die Vielfalt des kulturellen Angebots wiederspiegelt. Das Museumsquartier dient aber dank der insgesamt zehn Ein- und Durchgänge und seiner zahlreichen gastronomischen betriebe auch als attraktive Passage zwischen der historischen Innenstadt und den angrenzenden Bezirken sowie als bis tief in die Nacht pulsierender Treffpunkt.

 

Naschmarkt

Urwienertum und Balkan im Wiental. Größter und wohl auch schönster Lebensmittelmarkt der Stadt, über 500 m lang und wunderbar sinnlich.

Der Wienfluss wurde Ende des 19. Jahrhunderts gezähmt. Er erhielt ein steinernes Bett und wurde auf langen Strecken überdacht. Den Fluss entlang führt die Trasse der Stadtbahn. Einige der 30 Stadtbahnstationen im klassischen Jugendstil wurden bereits in den Farben Weiß, Grün und Gold renoviert, sie sind echte Lichtblicke im Stadtbild. Bei der Stadtbahnstation Kettenbrückengasse befinden sich die beiden Highlights des Wientals: zwei von Otto Wagner gebaute Wohnhäuser, das Majolikhaus und daneben das mit goldenen Medaillons, Palmblättern und Girlanden geschmückte Haus. Gegenüber von diesen beiden spektakulären Gebäuden herrscht Samstags immer Hochbetrieb auf dem Flohmarkt, der stadteinwärts in den Naschmarkt übergeht. Das Angebot an frischem Obst und Gemüse aus der ganzen Welt und an Fisch und Fleisch ist überwältigend. Die Händler kommen aus aller Herren Länder. Vorbei am Theater an der Wien führt der Weg zur Secession.

 

Parlament

Der 1873 – 83 errichtete Bau ist sowohl Sitz des National- als auch des Bundesrat. Es diente in den letzten Jahrzehnten der Monarchie beiden Kammern des damaligen Reichstages. Mit seiner harmonisch gegliederten Fassade und der elegant geschwungenen Rampe gilt es als schönstes Bauwerk der Ringstraßenzeit. Eine Panne passierte beim Prachtbrunnen. Für ihn war ursprünglich eine monumentale „Austria“ als Zentralfigur vorgesehen. Um die anderen Kronländer der Monarchie nicht zu brüskieren, musste die „Austria“ der „Pallas Athene“ weichen. Mit den antikisierenden Formen und dem Brunnen der Weisheitsgöttin Pallas Athene vor der Hauptrampe wollte der Schöpfer, Theophil Hansen, die Einhaltung der griechischen Ideale der Demokratie anmahnen.

 

Pestsäule

Die von Kaiser Leopold I. gestiftete Dreifaltigkeitssäule erinnert an eine verheerende Pestepidemie, die 1679 über 100 000 Wiener dahin raffte. Das hochbarocke Wolkengetürm entsprang der Phantasie des Theateringenieurs Lodovico Burnacini. Den Sockel schuf Johann Bernhard Fischer von erlach, die Skulpturen Paul Strudel.

 

Prater

Diese fast 15 km lange, von Altwasserarmen durchzogene Wald- und Wiesenlandschaft nahmen die Wiener schon 1766 als Erholungsgebiet in Beschlag, nachdem Joseph II. das bis dahin kaiserliche Jagdgebiet allgemein zugänglich gemacht hatte. Bis heute bildet der Prater eine der großen grünen Lungen der Stadt. Im westlichen, stadtnahem Bereich entstand schon im frühen 19. Jahrhundert ein Sammelsurium von Vergnügungsstätten und Gasthäusern, der sogenannte Wurstelprater. Zu den „Pflichten“ jedes Stadtbesuchers zählt die gut zehnminütige Fahrt mit dem Riesenrad, einer 1896/97 errichteten, 67 m hohen Eisenkonstruktion, die als eines der Wiener Wahrzeichen gilt.

 

Rathaus

Das in den Jahren 1872 – 1883 im neugotischen Stil erbaute Rathaus ist das administrative Herz der Stadt. Es enthält alles, was ein neugotischer Prunkbau braucht. Der Festsaal ist der größte von ganz Österreich. Auf der Spitze des rund 100 Meter hohen Hauptturmes wacht der Rathausmann. In den letzten Jahren hat sich der Platz vor dem Rathaus zu einem kommunikativen Zentrum entwickelt. Wo es alljährlich nur am 1. Mai rund ging, werden im Frühjahr mit einem großen Festakt die Wiener Festwochen eröffnet.

 

Schatzkammer

Eine der wertvollsten Preziosensammlungen der Welt ist in der „Weltlichen und Geistlichen Schatzkammer“ zu bewundern. Sie umfasst die Insignien des Heiligen Römischen Reichs wie Lehensschwert, Zepter, Reichskrone und –schwert, die so genannten unveräußerlichen Erbstücke der Habsburger, die Schätze der Burgunder, des Ordens vom Goldenen Vlies und vieles mehr.

 

Schloss Schönbrunn

Die Sommerresidenz der Habsburger ist neben Stephansdom und Belvedere Wiens Hauptattraktion. Die Anlage geht auf einen bürgerlichen Herrensitz zurück, den Kaiser Maximilian II. 1559 kaufte und zu einem Jagdschloss ausbaute. Nach dessen Zerstörung durch die Türken1683 erstand der Bau in seinen heutigen Grundformen mit den beiden langen Seitenflügeln, dem weiten zur Straße gerichteten Ehrenhof und der Freitreppe an der Gartenfront. Zum strahlenden Mittelpunkt der Monarchie wurde Schönbrunn erst unter Kaiserin Maria Theresia. Auf ihr Geheiß gestaltete der junge Architekt Nicolaus Pacassi das Schloss in den Jahren 1744 – 49 dem damaligen, spätbarocken Stilempfinden gemäß um, verpasste ihm ein weiteres Geschoss sowie zahlreiche zusätzliche Balkone und Treppen, schuf im Mitteltrakt eine Durchfahrtshalle und baute das entzückende, barocke Schlosstheater. In den Wohn- und Repräsentationsräumen hielt der neue, elegant verspielte Rokokostil Einzug. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde in Schönbrunn Geschichte geschrieben. Zweimal bezog Napoleon hier Quartier. 1814/15 tanzte in seinen Prunksälen der Wiener Kongress. 1832 starb in seinen mauern der Herzog von Reichstadt. Kurz davor wurde hier der spätere Kaiser Franz Joseph geboren. Und 1918 unterzeichnete dessen Großneffe Karl im Blauen Salon die Abdankungsurkunde. Von den insgesamt über 1400 Räumen des Schlosses sind die knapp 50 schönsten in Rahmen von Führungen zu besichtigen, darunter die große Galerie, das Vieux-Laque-Zimmer, das Millionenzimmer, in dessen Täfelung aus Rosenholz260 persisch-indische Miniaturen eingefügt sind, das Napoleonzimmer mit den riesigen Brüsseler Tapisserien, das chinesische Rundkabinett und die spartanisch gehaltenen Wohn- und Arbeitsräume Kaiser Franz Josephs. Von Interesse ist auch die Wagenburg mit ihrer einzigartigen Sammlung von 60 Prunkwagen. Keinesfalls versäumen sollte man einen ausführlichen Rundgang durch den wunderschönen Schlosspark.

 

Schlosspark Schönbrunn

Nicht nur die Hecken, Blumenrabatten und Rosengärten sind wundervoll, man kann in dem Park noch viel mehr sehen. Hier steht das riesige Palmenhaus, ein Heckenirrgarten und das Wüstenhaus, direkt gegenüber vom Palmenhaus. Auch der Tiergarten befindet sich auf dem Gelände. Hier gibt es auch viel Denkmäler und Skulpturen zu sehen.

 

Secession

Ende des 19. Jahrhunderts formierte sich in Wien eine Gruppe aufmüpfiger Maler und Architekten zur „Secession“, zum „Auszug“. Sie entwickelte als Protest gegen die überladene Ringstraßen-Architektur den Jugendstil. 1897/98 schuf Josef Maria Olbrich für die „Wiener Secession“ dieses Ausstellungs- und Klubgebäude. Der von einer Kuppel aus filigranem, vergoldetem Blattwerk bekrönte Bau gilt als ein Hauptwerk des Wiener Jugendstils. Über dem Portal prangt auch heute noch in Goldlettern der seinerzeit als pure Provokation gedacht Wahlspruch: „Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit.“

 

Silberkammer

Nach dem Ende der Habsburgermonarchie gingen die Bestände der Hofsilber- und Tafelkammer an die Republik Österreich über. Heute sind die Glanzstücke des kaiserlichen Haushaltes in der Silberkammer zu bewundern. Neben wertvollem Glas, Silber und Porzellan werden auch Tafelwäsche sowie Koch- und Backutensilien aus de Hofküche präsentiert.

 

Sisi Museum

Im Sisi Museum begibt man sich in sechs Räumen auf die Spuren der außergewöhnlichen Kaiserin. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht die private Elisabeth. Die rastlose Kaiserin wird auf ihren Reisen bis zu ihrer Ermordung im Jahr 1898 in Genf begleitet. Zu den Highlights zählen neben einer Vielzahl persönlicher Elisabeth – Objekte, eine Kopie des „Polterabendkleides“ der jungen Braut und die berühmtesten Portraits sowie Schmuckstücke der schönen Kaiserin.

 

Spanische Hofreitschule

Von dem Arkadengang in der Reitschulgasse aus öffnet sich der Blick in den von dreistöckigen Laubengängen gesäumten Hof der Stallburg. Kaiser Ferdinand I. ließ diesen architektonisch formvollendeten Bau in den Jahren 1558 – 65 für seinen Sohn errichten. Nach dem Tod Ferdinands wurde der lupenreine Renaissance Bau zu einem Hofstallgebäude umfunktioniert. Heute beherbergt er die Lipizzaner.

 

Stadtpark

Diese grüne Insel der Ruhe wurde 1862 eröffnet und bildete den ersten von der Stadtverwaltung angelegten Park. Seine geschlängelten Spazierwege sind von zahlreichen Denkmälern gesäumt, Deren berühmtestes zeigt Johann Strauß Sohn, wie er zum Walzer aufgeigt. Des weiteren verewigt wurden hier Schubert, Bruckner, Lehar, Robert Stolz und andere. Schön ist die Treppenanlage mit ihren Pavillons.

 

Stephansdom

Dieses von den Wienern liebevoll „Steffl“ genannte Wahrzeichen der Stadt ist das bedeutendste gotische Bauwerk Österreichs. Seine Entstehungsgeschichte reicht bis 1147 zurück, als man hier eine erste, noch romanische Kirche weihte. Diese wurde Mitte des 13. Jahrhunderts durch einen ebenfalls romanischen Neubau ersetzt, dessen Reste bis heute die Westfront des Doms bilden. Der heutige Bau entstand in mehreren Etappen: 1303 – 40 der dreischiffige Albertinische Chor, ab 1359 auf Initiative des Habsburger Herzogs Rudolf IV. das Langhaus mit seinen prachtvollen Stern- und Netzrippengewölbe sowie der 137 Meter hohe Südturm. Dessen geplantes Gegenstück, der Nordturm, blieb unvollendet und erhielt 1579 einen „Turmhelm“ im Renaissancestil. Darunter hängt die Pummerin, größte Glocke des Landes. Der Kirchenraum beherbergt eine Vielzahl einzigartiger Kunstschätze. Nahe dem Haupteingang in das dreischiffige Langhaus steht am Fuß einer Säule die berühmte Kanzel. Errichtet um das Jahr 1514, zeigt sie vier wenig schmeichelhafte porträtierte Kirchenfürsten und am Sockel das liebevoll als „Fenstergucker“ bezeichnete Bildnis des Dombau Meisters Anton Pilgram. Der von meister Pilgram geschaffene Orgelfuß, der mit Heiligenporträts geschmückte Wiener Neustädter Altar in der linken und das Hochgrab Friedrich III. in der rechten Seitenkapelle sind weitere Höhepunkte. Empfehlenswert ist auch der Abstieg in die Katakomben, in denen die sterblichen Übereste von 15 frühen Habsburgern sowie in Urnen die Eingeweide jener 56 weiteren Mitglieder des Herrscherhauses ruhen, deren Gebeine in der Kaisergruft bestattet sind.  

 

Tiergarten Schönbrunn

Der Tiergarten hat von allen Zoos der Welt die längste Vergangenheit, er wurde 1752 gegründet. Er liegt mitten im Schlosspark Schönbrunn. Es gibt Tierpfleger Workshops und unterschiedliche Führungen, auch Partys kann man dort feiern. Bei den Tierfütterungen und der Tierpflege von Orang-Utan, Elefanten, Mähnenrobben, Wölfe, Felsen- und Königspinguine, Schmutzgeier, Humboldtpinguine, im Regenwaldhaus, Jaguare, Tiger, Große Pandas, Geparde und Koalabären zu sehen. Weitere Tiere die man im Tiergarten sehen kann:

Parmakänguruh, Hühnergänse, Goulds Waran, Giraffe, Somali-Schwarzkopfschaf, Nördlicher Hornrabe, Marabu, Nilflughund, Bison, Flusspferd, Löwe, Vikunja, Wasserschwein, Trampeltier, Mandschurenkranich, Prinz-Alfred-Hirsch, Malaysische Riesengespenstschrecke, Harlekinschrecke, Wanderheuschrecke, Blütenmantis, Hausbüffel, Rentier, Indisches Panzernashorn, Axishirsch, Hirschziegenantilope, Nilgauantilope, Himalayathar, Berberaffe, Mähnenspringer, Krauskopfpelikan, Kormoran, Zebramanguste, Syrischer Braunbär, Borneo Feuerrückenfasan, Zwergotter, Dunkler Tigerpython, Schützenfisch, Blaukrönchen, Tupaja, Indischer Riesenflughund, Bartgeier, Japanischer Serau, Brillenbär, Tux-Zillertaler Rind, Kärntner Brillenschaf, Pinzgauer Ziege, Noriker, Europäischer Luchs, Uhu, Schneeeule, Weissrüsselnasenbär, Kleiner Panda, Eisbär, Weissbüscheläffchen, Rotgesichtsmakak, Totenkopfäffchen, Damarazebra, Elenantilope, Rosa Flamingo, Nyala, Kronenkranich, Weisshandgibbon, Helmkasuar, Waldrapp, Veilchenorganist, grünes Zwergaguti, Blaustirn Blatthühnchen, Weissstirnspint, Katta, Erdmännchen, Kea, Hammerkopf, Großer Ameisenbär, Hutiaconga, Grosses Mara, Europäischer Bienenfresser, Nilkrokodil, Aldabra Schildkröte, Kleiner Monarch, Chinesischer Schwalbenschwanz, Weisspunktwurzelmundqualle, Gelber Segelbader, Masken Kaiserfisch, Pfauenauge Stechrochen, Pfauen Kaiserfisch, Blumenfledermaus, Nashornleguan, Goldbaumsteiger und Schrecklicher Giftfrosch.

 

Wien Karte

Diese Karte kann ich nur jeden empfehlen, der mindestens drei Tage in Wien ist und per öffentliche Verkehrsmittel die Stadt unsicher machen möchte. Sie kostet 18.50 Euro und man hat zusätzlich noch einige Vergünstigen in Museen, Cafe, Shops und im Tierpark.

 

Zentralfriedhof

Über 3 Millionen Menschen haben auf dem 2,4 Quadratkilometer großen Friedhof seit seiner Eröffnung1874 ihre letzte Ruhe gefunden. Kulturhistorisch interessant ist vor allem der Bereich der Ehrengräber. In der weitläufigen und stimmungsvollen israelitischen Abteilung ruhen unter anderen Arthur Schnitzler und Karl Kraus. Sehenswert ist die vom Haupttor aus leicht erreichbare Dr. – Karl – Lueger – Gedächtniskirche.



Erfahrungsbericht

 

Wien

die Kaiserstadt der vielen Museen, Liebenden und Kunstbegeisterten

 

Im Oktober 2006 durfte ich diese Stadt selber vier Tage lang bewundern und war einfach nur begeistert. Deshalb möchte ich gern von meinen Eindrücken berichten, einiges hilfreiches zu den besuchten Museen, Kirchen, Friedhöfen und der Stadt erzählen. Am Westbahnhof angekommen, bestaunte ich die im Bahnhof stehende Statue der Kaiserin Elisabeth und von dort aus ging es direkt zum Hotel, ein wenig frisch machen. Los ging es als erstes für mich zum Schloss Schönbrunn, wo ich mit der U-Bahn hingefahren bin. Von dort durfte ich dann ein Stück laufen, entlang des Schlosses, bis ich zum Hauptportal kam. Auf der anderen Straßenseite haben mir dann erst mal zwei Figuren imponiert, die ich mir näher betrachtet habe. Sollte man vielleicht auch nicht außer acht lassen. Bin dann wieder rüber zum Schloss und durch den Haupteingang. Wundervoll, nur alleine der Anblick, der Springbrunnen davor und die Nebengebäude. Leider hatte ich keine Zeit um mir das Schloss auch von innen anzusehen, aber schon die Außenansicht ist einfach traumhaft. Nach dieser kleinen Pause ging es zurück zur U-Bahn, in Richtung Kettenbrückengasse, wo es wieder raus ging und zu Fuß zum Naschmarkt. Diesen Markt sollte man zumindest einmal gesehen haben. Lauter internationale Lebensmittel werden dort frisch angeboten, es duftet nur so von Kräutern aus allen Ecken. Ich konnte mich gar nicht satt sehen und alleine die Größe von diesem Markt, so etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt das Theater an der Wien, ziemlich berühmt durch die vielen Musicals, die dort gespielt wurden. Direkt an dem Theater liegt auch ein Musicalshop. Den ich erst mal, als begeisterter Musicalfan, unsicher gemacht habe. Dort kann man wirklich fast alles zu den Wiener Produktionen kaufen. Wenn man ein Stück weiter, auf der Linken Wienzeile, Richtung Innenstadt läuft, kommt man an der Secession vorbei. Dieses Haus einfach nur von außen zu betrachten ist eine reine Pracht. Meine Augen wurden von einem glänzenden weiß der Hausfassade und dem Gold auf dem Dach komplett geblendet. Dieses Gebäude sollte man nicht verpassen, da es zur Geschichte von Wien gehört. Weiter ging es entlang der Operngasse zur Staatsoper. Dieses Gebäude ist mir leider nicht so gut in Erinnerung geblieben, vielleicht liegt es auch daran, dass ich Opern nicht so gern mag. Über den Kärntner Ring ging es auf die Kärntner Straße. Eine Verkehrsberuhigte Straße mit vielen Geschäften, darunter das Haus Sacher, viele KuK Hoflieferanten, das Kaufhaus Steffl, man kann einfach nicht genug bekommen von der Atmosphäre. Diese Straße führt einen direkt zum Stephansdom. Einmal angesehen und man verliebt sich in dieses Gebäude. Auch von innen einfach nur prächtig, leider hatte ich nicht all zu viel Zeit, um mir die komplette Pracht anzusehen. So langsam fingen dann doch meine Füße an zu qualmen. Somit ging es noch etwas Fiaker gucken, die direkt neben dem Dom stehen und kurz in das Manner Geschäft, direkt neben dem Dom. Von dort aus zur U-Bahn Stephansplatz, mit der Bahn zurück zum Westbahnhof ins Hotel und fertig machen zu einem ausgiebigen Musicalabend, den ich sehr genossen habe. Spät Abends ging es dann völlig ausgepowert ins Bett! Ein neuer morgen, ein neuer Tag voller Erinnerungen. Los ging es Richtung Zentralfriedhof. Rein ging es am Haupteingang, wo links eine Aufsicht ist. Dort kann man einen Führer über den Zentralfriedhof bekommen, damit man auch keine großen Persönlichkeiten verpasst. Das erste, was mir auffiel, war die Dr. Karl Lueger Gedächtniskirche. Gleich, wenn man durch das Haupttor schreitet, sieht man dieses riesige Gebäude. Erst ging es für mich rechts runter, zu sehr vielen alten Gräbern, mit riesigen Monumenten, Engeln und anderem Getier als Grabstein. Immer in der Richtung bleibend zur Gedächtniskirche. Dort angekommen ging es ins Gebäude rein. Von Innen ist fast genauso viel Prunk, wie von außen. Kann man sich kaum vorstellen. Man kann mit einem Aufzug auch eine Etage höher fahren und alles von oben betrachten oder nach unten in die Gruft, wo auch die Grabstätte von Dr. Karl Lueger ist. Ein ganz imposant ausgestatteter Raum. In der Mitte der Sarg, drum herum viele Fahnen und andenken an den ehemaligen Bürgermeister von Wien. Raus aus diesem Gebäude ging es Richtung dem Grab von Falco. Dieses liegt etwas versteckt, sollte man aber vielleicht doch mal besuchen, ist schon etwas außergewöhnlich. Anders als wie hier sind auch die Kindergräber: Lauter Spielzeug liegt dort rum, man hat die Vermutung, die Kinder kommen aus dem Grab heraus und spielen bei Nacht mit den Dingen. War schon irgendwie komisch. Gesehen habe ich auch die Gräber und Gedenkstätten der großen Komponisten wie Brams, Beethoven oder Mozart. Alle diese Gräber haben eine Büste des Komponisten als Grabstein oder das Gesicht wurde in den Grabstein eingemeißelt. Diese Gräber stehen auch alle dicht zusammen an einer Stelle, wodurch auf dem Friedhof einzelne Abteilungen zustande gekommen sind. Ich kann ein Besuch dort nur empfehlen. Von dort aus ging es dann mit der U-Bahn wieder zum Stephansplatz. Am Stephansdom angekommen, zu Fuß zur Kapuzinergruft. Diese kann man glatt verfehlen, da sie in einer Gebäudereihe mit integriert ist und man erkennt keine Kirche und meint auch nicht, dass in dem Gebäude eine riesengroße Gruft ist. Der Eintritt ist noch erschwinglich und deshalb habe ich mir auch alles von Innen angesehen. Alles was Rang und Namen hat liegt dort unten, fast die komplette Kaiserfamilie. Kaiser Franz-Josef, Kaiserin Elisabeth und Rudolf haben sogar einen eigenen Raum, wo ihre Gräber hinter Panzerglas stehen. Dieser Raum war gerade im Umbau/Neubau, wie ich dort war. Alles staubig und sah nicht gerade schön aus. Dafür waren die Särge der Drei um einiges imposanter. Erzherzogin Sophie lag in einem Raum daneben. Ich bin einige zeit in der Gruft geblieben, es war so still dort, etwas komisch, aber auch interessant. Von dort aus trugen mich meine Beine Richtung Albertina. Ein Museum, das mir nicht unbedingt in Erinnerung geblieben ist. Vielleicht war das Gebäude nicht so imposant, aber laut Reiseführer ist es sehr wichtig. Daher habe ich es mal mitgenommen. Weiter ging es zur Augustinerkirche, dort, wo Kaiser Franz Joseph seine Elisabeth wirklich geheiratet hat. Die Kirche grenzt direkt an die Hofburg. Ein imposantes Gebäude, auch von Innen. Man kann sich nicht satt daran sehen. Da der Stephansdom um einiges größer ist, sollte man wirklich meinen, das Kaiserpaar habe dort geheiratet, aber dies ist nur eine Version für Film und TV. Ab ging es in die Hofburg, alleine der Innenhof war schon mehr als das, was ich erwartet habe. Gestört haben eigentlich die Cafes etwas, da sie alle Stühle im Hof stehen hatten. Ich ging dann erst mal in einen der Souvenirshops wo es nur so von der Kaiserin Elisabeth wimmelte. Man konnte dort fast alles bekommen, was das Herz begehrt. Von dort gelangt man dann auch in ein Museum, welches eigentlich drei einzelne Museen sind. Erst kommt man in die Silberkammer und sieht das Tafelsilber, -gold und Porzellan, was es im Kaiserhaus gab. Nun kann man sich vorstellen, wie schön oder auch weniger schön es ist, in einem Kaiserhaus zu speisen. Zum anschauen ist es sehr schön, aber wenn ich bedenke, es fällt mir beim essen mal was von dem Service aus der Hand und zerscheppert, nein, dann will ich lieber nicht dort essen. Direkt weiter geht es dann ins Sisi Museum. Hier sieht man Kleidungsstücke, Gedichte, Reiseutensilien und vieles mehr, was mit der Kaiserin zu tun hat. Man kann dort auch einiges über ihre einzelnen Lebensphasen erlernen und sie danach besser verstehen. Der dritte Teil des Museums führte mich in die Kaiserappartements. Hier sieht man einen Teil der Wohnräume des Kaiserpaares. Dinge, die kein Film wirklich beschreiben kann, die man nicht nachstellen kann. Bewundernswert, wenn man sich für alte Gebäude interessiert und wie die Menschen früher gewohnt haben. Direkt angrenzend an dem Museum liegt die Spanische Hofreitschule mit den Lipizzanern. Dort habe ich mich dann gemütlich ins Cafe gesetzt und eine Wienerspezialität gegessen. Sachertorte mit Schlagsahne. Die Hofreitschule habe ich nicht besichtigt, derzeit lief dort auch keine Vorstellung. Alles zusammen ist in der Hofburg untergebracht. Am liebsten möchte man sich dort einquartieren, wenn man alles gesehen hat. Aber Wien hat noch viel mehr zu bieten und meine Auge kam auch noch mehr zum strahlen. Rüber ging es dann zur Michaelerkirche, von außen fällt sie gar nicht so sehr auf, aber dafür mehr von Innen. Ganz wichtig an dieser Kirche ist die Gruft. Achtung, ich bin leider auch zu spät gekommen, die Gruft kann man sich nur während einer Führung ansehen. Wie ich nach unten ging, lief gerade die letzte Führung.

Langsam fingen meine Socken wieder an zu qualmen und da ich mich auch noch fertig machen musste für meinen Musicalabend ging es mit der U-Bahn wieder Richtung Hotel. Bin dabei über Graben gelaufen, entlang der Pestsäule. Dieses Monument sieht auf dem ersten Blick nicht gerade schöne aus, aber ist ein wichtiger Teil der Stadt. Abends habe ich mir wie immer natürlich ein feines Musical gegönnt. Davon kann ich nicht genug bekommen und man sollte die Abendveranstaltungen in Wien auch immer fein ausnutzen. Okay, langsam wurde es schwierig morgens aus dem Bett zu kommen, aber auch am Sonntag ging es wieder los. Diesmal ein Stück raus aus Wien, zur Hermesvilla. Umgeben wird das Lustschloss der Kaiserin Elisabeth von einem großen Park. Hin kommt man von der Hermesgasse aus und kann dort aus dem Bus raus und sich mit Pferdekutsche direkt vor die Villa chauffieren lassen. Dann verpasst man aber das Wildgehege mit den Rehen und Hirschen, sowie den großen Ententeich. Ich habe mich auf den etwas längeren Fußweg gemacht und dabei sogar einige Kastanien als Andenken gesammelt. Als ich draußen vor der Villa stand habe ich mich erst gewundert. Der Eingang sieht ganz normal aus und wenn man dann gegenüber hinschaut, meint man die eigentliche Villa zu sehen, aber nein, das waren die Häuser für die Bediensteten. Dann erst mal rein und Villa besichtigen, es sind dort immer unterschiedliche Dinge ausgestellt, da das meiste Mobiliar von damals jetzt direkt in Museen in Wien steht. Trotzdem kann man sich gut vorstellen, wie die Kaiserin dort gelebt hat. Nach einem ausführlichen Rundgang, ging es dann in den Garten der Villa und wenn man sich von dort aus das Gebäude ansieht, fragt man sich, warum das nicht die Vorderfront ist! Hier im Garten steht auch die Statue, die der Villa ihren Namen gegeben hat: Hermes nur mit einem Tuch leicht an einer kleinen Stelle bedeckt. Ein Brunnen steht auch im Garten, zum ausruhen gibt es an der einen Seite ein kleines Cafe. Wenn man sich mittlerweile die Füße wieder platt gelaufen hat, nimmt man die Pferdekutsche zurück oder den abgekürzten Weg zum Ausgang. Bei mir war es der etwas kürzere Weg, somit bin ich an einem Gehege mit Gemsen und Ziegen vorbei gekommen und konnte auf dem Lehrpfad noch einiges über Tiere und den Wald erlernen. Mit Bus und Bahn ging es dann wieder rein nach Wien, auf der Fahrt konnten sich dann auch meine Füße etwas ausruhen. Angekommen bin ich dann als erstes an der Karlskirche. Vor der Kirche waren an diesem Tag Bärenplastiken aus der ganzen Welt ausgestellt. Jedes Land war einmal vertreten und konnte sein Bär individuell bemalen. Waren sehr schöne Exemplare dabei. Die Kirche sieht von außen sehr bombastisch aus, nur von innen, dazu kann ich gar nix sagen. Immerhin dachte ich immer, Kirchen kann man kostenlos besichtigen, bei dieser Kirche war es anders. Man muss teuer bezahlen und kommt noch nicht mal überall hin, also habe ich nur die tolle Außenansicht betrachtet. Weiter ging es zum Museumsquartier. Dort gibt es Mengenweise Museen, die man besichtigen kann, aber alleine diese alten restaurierten Gebäude nur von außen zu sehen hat mir schon gereicht um zu wissen: In einem dieser Gebäude würde ich meinen Lebensabend verbringen, was leider unmöglich ist! Wahnsinn, Dächer verziert mit Gold, drum herum ein Park, in diesem Park lauter Denkmäler und Statuen. Die wichtigste ist das Maria-Theresien-Denkmal. So viele Museen wie dort im Quartier kann man gar nicht an einem Tag besichtigen. Weiter ging es von dort aus zum Parlament, wobei das Gebäude von außen ganz normal aussieht. Das eigentlich interessante ist der Brunnen vor dem Haus. Wenn man ihn schon von weitem sieht, kommt nur noch Bewunderung aus dem Gesicht gestrahlt, so war es zumindest bei mir. Auf der gleichen Seite liegt auch das Rathaus. Ein altes Gebäude, sehr wichtig für Wien. Heute finden dort Events statt und vor dem Rathaus auch der historische Weihnachtsmarkt. Direkt gegenüber befindet sich das Burgtheater, das auch von außen sehr imposant aussieht. Interessant sind dort aber auch eher die Fiaker, die dort stehen und zu einer Rundfahrt durch Wien einladen, wenn man das Geld dafür hat. Mittlerweile ging es auf den Abend zu, meine Füße waren am dampfen und die nächstbeste U-Bahnstation hat gerufen, damit ich mich im Hotel fertig machen konnte für mein spezielles Lieblingsmusical. Am letzten Tag ging es dann noch mal Richtung Schönbrunn, genauer gesagt über den wunderschönen Schlosspark zum Tierpark Schönbrunn. Eigentlich hätte ich auch den ganzen Tag nur durch den Schlosspark von Schönbrunn laufen können, weil es schon dort sehr viel zu sehen gibt. Aber nein. Mich zog es zu einem der berühmtesten Tiergärten von Europa. Und ja, es hat mir sehr gut gefallen. So viele unterschiedliche Tiere, einige davon hatte ich vorher noch nie so nah gesehen. Und es ging glatt der ganze Tag schon fast drauf für den Park. Das heißt nix anderes als: Man sollte sich viel Zeit nehmen, wenn man wirklich alles sehen möchte, genießen von den Tieren und nicht nur einfach schnell durchhetzen mag, um es gesehen zu haben. Leider durfte ich gegen Abend schon wieder zurück fahren nach hause, obwohl es noch so viel zu sehen gab. Das bedeutet eindeutig: Ich muss noch einmal nach Wien! Und dieses werde ich auch machen, wenn die passende Zeit kommt. Mir hat es dort einfach nur super gefallen. Ein letzter Tipp von mir: Sich einfach zwischendurch mal in ein Wiener Cafe setzen und die Beine baumeln lassen bei einer Melange und wenn der Hunger sich meldet kann ich Dampfnudeln oder Palatschinken mit Marillenmarmelade empfehlen.

Wünsche jeden viel Spaß, den es auch mal für einige Tage nach Wien zieht!