Ahrweiler

Das Prümer Güteverzeichnis zeigt bereits 893 in Ahrweiler 25 zinspflichtige Hufen (Bauernstellen) an. Damit ist der Name zum ersten Mal belegt. Die Äbte des Reichklosters Prüm waren die dominierenden Grundherren. Bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 behaupten die Prümer Äbte ihren Anspruch. Alle zentralörtlichen Versorgungseinrichtungen lagen auf Prümer Boden. Bis zum Ende des Alten Reiches gehört Prüm das Viertheil der Stadt. Um 1200 sind die Grafen von Are – Hochstaden als Prümer Obervögte bezeugt. Zu dem Zeitpunkt haben die sieben ansässigen Ministerialfamilien, durch ihre wirtschaftlichen Aktivitäten schon eine Siedlung mit einem stadtähnlichen Charakter erbaut. 1228 erhält Ahrweiler von Vogt von Hochstaden sein erstes Privileg. Zugunsten des Kölner Erzbischofs verzichtet Abt Gottfried von Prüm auf die Lehnshoheit. 1248 bestätigt Erzbischof Konrad von Are – Hochstaden das frühere Privileg und Ahrweiler bekommt sein Stadtrecht. Mitte des 13. Jahrhunderts kam die starke Befestigung, die das Stadtbild auch heute noch prägt. 1474, im erzstiftischen Krieg, musste die Befestigung ihre erste Probe bestehen. Der Stadt passierte nichts, aber die angehörigen Dörfer wurden vernichtet. Danach hatte die Stiftentwicklung auch einen deutlichen knick. Ab 1277 wurde die Selbstverwaltung nachgewiesen, es gab einen Stadtrat aus sieben Schöffen und acht Ratsherren, plus drei Vertreter der Ritterschaft. Am 1. Mai wurde vom Stadtrat der Bürgermeister aus den sieben Schöffen gewählt, dessen Amtsdauer konnte auf zwei Jahre weiter verlängert werden. Der Abt von Prüm bestand auf seinen Rechtsanspruch, dass das Bürgermeisteramt ein Abtslehen sei. Auf Lebzeit wurden Schöffen und Rat gewählt, seit 1514 gab es als Kontrollorgan eine zweite Kammer eingerichtet, sie bestand aus 11 Personen, je zwei aus den 4 Huten und je zwei aus den drei Dörfern. Sie sollten die Finanzaktionen des Bürgermeisters und des Stadtrates kontrollieren und selbst Kontributionen einziehen. Später waren es nur noch acht Mitglieder, eventuell wurden die Dörfer nicht mehr berücksichtigt. In Ahrweiler gaben 9 Zünfte, die genaue Zahl der Bruderschaften ist schwer festzustellen. Die wirtschaftliche Grundlage war die Landwirtschaft, es gab viel Getreideanbau, aber gewinnbringender war der Weinanbau. Die Wehrhoheit hatte allein der Landesherr, bestehend aus den St. Sebastianus – Schützen und die vom Landesheer besorgten Heerwagen. In Gefahrenzeiten wurden besondere städtische Wachtmeister eingesetzt, dazu wurden auch die Bewohner der dazugehörigen Dörfer herangezogen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt von den Schweden gebrandschatzt, 1642 / 46 wurde sie von französischen Truppen besetzt. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Stadt von Franzosen heimgesucht. 1689 zündeten die Franzosen Ahrweiler an, nur zehn Häuser blieben unbeschädigt. 1974 erschienen die Franzosen erneut. 1814 kommen die Preußen, mittlerweile ist die Stadt verarmt. Der Vogt stand dem Schöffengericht vor, zu seiner Seite saß der schweigende Schultheiß, die sieben Schöffen wurden auf Lebzeit gewählt. Es handelte sich bei Hofgeschworenen um 28 Lehnsleute. Geurteilt wurde als Niedergericht über kleine Vorgehen und als Hochgericht hatte es den Blutbann. Todesstrafen müssen vom Landesherrn genehmigt werden. Die Hinrichtungsstätte war auf dem Ellig. Bei Freiheitsstrafen wurde man in einem Turm eingeschlossen, bei einem Verweis kam man ins Narrenhäuschen (es war nie verschlossen). Bis im 19. Jahrhundert stand auf dem Markt ein Käfig, der sich drehen ließ und in dem Felddiebe eingesperrt wurden. August bis Oktober 1794 war das Rheinland von Franzosen besetzt, am 9. Februar 1801 ging das linke Rheinufer an die Franzosen. Ahrweiler bekam den Sitz des Friedensgericht und wurde Kantonspfarrei II. Klasse. Ab dem 10. April 1802 kam es zum Bistum Aachen. Am 6. Januar 1814 kamen die Russen, am 10. Februar 1815 kam das Rheinland zu den Preußen. Ahrweiler wurde zur Kreisstadt im Regierungsbezirk Koblenz. Am 12. September 1815 wurde die Stadt verlegt zum Bistum Trier, ab dem 15. Mai 1856 gab es wieder eine städtische Verfassung. Am 17. Juni 1969 wurde Ahrweiler mit Bad Neuenahr.

Adenbachtor mit Stadtgraben

Es ist das kleinste der vier Stadttore, ursprünglich quadratisch mit einem innen offenen Turmtor. Der Torbogen, mit den einfassenden Blenden sind aus Drachenfelser Trachyt. Es besitzt einfache, glatte Kämpferprofile und ein Wulst im Bogenscheitel. Im Obergeschoss brannte das Tor 1689 ganz ab und wurde 1974 ergänzt, rechts und links ist noch der Stadtgraben zu erkennen.

 

Ahrtor

Ein viergeschossiges Doppelturmtor mit gestelzten Schalen, die Flankentürme sind nur noch zweigeschossig. Stadtauswärts sind die Spitzbogenportale gestuft, mit Scheitelwulst. Die Durchfahrt besteht als Tufftonne. Vor dem Obergeschoss befand sich früher ein Erker, im Obergeschoss sind Armbrustscharten, rechts und links sind Aborterker, stadtseitig führt links ein Aufgang zum Kommandantenzimmer. Eine Madonnennische befindet sich über dem grabenseitigen Portal, stadtseitig ist die hl. Barbara dargestellt. Früher war in der Durchfahrt die 1. Station des Kreuzweges. Das Tor war die beliebte Angriffsseite, daher auch am häufigsten zerstört. Im 2. Weltkrieg zuletzt zerstört und vereinfacht wiederaufgebaut. An der rechten Stadtseite kann der Besucher seit 1945 einen Wehrgang besteigen.

 

Alte Scheune

Unten aus Bruchstein, oben aus Fachwerk, im Schlussstein sind die Initialen der Erbauer und das Jahr 1703. Teilweise ist die Scheune mit einem Gewölbe unterkellert. Die Scheune ist jetzt eine Malschule.

 

Alte Stadtwache

Vorher stand dort das Gewandhaus, wo die Tuchmacher ihre Waren verkauften. Im 17. Jahrhundert wurde aus dem Gebäude die Stadtwache. Dort war eine Art städtische Polizeitruppe stationiert, bestehend aus Ahrweiler Bürgern. Das jetzige Gebäude stammt aus 1778, ist ein zweigeschossiger Spätrokokobau mit Mansarddach. 1797 bis 1907 diente es als Sitz der Stadtverwaltung. Ein Trophäenaufbau mit Wappen der Stadt ist über der Eingangstür, über der Steintür ist ein alter Schlussstein mit der Jahreszahl 1566.

 

Blankartshof

Besitz der Adelsfamilie Blankart, vorher wohnte die Familie Fischenich (nachweisbar seit 1256) dort. Das jetzige, 1680 erbaute Gebäude ist ein zweigeschossiger Barockbau mit Walmdach. Ein Teil des Ehewappens ist noch über der rechten Haustür erhalten. Es ist einer von den zwei erhaltenen Adelshöfen.

 

Burg Adenbach

Hier stand ursprünglich der Kolventurm, der Stadt- und Stammsitz der Ritter Kolf von Ahrweiler, davon ist nichts mehr vorhanden. Um 1600 entstand vermutlich der zweigeschossige Wohnbau mit achteckigem Treppenturm. Nach mehrmaligen umbauen hat es seine jetzige Form. Ca. 1903 gab der damalige Besitzer dem Gebäude einen burgähnlichen Charakter durch Turmaufbau und Zinnen.

 

Der Deutsche Hof

Ein Prümer Lehen, bezeugt wurde es schon im 19. Jahrhundert, noch heute sieht man dem Gebäude dieses an. Der Hof gehörte unterschiedlichen Ritterfamilien. Ab dem 16. Jahrhundert ging er in bürgerlichen Besitz über, er diente auch als Ratskeller. Heute ist es im Besitz eines Grafen und ist eine Weinstube mit Restaurant.

 

Der Weiße Turm

Einer von drei Wohntürmen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, das älteste Gebäude der Stadt. Es ist auch ein Edelslehen und wechselte daher oft den Besitzer. Um 1700 ging das Gebäude an die Prämonstratenser. Der Name entstand wahrscheinlich durch die weißen Kutten der Mönche, vorher hieß der Turm „staffelhus“. Erbaut aus römischen Fundamentresten, dreigeschossig, eigentlich aus verputztem Bruchstein, um 1700 wurden die rechteckigen Fenster eingebrochen. 1663 wurde die gotische Spitze durch eine italienische Barockhaube ersetzt. Im18. Jahrhundert bauten die Mönche an der Westseite ein zweigeschossiges Gebäude mit Mansarddach. In dem Gebäude ist eine Kapelle, dem hl. Hermann Josef von Steinfeld geweiht.

 

Ehemalige Synagoge

1294 im maurischen Stil erbaut, 1938 in der Reichkristallnacht demoliert. Heute ist es ein kultureller Veranstaltungsraum. Der Thoravorhang ist noch zu sehen, da er auf seltsame Weise nach Ahrweiler zurück kam.

 

Haus Heinrichs

Ein dreigeschossiges Fachwerkhaus mit massivem Untergeschoss und Giebel. Ein Figürchen ist daran mit Stab, als Inschrift: Anno 1720.

 

Haus Kreutzberg

Es ist direkt hinter dem Niedertor. Ein dreigeschossiges Rokokohaus mit Mansarddach. Der Schlussstein wurde 1765 gesetzt, es ist das einzige Wohnhaus das vor 1800 an der Stadtmauer gebaut werden durfte.

 

Haus Kreuzberg

Hier lebte Georg Kreuzberg, der Entdecker der Apolinarisquelle. Die Heilquellen machten Bad Neuenahr zu einem der führenden Bäder Deutschlands.

 

Haus Palm

Ein etwas zurückliegendes Fachwerkhaus lange im Besitz der Ratsfamilie Schopp. Der Bruder des damaligen Bürgermeisters, auch ein Schopp, lernte den jungen Ludwig Beethoven kennen. Dieser gastierte somit häufig in diesem Haus. Eine Gedenktafel für Beethoven ist an dem Haus.

 

Haus Wilhelm Busch

Das Jugendstilhaus wurde 1906 gebaut, es ist ein viergeschossiges Gebäude mit einem rechten Turmartigen Teil. Der Mittelpunkt ist der zweigeschossige Erker, es ist ein Kontrastpunkt zu den Fachwerkhäusern.

 

Haus Wolff

Das Wohn- und Geschäftsgebäude hatte ursprünglich prächtige Erker, dazu ein Ost- und Westflügel getrennt, der Ostflügel wurde um 1900 abgerissen. Das Haus wurde 1621 gebaut, ab 1815 war es Sitz des Friedensgerichts. Es ist ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude, mit einem Achteck Erker und reichgeschmückten Schnitzereien im Strebebalken.

 

Hotel zum Stern

Es ist das älteste Gasthaus innerhalb der Mauerbegrenzung, erstmals 1423 als „ad stellam“ benannt. Ein dreigeschossiger Hauptbau, im 19. Jahrhundert wurde er stark verändert, nur noch das hohe Walmdach stammt aus dem 17. Jahrhundert.

 

Kanonenturm

Ein Halbturm, im Erdgeschoss mit einer Kuppel überwölbt, mit nach außen drei Schlitze. Der ursprüngliche Öffnungsteil nach innen ist zum Teil verbaut. Das zweite Geschoss ist über eine Treppe zugänglich. Es ist spätgotisch und hat ursprünglich drei kleinere, tiefliegende Fenster und ein Halbkuppelgewölbe, da ist der Ausstiegsschacht zur Plattform. Um 1500 war eine Kanone auf dem Turm, daher der Name.

 

Laurentius Kirche

1258 bis 1269 wurde die heutige Pfarre erbaut, das Langhaus ist dreischiffig mit zwei Seitenemporen. Die Fresken aus dem 14. Und 15. Jahrhundert sind bemerkenswert. Im Nordteil gibt es einen spätgotischen Sakramentsschrein aus dem 15. Jahrhundert. In den Ecken des Kielbogens sind die Wappen des Erzbischofs Dietrich von Moers und des Klosters Prüm. Der spätgotische Taufstein stammt vermutlich aus der Zeit, sechseckig aus Basaltlava, mit einem Doppelkranz von sechs versetzten halbrunden Feldern mit Fischblasenmaßwerk, in einem Feld ist das Wappen der Familie Blankart. Die schmiedeeiserne Kommunionbank ist aus den Jahren 1777 bis 1779. Von dem ehemaligen Barockaltar sind die lebensgroßen Barockfiguren und die Tafelbilder an den Säulen und im Chorraum, sie wurden um 1825 in den Altar eingefügt. Vor wenigen Jahren wurde das Hauptportal der Kirche als Bronzetor mit alt- und neutestamentlichen Motiven gestaltet.  

 

Marktmühle

Die bedeutendste Mühle der Stadt, da sie eine Prümer Bannmühle war. Die Lehns- und Zinsleute mussten dort ihr Getreide mahlen. Die Mühle ist heute noch funktionstüchtig.

 

Marktplatz

Er ist seit 1292 nachweisbar, es gab zwei Wochen- und vier Jahrmärkte, jeweils eine Woche lang. Vor 1797 standen vor der Kirche die Alte und die Neue Helle. In der Alten helle wurden die Maßeinheiten aufbewahrt, die Neue Helle war eine Art Rathaus. Im 17. Jahrhundert erfolgte wahrscheinlich eine Vergrößerung des Marktplatzes über den „Stern“ hinaus.

 

Mühlenteich

Es ist eine neugestaltete Wasseranlage in der Niederhutstraße. Sie soll an den Mühlenteich erinnern, welcher bis 1841 offen durch die Straße floss. Heute ist der Teich nur noch im westlichen Teil der Stadt offen. Er wurde genutzt für die zeitweise bis zu zwölf Mühlen, für die Handwerksbetriebe gab es aus dem Teich das benötigte Brauchwasser.

 

Niddehöhe Backes

Es ist eines der vier Backhäuser. Die vier Huten hatten alle ihr eigenes Backhaus, welches durch einen Meister verwaltet wurde. Jeder Hutenangehörige konnte dort sein eigenes Brot backen, private Backöfen waren verboten. Die Backhäuserwaren an die Stadtmauer angebaut. Die häuser werden heute zu geselligen Zwecken genutzt. Dieses Backhaus ist noch voll funktionstüchtig, es wurde neu errichtet, nach dem das Alte abgerissen wurde, fürher waren die Häuser eingeschossig.

 

Niedertor

Es ist ein Doppelturmtor mit gestelzter Schale rechts und Dreimauerturm links. Das östlichste Tor diente der Sicherung des Mühlenteiches. Der Mittelbau ist dreigeschossig und das Spitzenbogenportal ist feldseitig gestuft, mit Scheitelwulst. Eine bis zum 2. Obergeschoss reichende Spitzenbogenblende befindet sich über dem Feldportal. Feldseitige Armbrustscharten sind im 1. Obergeschoss Mittelbaus und in der Schale. Über dem Torbogen ist eine vom dritten Geschoss ausgehende Gussschräge und im Tor befindet sich noch das alte Schlupfpförtchen, es hatte die Aufgabe noch Menschen nach Schließung der Tore einzulassen. Eine von außen zugängliche Treppenführung befindet sich Stadtseitig rechts. Im Torbogen sind ein Relief mit Christus an der Geißelsäule und eine Muttergottesdarstellung zu sehen. Die Schutzpatronin der Niederhut, die heilige Katharina von Alexandrien befindet sich im Seitendurchgang. Im 18. Jahrhundert war das Tor ein Gefängnis.

 

Obertor

Es wird auch Gisemer Tor genannt, mit drei Geschossen und einem ausgekragten Obergeschoss, vier Ecktürme und einem Walmdach. Bis 1474 war es ein Dreimauertor, somit innen offen, 1500 wurde die Innenmauer ergänzt. Außen ein Spitzbogentor mit Fallgitterschlitz und Pechnase, zur Grabenseite rechts befindet sich ein Aborterker im 2. Obergeschoss. Auch die hl. Ursula ist dort dargestellt. Aus der Belagerung von 1474 stammen die eingemauerten Steinkugeln.

 

Pfarrhaus

Ein zweigeschossiger Rokokobau mit Mansarddach und fünf Achsen. 1773 wurde der Schlussstein gesetzt, am geschweiften Giebel ist ein Gitter mit Engelskopf zu sehen. Im Pfarrhaus ist eine reich geschnitzte Treppe, im Sälchen des 1. Stock sind ornamentale Rokokomalereien. Einfache Stuckdecken zieren die Zimmer, als Inventar gibt es den hl. Papst Urban mit Buch und Traube zu sehen, die Figur stammt aus dem 15. Jahrhundert.

 

Prümer Hof

Hier hatte die ehemalige Prümer Kellnerei ihren Sitz, der Prümer Kellner, immer ein Mönch, residierte hier. Er verwaltet die Güter des Klosters, meist in Form von Naturalabgaben, Wein und Korn. Sie wurden dort gesammelt und zum Kloster Prüm gebracht. Der Prümer Hof beherbergt heute ein Restaurant.

 

Rodderhof

Ursprünglich der Klosterhof der Augustiner Chorherren von Klosterrath. Zum Hof gehört auch eine Mühle, er hatte lange wirtschaftliche Bedeutung. Das jetzige Gebäude ist aus dem Jahr 1714, ein zweigeschossiges Hauptgebäude mit acht Achsen, mit barockem Charakter. Eine reich verzierte Stuckdecke ist im Speisesaal. Durch die Toreinfahrt und den reizvollen Innenhof wirkt das Ensemble sehr romantisch.

 

Römervilla am Silberberg

1980 stießen die Bagger auf eine archäologische Sensation: Ein römisches Herrenhaus aus dem 1. Jahrhundert. Der Fund wird oft mit den Ausgrabungen von Pompeji vergleichen, da die Villa sehr gut erhalten ist.

 

Schützbahn

Einer der reizvollsten Winkel der Stadt, der Name stammt von dem ehemaligen Schützenhaus. An der Straße kommt man an dem Schlösschenturm vorbei, einen der dammaligen Halbtürme, mit vorgelagertem Wohnhaus. Dann kommt das alte, städtische Brauhaus, ein ehemaliger eingeschossiger Massivbau aus dem Jahre 1766, mit Stadtwappen. Weiter kommt man am Backhaus von Oberhut vorbei. Es folgt der Bitzenturm, bei einer Abbiegung des Mühlenteiches sieht man das älteste Wohnhaus. Ein typisches Bürgerhaus aus dem 16. Jahrhundert mit zwei Geschossen, mit einer schönen Fachwerkkonstruktion. Links am Mühlenteich vorbei, auf einem Parkplatz, sieht man den Blankartshof.

 

Stadtbefestigung

Mauer und vier Tore wurden zu Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Die gesamte Anlage ist noch im Ursprung erhalten. Zu den vier Stadttoren; bis zum Dreißigjährigen Krieg mit Vortore, Zwinger und Zugbrücke; gibt es noch eine weitere Reihe Schalentürme. Drei von diesen Türmen sind noch erhalten. Zwischen den Türmen waren noch Wichhäuser (hölzerne Kampfhäuser) auf der Mauer postiert gewesen.

 

Zehntscheuer

Sie steht neben dem Pfarrhaus, ist ein niedriger Bruchsteinbau mit hohem Walmdach. 1742 steht im Keilstein der Toreinfassung, hier wurde der Zehnt der Pfarrei eingeliefert.