Braunschweig

Niedersächsische Stadt zwischen Harz und Lüneburger Heide. Der sage nach bereits 861 von Bruno von Sachsen gegründet und nach ihm Brunswich genannt. Die Stadt wird durch Zusammenlegung der orte Altstadt, Neustadt, Hagen, Alewick und Sack unter Heindich dem Löwen ausgebaut. 1227 Bestätigung der stadtrechte durch Herzog Otto. Im 2. Weltkrieg stark zerstört, wurden historische Gebäude auf den sogenannten Traditionsinseln erhalten und restauriert.

 

Achtermannsches Haus

Eines der am besten erhaltenen Zeugnisse der Steinarchitektur aus dem 17. Jahrhundert. Über Erd- und erstem Obergeschoss die mit einem reich gezierten Portal und einem üppig gestalteten Erker versehen sind, wurde das in Fachwerk ausgeführte zweite Obergeschoss nach der Kriegszerstörung vereinfacht in Stein wieder aufgebaut. Auf dem Erker befindet sich die Figur des heiligen Georg. Portal, Erker und die Fenstereinfassungen sind reich mit Masken, Ohrmuschel- und Knorpelwerkdekoren und Beschlagwerk im Übergang der norddeutschen Spätrenaissance zum Barock verziert.

 

Alte Knochenhauer Straße

Das Haus Nr. 11 zeigt die älteste erhaltene Hausfront, Figurenknaggen und Balkenköpfe sowie einen Treppenfries mit gotischen Maßwerkmotiven. Haus Nr. 12 ist ein einfaches Gebäude der Gotik mit Treppenfries. Haus Nr. 13 zeigt Treppenfries, Balkenköpfe und Figurenknaggen, ganz links St. Georg.

 

Altes Zoll- und Landwehrhaus

Das Alte Zoll- und Landwehrhaus ist der letzte, reich gestaltete Typ des Braunschweiger Fachwerks mittelalterlicher Prägung.

 

Alte Waage

Das ehemalige Waag- und Speicherhaus wurde 1534 erbaut. Nach der vollständigen Zerstörung 1944 wurde die Alte Waage 1994 nach alten Plänen neu errichtet.

 

Altstadtmarkt

Der im 12. Jahrhundert angelegte Platz war Hauptmarkt und Messeplatz, Jahrmarkt und Hinrichtungsstätte, Austragungsort von Reiterspielen, Paraden und Prozessionen.

 

Altstadtrathaus

Eines der schönsten gotischen Baudenkmäler beherbergt das Museum für Stadtgeschichte. Sehenswert sind die Braunschweiger Elle sowie die 17 Pfeilerfiguren von Hans Hesse aus dem 15. Jahrhundert. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag und Sonntag 10:00 – 13:00 und 14:00 – 17:00 Uhr

 

Burg Dankwarderode

Heinrich der Löwe ließ die Burg im 12. Jahrhundert mit ihrem heutigen Grundriss als seine Residenz errichten. Heute ist es ein Museum. Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag – Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr, Mittwoch 13:00 – 20:00 Uhr

 

Bürgerpark

Der Park bildet mit seinen Wiesenflächen und waldartigen Partien, mit romantischen Teichen, Hügeln sowie dem Fluss einen Freiraum von zum Teil hohem ästhetischem Reiz und eine der landschaftlich reizvollsten Anlagen überhaupt. Das Gelände war bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend baumlos sowie durch feuchte Wiesen und Flussschleifen der Oker geprägt. Lediglich der Nordteil war bereits 1805 als Röckendorfscher Garten gestaltet worden. Einen besonderen Zielpunkt für Spaziergänge schuf man mit dem von zahlreiche Trauerweiden umstandenen sogenannten Portikusteich. Die Erweiterung der Parkanlage erfolgte ab 1892. Bis 1896 entstand vor allem der 4,5 ha große südliche Teich. Aus dem Jahre 1759 stammende Pavillonbauten wie auch die mit Putten bestandene Freitreppe und das dort vorhandene Rokokotor sind gemeinsam mit einem heute nicht mehr bestehenden Rokokhaus 1907 in diesen Bereich des Parks versetzt worden. Das Bild des Bürgerparks wird durch eine Vielzahl zum Teil seltener heimischer und fremdländischer Baum- und Straucharten geprägt.

 

Burglöwe

Heinrich der Löwe ließ um 1166 die Bronzefigur des Löwen auf diesem historischen Platz errichten. Das Original steht in der Burg Dankwarderode.

 

Burgplatz

Auf dem Burgplatz befand sich bereits im 9. Jahrhundert die Burg der Brunonen, im 12. Jahrhundert errichtete Herzog Heinrich der Löwe hier die ursprüngliche Burg Dankwarderode, die Stiftskirche St. Blasii, den heutigen Dom und den Burglöwen.

 

Dom St. Blasii

Erbaut von Heinrich dem Löwen zwischen 1173 und 1195. Besonders Sehenswert sind die Krypta sowie weitere Schätze der Romanik wie das Imervardkreuz , der bronzene Siebenarmige Leuchter und der Marienaltar. Öffnungszeiten: 10:00 – 17:00 Uhr

 

Dom- und St. Magnifriedhof

Viele wichtige Persönlichkeiten der Stadt wurden hier beerdigt.

 

Echternstraße

Stobwasser baute in dem Haus Echternstraße 16 seine Lackwarenfabrik auf. Das Prediger-Witwenhaus Echternstraße 14 mit Inschrift stammt aus dem Jahre 1559.

 

Eulenspiegelbrunnen

Der Brunnen wurde 1906 von Kramer gebaut und erinnert an den Schalk Till Eulenspiegel, welcher im Jahre 1300 nahe der Stadt geboren wurde. Er soll die Eulen und Meerkatzen gebacken haben.

 

Friedhof St. Martini

Auf ihm ruhen bekannte Braunschweiger. Der kulturhistorisch wertvolle Friedhof ist als Park einladend gestaltet-

 

Gaußberg

Der Gaußberg ist Bestandteil der von Peter Joseph Krahe zwischen 1802 und 1835 umgestalteten Wallanlage und bildet den städtebaulichen Bezugspunkt für den Wendentor- sowie den Inselwall. Von seinem Palteau ergeben sich zahlreiche Aussichtsmöglichkeiten auf die umgebenden Wallstraßen, die Oker und den Platz vor dem Wendentor. Das Gelände des heutigen Gaußberges war bis Ende des 18. Jahrhunderts Teil der 1692 angelegten barocken Stadtbefestigung. Unterbrochen durch die Napoleonischen Kriege wurde bis 1815 die Wendentoranlage umgestaltet, von der Teile noch erhalten geblieben sind. Die beiden Torhäuser schlossen den stadtseitigen Platz ab. Erst mit dem Bau der heutigen Inselwallpromenade zwischen 1831 – 1835 wurde es zu einer Parkanlage. Diese selbst gliederte sich an ein kastanienbestandenes Aussichtsplateau. Reste der jenseitigen Grünanlage mit einer mächtigen Blutbuche sind heute noch an der Mühlenpfordtr. Erhalten geblieben. Ab 1999 wurden den Grünanlagen um den Gaußberg ihre historische Gestaltungsform und Erlebnisqualität zurückgegeben.

 

Gewandhaus

Heute Sitz der Industrie- und Handelskammer, diente es früher der vornehmsten Gilde, den Gewandschneidern als Lager- und Verkaufsumschlagplatz.

 

Happy Rizzi Haus

Die architektonisch extravagante Bauskulptur wurde von dem New Yorker Künstler James Rizzi gestaltet.

 

Haus zur Hanse

Das Haus wurde 1567 von dem Knochenhauer und Ratsherrn Cyriakus Haberland (Haverland) als Wohn- und Geschäftshaus erbaut. Aus dieser Zeit stammen die Bandfries-Schnitzereien an den Balken. Die Fassade wurde 1869 im Stil der frühen Renaissance verändert.

 

Heinrichsbrunnen

Der Brunnen bildet seit 1844 den Mittelpunkt des Hagenmarktes. Sehenswert ist die Statue Heinrich des Löwen als Gründer der Teilstadt Hagen, der das Modell der St Katharinen Kirche trägt.

 

Herrendorftwete am Magnitor

Beim Haus Nr. 1 handelt es sich um ein gotisches Haus vor 1490 mit einfachem Treppenfries und Ankerbalken. Der Erker wurde im 18. Jahrhundert aufgesetzt.

 

Hinter der Magni Kirche

Ein Stück Alt-Braunschweig ist hier erhalten geblieben, ein Platz beschaulicher Ruhe. Ein repräsentativer Bürgerbau um 1500, wurde 1916 vom Ölschlägern 29 nach hier versetzt. Das zweite Obergeschoss und das Dach sind von 1645. Weitere Fachwerkhäuser aus der Vergangenheit findet man hier.

 

Huneborstelsches Haus

Im nördlichen Teil des Burgplatzes gelegen zeugt das Huneborstelsche Haus, heute Gildehaus, von der zweiten großen, durch die bürgerliche Kunst geprägten Bauepoche unserer Stadt. Seit 1902 ist das Gildehaus Sitz der Handwerkskammer.

 

Jakob Kemenate

Die Jakob Kemenate ist das älteste, weltliche Gebäude der Stadt. Die Verbindung der historischen Gebäudeteile und der modernen Architektur mit außergewöhnlicher Stahlfassade macht aus dem Baukörper eine sehenswerte Gebäude – Skulptur mit Unikatcharakter, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10:00 – 18:00 Uhr, Sonntags 12:00 – 18:00 Uhr

 

Kleine Burg

Die Kleine Burg ist einer der wenigen noch erhaltenen alten Straßenzüge Braunschweigs.

 

Leisewitzhaus

Um 1680 an der Wallstraße 8 gebaut, 1788 bis 1806 Wohnhaus von Johann Anton Leisewitz. Das Haus wurde 1976 zugunsten eines Parkhauses hierher versetzt.

 

Marienbrunnen

Ein einzigartiges Zeugnis spätgotischer Handwerkskunst. Von dem 1408 aus Blei gegossenen Brunnen, der mit biblischen und reichs- sowie stadtgeschichtlichen Motiven verziert ist, existieren nach weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg seit 1988 nur noch diese Kopie und einige im Altstadtrathaus ausgestellte Originalreste.

 

Michaelishof

Es ist ein geschlossener Teil der historischen Altstadt und vermittelt einen Eindruck der mittelalterlichen Befestigungsanlage.

 

Museumpark

Der Park bildet mit seiner innerstädtischen Lage einen wichtigen Freiraum für die Erholung der Bevölkerung und hat eine bedeutende ökologische Ausgleichsfunktion. Das Gelände des heutigen Parks war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein Teil der 1692 angelegten barocken Stadtbefestigung. 1802 ließ Herzogin Augusta die Parkanlage umgestaltet. Es wurden die Partien an der Oker als Flusslandschaft mit einem langsam sich dahin schlängelnden Gewässer in den Park einbezogen. Es besteht noch heute eine Sichtachse vom Parkeingang am Steintor zum Obelisken auf dem Löwenwall. Von den Kleinarchitekturen ist jedoch nur noch eine kürzlich sanierte Grotte erhalten geblieben. Es gibt in dem Park viele wichtige Gehölze. Ab 1995 wurde Anhand eines gartendenkmalpflegerischen Gutachtens versucht, dem Park seine historische Gestaltungsform und Erlebnisqualität mit der Sanierung der Wege und Pflanzenbestände in Teilen zurückzugeben.

 

Mutter Habenicht

Im Mai 1870 Eröffnung durch die Eheleute Habenicht als Schank- und Speisewirtschaft. Nach dem Tod der Mutter übernahm Karl Habenicht die Wirtschaft. Zwei Pächterwechsel folgten, bis Herta Kaiser, verwitwete Habenicht, die neue „Mutter“ wurde. Übernommen wurde das Braunschweiger Traditionshaus von ihrem Sohn Hans Joachim. Seit 1993 ist der Pächter Reinhard Schreiber. Bestens bekannt sind in der urigen Speisekneipe die Bratkartoffeln in unterschiedlichen Variationen. Wichtig zu erwähnen sind die Modellflugzeuge, Autos und gedeckten Tische unter der Decke, sowie die Speisekarte, welche auch als Tischset dient. Es gibt auch ein Biergarten der an sonnigen Tagen geöffnet ist.

 

Neustadtrathaus

Seit 1299 diente das Gebäude nicht nur den Aufgaben von Rat und Bürgerschaft eines der fünf Stadtteile; es bekam bereits im Mittelalter die Funktion des zentralen Rathauses für ein gemeinsames Gremium. Von 1773 bis 1786 erfolgte ein bedeutender Umbau. 1944 wurden Teile des Gebäudes zerstört. 1974 konnte der Wiederaufbau dieses historischen Bauwerkes durchgeführt werden.

 

Quadriga

Seit Oktober 2008 thront die Quadriga auf dem Portikus des Residenzschlosses. Nach einem Originalmodell rekonstruiert, ist sie die größte Quadriga Europas. Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 16:30 Uhr

 

Rathaus

Erbaut vom Stadtbaurat Ludwig Winter, ist es seit jeher der Sitz der Stattverwaltung. Mit 61 Metern Höhe und 161 Stufen bietet der Rathausturm einen attraktiven Blick über die Stadt. Öffnungszeiten von Foyer und Turm: Montag bis Freitag 9:00 – 15:00 Uhr

 

Reiterstandbilder

Die beiden Reiterstandbilder stellen Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735-1806), Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Friedrich Wilhelm (1771-1815), Herzog zu Braunschweig und Lüneburg und Sohn Carl Wilhelm Ferdinands dar. Sie stehen vor dem Residenzschloss.

 

Residenzschloss

Das Residenzschloss, aus dem 19. Jahrhundert, wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und 1960 vollständig abgetragen. Von 2005 bis 2007 wurde das Gebäude wieder aufgebaut und die Schlossfassade unter Einbeziehung von erhaltenen Originalteilen rekonstruiert.

 

Richmondpark

Der Park wurde 1768 nach Plänen von Lancelot Capability Brown angelegt. Mit einem weiteren Park bei Dessau zählt er zeitgleich zu den frühesten Landschaftsgärten in Norddeutschland. Das besondere an dem Park sind von Anfang an die vom Schloss ausgehenden großen Blickachsen gewesen. Die Anlage war vorrangig auf die Gewinnung eines möglichst ruhig und malerisch wirkenden idealen Landschaftsgemäldes angelegt. Durch die Einbeziehung der umgebenden Natur und die raffinierte Gestalt der Zentralbereiche des Garten war die Anlage überaus einprägsam. Die nach Beginn der Restaurierung 1987 sichtbar gewordene Gartenfläche kann inzwischen wieder einen Eindruck von der Ursprungsgestalt vermitteln.

 

Riddagshausen

Die Zisterzienser Mönche schufen vor ca. 900 Jahren eine Kulturlandschaft mit Fischteichen, Feldern und Wiesen. Die Bedeutung des Niederungsgebietes für den naturschutz führte schon 1936 zur Ausweidung als Naturschutzgebiet. Seit 2002 ist es als Europäisches Vogelschutzgebiet gemeldet. Zu den naturschutzfachlichen wertvollen Bereichen gehören auch die großen Grünlandflächen mit ihrem besonderen Arteninventar. Die besondere Schönheit der naturnahen Kulturlandschaft sowie deren stadtnahe Lage machen den Park zu einem beliebten Naherholungsgebiet. Mit der Zisterzienser Klosterkirche, dem Gut und dem Naturschutzgebiet lädt der grüne Stadtteil zum verweilen ein. Im Torhaus des ehemaligen Klosters macht das Zisterzienser Museum die Geschichte, Wirtschaft, Kultur und Kunst des Zisterzienser Ordens erlebbar. Öffnungszeiten Kloster: Dienstag bis Sonntag 10:00 – 16:00 Uhr, Museum: Samstag und Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr

 

Säule 2000 Jahre Christentum

Auf der 9 Meter hohen Bronzesäule wird die Geschichte des Christentums in zahlreichen Einzelplastiken dargestellt, die sich zu anschaulichen Bildern zusammenfügen.

 

Schloss Richmond

Die spätbarocke Schlossarchitektur ist eingebettet in den Richmond Park.

 

St. Aegidien

Einziges Beispiel der frühen Kathedral – Gotik. Sehenswert ist der Ostflügel mit der Sakristei, dem Refektorium und dem erhaltenen teil des Kreuzganges. Öffnungszeiten: 8:00 – 17:00 Uhr

 

St. Andreas

Eine besondere Aussicht hat man vom Turm mit seinen 93 Metern und 389 Stufen, dem höchsten regelmäßigen Punkt der Stadt. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 15:00 – 17:00 Uhr

 

St. Katharinen

Romanische Kirche, die zur dreischiffigen gotischen hallenkirche umgebaut wurde. Sehenswert ist die allmähliche Steigerung vom romanischen Untergeschoss zur filigranen Gotik der Glockenstube. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9:00 – 13.00 Uhr

 

St. Magni

Sehenswert sind die Glasfenster von Gottfried von Stockhausen, das den Zug der Kinder Israels durch das Rote Meer zeigt und die Plastik „Der Rufer“ von Bodo Kampmann. Öffnungszeiten: täglich 9:00 – 18:00 Uhr

Viele berühmte Braunschweiger Persönlichkeiten liegen auf dem Friedhof begraben.

 

St. Martini

1198 von Patriziern erbaut und reich ausgestattet. Sehenswert sind die historische Orgel, der Hochaltar, das Taufbecken und die Kanzel. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10:00 – 13:00 und 15:00 – 17:00 Uhr, Samstag 10:00 – 17:00 Uhr, Sonntag 10:00 – 12:00 und 15:00 – 17:00 Uhr

 

St. Michaelis

Die Michaeliskirche, 1157 geweiht, war eine der Pfarrkirchen des Weichbildes Altstadt. Die ursprüngliche Kirche wird ein einschiffiges Gebäude gewesen sein, das um 1200 unter Hinzufügung des Turmes im romanischen Stil erweitert wurde. Im 14. Jahrhundert erfolgte der Umbau zur gotischen Hallenkirche. Bei der Brauttür am nördlichen Seitenschiff ist eine noch gut lesbare, sich auf die Neuweihe beziehende Inschrift aus dem Jahre 1379 in mittelalterlichem Plattdeutsch erhalten. Neben der Weiheinschrift befindet sich ein Niello-Relief aus dem 15. Jahrhundert sowie eine in den Stein eingeritzte Rillenzeichnung mit Christus und dem rechts und links von ihm knieenden Stifterpaar. In den Giebeln finden sich an der Nordseite beachtliche Arbeiten der Spätgotik, so das Bild des in Deutschland häufig verehrten heiligen Lorenz mit dem Rost und zur Güldenstraße hin die Figur des Erzengels Michael mit Speer und Drachen.

 

St. Petri

Nach der mittelalterlichen Überlieferung gilt Herzog Heinrich der Löwe als Begründer der St. Petri-Kirche. Von dem ersten Bau dieser vierten Pfarrkirche der Altstadt, der 1256 einem Stadtbrand zum Opfer fiel, ist nichts mehr bekannt. Vom zweiten Bau, der nach 1256 urkundlich belegt ist, stammt der 71 m hohe Einzelturm. Nach einem Stadtbrand im Jahre 1290 entstand der dritte Bau, der die heute noch im Wesentlichen erhaltene Hallenkirche des 14. Jahrhunderts umfasste. Nach den Kriegszerstörungen 1944 wurde 1969 bis 1971 ein kupfergedeckter Spitzturm mit einem von Bodo Kampmann gestalteten Hahn errichtet. Den Innenraum der Kirche beherrschen die schweren Achteckpfeiler.

 

St. Ulrici Brüdernkirche

Die ehemalige Klosterkirche der Franziskaner wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und erlebte in den folgenden Jahrhunderten weitere Baumaßnahmen. Besonders sehenswert ist der dreiflügelige Kreuzgang, Die Sakristei, das Chorgestühl, der Hochaltar und das Taufbecken. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 17:30 – 18:00 Uhr, Samstag 10:00 – 12:00 Uhr

 

Stiftsherrenhäuser

Die Stiftsherrenhäuser wurden um 1500 vom Stift St. Blasii erbaut und dienten als Wohnungen für die Stiftsherren.

 

Theaterpark

Der Park entstand aus der Umgestaltung der 1692 angelegten barocken Stadtbefestigung und der späteren Teilung eines großen Park in zwei Parks. Heute erstreckt sich der Park um den Hügel des ehemaligen Antonbollwerks und wird besonders durch seine großzügigen Rasenhänge und die gute Aussicht von der Hügelkuppe geprägt. Auch hier wurde die Oker zum bestimmenden gestalterischen Element. In seiner Entstehungszeit 1802 – 1813 erstreckte sich der Park auch über die jetzigen Flächen der Kulissenhäuser zwischen dem heutigen Theaterwall und der Oker. Insbesondere für diesen teil entwarf Krahe neben einem Sommerschloss das sogenannte Haekelsche Gartenhaus unterhalb der ehemaligen Bastion. Von der ästhetischen Qualität und dem hohen erlebniswert zeugt das original noch heute. Mit dem Bau des Theaters 1858 wurde der ehemals großzügige Park geteilt. Die verbleibende Grünanlage erlitt durch die weitere Bebauung von Kulissenhäuser schwerwiegende Eingriffe. Weitere Veränderungen folgten durch den Bau der Kaiser – Wilhelm – Brücke, des Franz – Abt – Denkmals und des Interimtheaters. Etliche Bombentreffer aus dem 2. Weltkrieg zerstörten den Park weiterhin. Erst 1980 konnten wieder teile in die Grünanlage eingegliedert werden. Auch heute noch zeigt sich das botanische Interesse an der Artenvielfalt der verbliebenen Gehölze, u. a.: amerikanische Eiche; Persimone, Blutbuche und Zürgelbaum aus Nordamerika, sowie Schnurbäume, Gingkos, Traubeneichen, Zerreichen und Ungarische Eiche. Ab 1996 wurde anhand eines gartendenkmalpflegerischen Gutachtens versucht, dem Park seine historische Gestaltungsform und Erlebnisqualität zurückzugeben.

 

Westpark

Seit 1980 wird der park in mehreren Bauabschnitten als Naherholungsgebiet im westen der Stadt erschlossen. Mit der Anlage von Feuchtbiotopen, Blumenwiesen, Aufforstungen und der Schaffung von Lebensräumen für Fledermäuse, verschieden Vogelarten und Niederwild besitzt der Westpark eine hohe ökologische Bedeutung. Auf ehemals landwirtschaftlicher Nutzfläche sind umfangreiche Gehölz- und Rasenflächen neu angelegt worden.

Erfahrungsbericht

 

Ein Wochenende in Braunschweig, an dem es viel zu sehen gab. Mit meiner Freundin bin ich am Freitagmittag gegen 15 Uhr in Braunschweig angekommen. Erst ging es mit dem Bus zum Hotel Deutsches Haus, welches integriert ist mit den ersten wichtigen Sehenswürdigkeiten. Bevor es aber mit dem Sightseeing los ging, wurde erst das Hotel besichtigt. Es ist über 100 jahre alt, schräg gegenüber liegt das Rathaus, direkt daneben die Burg Dankwarderode (heute ein Museum). Neben der Burg dann der Dom St. Blasii. Man sollte sich die Bänke rund um den Dom ordentlich betrachten, gerade die Füße der Bänke sind sehr wichtig (hätte diese gern mitgenommen nach Hause) Diese Sehenswürdigkeiten haben wir uns auch als erstes vorgenommen, mitten auf dem Burgplatz steht das Wahrzeichen von Braunschweig: Ein Löwe. In der Nähe vom Dom ist auch die Touristeninformation. Weiter ging es Richtung Stadt, wenn man links in die Papenstraße schaut sieht man das Restaurant Mutter Habenichts, von außen erscheint es sehr klein, aber ist auch wunderschön. Kommt man an der Sackgasse an sieht man die Ringer am Sack. In der ganzen Stadt sieht man alte Häuser, zum Teil mit Fachwerk. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Läuft man die Schuhstraße entlang und dann Richtung Kohlmarkt, steht man direkt vor dem Gewandhaus. Wir haben uns dann leicht rechts gehalten zum Altstadtmarkt. Dort befindet sich der Marienbrunnen. Wenn man sich links hält kommt man entlang des alten Zoll- und Landwehrhaus und läuft auf die St. Martini Kirche zu. Diese haben wir umrundet und standen dann linker Hand neben dem alten Rathaus. Weiter gerade aus, steht man wieder auf dem Altstadtmarkt, wo man das Haus der sieben Türme sieht. Von dort aus sund wir zum Till Eulenspiegelbrunnen gelaufen, ganz in der Nähe ist die Petri Kirche. Auf dem Rückweg ging es dann entlang der St. Ulrici Brüdern Kirche vorbei gekommen. Rechter Hand kann man bei dem Rückweg noch die alte Waage sehen so wie die St. Andreas Kirche zur linken Hand. Bevor wir rechts in die Papenstraße eingebogen sind, haben wir links noch das Neustadtrathaus betrachten können. Bei Mutter Habenichts gab es dann etwas zu essen. Dort hängen die gedeckten Tische unter der Decke und es gab allerlei weitere Kuriositäten. Dann ging es zum Hotel, eigentlich wollten wir zum Abschluss des Abends noch was an der Bar trinken, aber die war geschlossen. Somit sind wir um der Ecke in einer Kneipe gegangen. Abends stand noch ein Familienmarathon für den guten Zweck statt, den wir uns angesehen haben. Samstag ging es dann früh los, großes Programm stand an. Wir hatten im Hotel kein Frühstück, daher ging es Richtung Stadt, wo wir am Vortag ein gutes Kaffee entdeckt hatten. Gut gesättigt gab es eine Shoppingtour bei der Touristeninformation, lecker Mumme kaufen. Auf der anderen Seite des Doms haben wir dann noch einige schöne Fachwerkhäuser entdeckt. Souvenirs ins Hotel getragen und weiter Richtung Schloss, ein wenig vorinformieren wäre nicht schlecht. Von außen sah es wunderschön aus, dachte, jetzt rein und besichtigen. Öhm, was war das? Von innen war das Schloss ein Einkaufszentrum, ich war erst mal entsetzt. Aber okay, da war der Stadt der Neuaufbau wohl zu teuer. Sind wir etwas durch gelaufen und dann haben wir rechts einen Ausgang gefunden. Standen wir gleich vor dem Happy Rizzi Haus. Wir haben uns von dort aus links gehalten, das Herzog Anton Ulrich Museum von außen angesehen, da wir wegen Renovierungsarbeiten nicht rein konnten. Haben wir uns eine Bushaltestelle gesucht, um mit dem Bus zum Stadtparkrestaurant zu fahren. Dort ging es dann mit dem Festival „Wilde Töne“ weiter. Sonntagmorgen ging es dann mit dem Zug wieder nach Hause!