Hamburg

Binnen-/Außenalster

Sehr beliebt sind Rundfahrten auf der Alster, sie liegt mitten im Zentrum der Hansestadt und besteht aus mehreren Abschnitten. Die Quelle entspringt im Ort Henstedt – Rhen. Im Norden erreicht der Flussverlauf die Hansestadt, ehe er an die Außenalster ankoppelt. Mit einer Größe von 164 Hektar ist die Außenalster beliebt. Der Alsterpark und etliche Grünflächen lassen einen mit Blick auf den See den hektischen Altagstrubel vergessen. Im Winter friert die Alster zu und wird dann freigegeben zum Alsterspaß für Jung und Alt. Am südlichen Ende wird der Wasserverlauf schmaler. Die Kennedy- und Lombardsbrücke trennen die beiden Alstern. Das Binnenalsterbecken ist an drei Seiten umbaut und in ihr ist eine 35 Meter hohe Fontäne. Die Gebäude – Silhouette bietet in den Abendstunden, mit den spiegelnden Stadtlichtern, einen einmaligen Anblick. Im Alsterpavillon können Spaziergänger verweilen. Eine Stele neben dem Kanal erinnert an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges.

 

Cap San Diego

Es ist ein ausrangierter Stückgutfrachter und liegt als Museumsschiff im Hafen. Das Schiff ist noch seetüchtig, zum Hafengeburtstag schippert es die Elbe entlang. Durch den weißen Anstrich wird sie auch „weißer Schwan des Südatlantiks“ genannt. Erbaut wurde es 1961 und fuhr zwanzig Jahre nach Südamerika. Als es immer mehr Containerschiffe gab, wurde das Frachtschiff ausrangiert und zum Museumsschiff. Seit 2003 steht das Schiff unter Denkmalschutz, Besucher haben die Möglichkeit auf dem Schiff zu übernachten.

 

Colonnaden

So wird eine der berühmtesten Straßen Hamburgs genannt, mit einseitigem Arkadengang. Mit dem betreten der Colonnaden wähnt sich der Besucher in eine andere zeit. Verschiedene Anstriche und Verzierungen lockern das Erscheinungsbild. In den Gebäuden, welche unter Denkmalschutz stehen, des Neorenaissancestils befinden sich Geschäfte und Cafes. Der Gustav – Mahler – Platz beherbergt einen Brunnen. Die Colonnaden enden an der Esplanade.

 

Feuerschiff

Es liegt am Baumwall vor Anker, dient als bar, Restaurant und Hotel zugleich. Regelmäßig finden Veranstaltungen statt. Eigentlich liegt es trist im Hafen herum und ähnelt einem roten Leuchtturm. Im Gegenteil ist auf dem Schiff viel los.

 

Fischmarkt

Jeden Sonntag sind 70000 Besucher dort. Jeder findet etwas auf dem Markt, egal ob Obstkorb, Fisch oder Tropenblumen. Früh morgens kann man auch zu Live Musik tanzen. Angeblich werden die Marktschreier noch bis hin zur Reeperbahn gehört. Direkt an einer Freifläche am Hafenbecken der Elbe sind viele Stände und Marktwagen, von denen aus gehandelt wird. Die Körbe und Taschen werden so lange gefüllt, bis sich ein Käufer findet. Man muss nicht voll bepackt nach einem Besuch an der Elbe herumlaufen. Nur um zu schauen und dann ein Frühstück, eventuell in Form von Fischbrötchen, am Hafen mit Blick auf die Elbe lohnt sich auch.

 

Hummel – Denkmal

Der Wasserträger ist eine Hamburger Symbolfigur. Die reale Person „Hans Hummel“ war ein grimmiger Zeitgenosse des 19. Jahrhunderts. In der Neustadt, wo er lebte, steht heute sein Denkmal. Eine kleine Kinderfigur zeigt ihr blankes Hinterteil der Wasserträgerfigur entgegen. Die Szene spielt auf einen Hamburger Gruß an: „Hummel, Hummel“ dann „Mors, Mors“. Der Bildhauer Richard Kuöhl gestaltete 1938 das Denkmal, der Bauschmuck an den umliegenden Häusern stammt auch von ihm. Bis zum Betrieb der Rohrnetzanlage 1848 gab es Wasserträger in Hamburg.

 

Jungfernstieg

Der Jungfernstieg an der Binnenalster war früher eine eher bekannte Flaniermeile, wo Familien mit ihren Jungfern spazieren gingen, um eventuell den Auserwählten für die Tochter zu finden. Heute ist es ein Prachtboulevard, mit seit 2005 neu ausgebauten, breiten Gehwegen. Es befinden sich dort teils historische und teils neue Gebäude. Vom obersten Stockwerk des Alsterhaus hat man einen perfekten Blick auf die Flaniermeile. Der Jungfernstieg ist das Drehkreuz für den Nahverkehr.

 

Michel

Das Wahrzeichen der Hansestadt: Hauptkirche St. Michaelis. Beeindruckend ist das Kirchenschiff mit seinen drei Orgeln, wie auch der Gewölbekeller. Vom Kirchenturm aus hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt. Durch den 132 Meter hohen Turm fühlt man sich von der Kirche verfolgt, wenn man durch die Innenstadt läuft. Für viele ist dir Barockkirche eine der schönsten Kirchen Norddeutschlands. Der Turm ist verkleidet mit Kupferplatten, in 82 Metern Höhe genießt der Besucher einen tollen Ausblick ist der, mit acht Metern größten Turmuhr, sehr nah. Täglich bläst der Michel Trompeter um 10 und 21 Uhr, sonntags um 12 Uhr, seine Choräle. Vor der Turmbesteigung kann der „kupferne“ Erzengel Michael über dem Haupteingang erspäht werden. Die größte der drei Orgeln ist aus dem Jahre 1961 und kommt auf stolze 5 Manuale. Ab 12 Uhr ist jeden Mittag für eine Viertelstunde jemand am spielen. Das gesamte Kirchenschiff ist unterkellert, man kann dort das Gruftgewölbe erkunden.

 

Mönckebergstraße

Sie ist die zentral gelegene Haupteinkaufsstraße Hamburgs mit langer Tradition. Die Straße wird auch liebevoll „Mö“ genannt und ist die wichtigste Flaniermeile der Stadt. Eingeweiht wurde die Stadt 1909, ein Jahr nach dem Tod des Bürgermeisters Johann Georg Mönckeberg. Nicht nur einkaufen kann man dort, auch Architekturfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Das Klöpperhaus, auf der „Mö“, nähe des Hauptbahnhofs ist eine der ältesten Kontorhäuser. Bäume lockern das bunte Treiben auf, ein weiterer Hingucker ist ein kleiner Schmuckbau inmitten der Einkaufsmeil: Eine ehemalige Bücherhalle die aussieht wie ein Tempel.

 

Museumshafen Ovelgönne

Es ist ein Liegeplatz für Traditionsschiffe der Vereinigung zur Erhaltung historischer Wasserfahrzeuge in Neumühlen. Nah am Wasser liegen ehrwürdige Fischerboote, sowie historische Boote die zu Tränen rühren. Alle Boote sind noch voll funktionstüchtig. Am besten ist der Museumshafen mit der Linie 62 zu erreichen. Bereits bei der Anfahrt sieht man die schönen Boote. Die Schiffsanleger sind für alle frei zugänglich, teilweise werden Führungen angeboten und Gästefahrten.

 

Rathaus

Es ist nicht nur der Sitz von Senat und Bürgerschaft, sondern auch eins der wichtigsten Gebäude der Hansestadt. Im Zentrum steht der Prachtbau aus Sandstein und Granit. Es sieht aus wie ein Schloss und vereint unterschiedliche Baustile. Sieben Architekten haben sich an dem Gebäude ausgetobt, das Ergebnis sind Gotik-, Barock- und Renaissance – Elemente. Der Rathausturm ist ein besonderer Blickfang. Im inneren des Gebäudes gibt es auch viel zu entdecken. Die Diele wartet mit großen Säulen auf, in ihr finden regelmäßig Ausstellungen statt. Der große Festsaal oder der Kaisersaal sind zwei von insgesamt 647 Räumen. Im Innenhof befindet sich der Hygieia – Brunnen, eine weibliche Bronzefigur welche für „Gesundheit“ steht. Er erinner an die letzte Choleraepidemie im 19. Jahrhundert.

 

Reeperbahn

Wer am Tag über den Kiez läuft, findet eine ruhige Meile mit vielen geschlossenen Türen. Erst am Abend tobt dort das Leben. Überall leuchten blinkende Schriftzüge, die Clubs werden geöffnet, die Pubs locken mit Live Musik. Für die Herren gibt es das „Vergnügungsviertel“ mit ihren Läden. Auch die Fab Four „Beatles“ spielten in diesem Hamburger Viertel in Bars wie Club Indra oder dem Kaiserkeller. Den Beatles wurde an der Einmündung zur Großen Freiheit ein Denkmal gesetzt und ein Museum gewidmet. Auch ist dieses Viertel dafür bekannt, dass Frauen ihre Dienste anbieten. Einer der bekanntesten Straßenzweige ist die Herbertstraße. Der Zugang ist für Minderjährige und Frauen verwehrt. Im Panoptikum, ein Wachsfigurenkabinett, gibt es auf drei Etagen Berühmtheiten zu sehen. Für Musical und Theaterliebhaber gibt es das Operettenhaus.

 

Rickmer Rickmers

Das Schiff ist ein schwimmendes Wahrzeichen der Stadt. Der Dreimaster liegt in der Nähe der Landungsbrücken. Das Schiff wurde nach dem Enkel des deutschen Werftbesitzer Rickmer Clasen Rickmers benannt. Es hat einen markant grünen Anstrich und ist knapp 100 Meter lang. Der Dreimaster lief im Jahre 1896 vom Stapel und wurde zu einem Weltumsegler. Im ersten Weltkrieg wurde das Schiff konfisziert und als Segelschulschiff unter portugiesischer Flagge eingesetzt. Im Jahre 1978 fand es den Weg zurück in die Hansestadt. Seit der Restaurierung fungiert es als Museumsschiff. Nur für Dock – Aufenthalte verlässt das Schiff seine Anlegestelle. Betrieben wurde das Schiff durch Wind, Dampf und Diesel. Die Besucher können den Maschinenraum auch begutachten, im Bordrestaurant kann auch gespeist werden. Die Galionsfigur am Bug des Schiffes stellt Rickmer Rickmers da.

 

Speicherstadt

Im Stadtteil HafenCity; mit dem historischen Lagerhauskomplex der Speicherstadt, der Elbphilharmonie oder den großen Passagierschiffen; gibt es direkt an der Elbe viel zu erleben. Seit 2008 verwaltungstechnisch zusammen: Speicherstadt und HafenCity, jetzt wächst es wirklich zusammen. Schon lange wird das Hamburger Stadtbild von der historischen Speicherstadt, mit neugotischer Backsteinarchitektur, geprägt. Jetzt kommt dazu das Neubaugebiet mit der Elbphilharmonie, es soll im Jahre 2013 eingeweiht werden. Durch den Bau einer neuen U-Bahn Linie wird alles direkt an die Innenstadt angeschlossen. Einige architektonische Blickfänge in der HafenCity sind bereits fertig, darunter das Unilever Haus mit einer futuristisch anmutenden Fassade direkt am Hafenbecken, sowie auch der Marco Polo Tower mit Terrassen zum Verweilen. Am Wochenende sind viele Besucher, für ein Spaziergang, „Am Kaiserkai“ um den Traditionsschiffhafen mit bis zu 20 historischen Schiffen zu sehen. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der Speicherstadt werden heutzutage Freizeitangebote untergebracht. Es befinden sich dort auch Museen.

 

St. Nikolaikirche

Die ehemalige St. Nikolaikirche ist bekannt als Mahnmal und Gedenkstätte. Nur der Turm konnte vor dem Abriss bewahrt werden, nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Mit dem Bau der Hauptkirche wurde im Jahre 1195 begonnen. Fertig gestellt wurde sie im Jahre 1874. Im Jahre 1943 wurde sie zum großen teil zerstört, im Jahr 1951 wurden Teile der Ruine abgerissen. Der knapp 150 Meter hohe Kirchturm im neugotischen Stil konnte erhalten werden. Der Turm ragt als Mahnmal der Stadt überall heraus. Mit einem Panoramalift kann man in 76 Meter Höhe auf dem Turm den Ausblick genießen. Der Eingang zu den Kellerräumen zeichnet sich durch eine Gläserne Pyramide aus. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen und Konzerte statt. Auf der Fläche des Kirchenbaus steht die Bronzefigur „Weiblicher Engel“.

Erfahrungsbericht

 

Ein Tag in Hamburg, erst mal eine Schiffrundfahrt durch den Elbhafen. Nein, ich habe keine Rundfahrtschiff genutzt sondern ein Linienschiff, was wesentlich günstiger ist und man bekommt auch einiges zu sehen. Bin mit der Linie 62 gefahren, hin und zurück. Dabei gab es einen Teil der Reeperbahn zu sehen, den Fischmarkt, die Schifftankstation, das Schiffsmuseum und von weitem sogar das Theater vom König der Löwen. Nach der Schifffahrt ging es Richtung U – Bahn, vorbei an die Rickmer Rickmers, ein riesiges Schiff und wunderschön, weiter Richtung Cap San Diego, ein ziemlich unauffälliges Schiff ganz in weiß, Richtung Feuerwehrschiff, was jetzt ein Restaurant ist. Entlang der Schiffe sieht man auf der anderen Seite plötzlich zwei weiße Löwen die nicht wirklich ins bild des Hafens passen. Es ist eine Danksagung der Vietnamnesischen Flüchtlinge an die Hansestadt Hamburg für die Rettung mit der Cap Anamur. Mit der U – Bahn ging es weiter zur Mönckebergstraße wo es am Mö Grill eine lecker Currywurst gab, für zwischendurch. Am Mö Grill ist auch ein Brunnen den man gesehen haben sollte. Zu Fuß ging es weiter Richtung Rathaus, welches man von weitem schon sehen kann. Achtung, an allen Ecken und Kanten sind schöne Gebäude mit Figuren am Haus. Angekommen beim Rathaus hatten wir das Pech, dass es an dem Tag keine Führungen gab. Habe ich mich halt unten umgesehen und bin mit meiner Freundin ins Parlament (Cafe / Restaurant im Rathaus) eingekehrt zum Kaffee trinken. An den Wänden des Cafes gab es viele Bilder von Hamburger Künstlern. Unbedingt sehen muss man das Rose Zimmer. Beim ersten Anblick sieht es gar nicht so toll aus, aber wenn man weiter reingeht gibt es große Augen. Der Raum wurde früher genutzt von Damen, die ihre Herren in die Gaststätte begleitet haben. Damals war es nicht üblich, dass die Herren von Damen begleitet wurden und die Damen wurden somit im Rose Zimmer abgeliefert. Weiter ging es in den Innenhof vom Rathaus wo ein wunderschöner Brunnen steht. Wenn man Souvenirs kaufen möchte, kann man dieses gut am Rathausplatz oder man macht eine Bruny Drogerie unsicher. Dort gibt es auch feine Dinge der Stadt Hamburg. Ich habe dann noch die Colonnaden besichtigt an der Binnenalster. Achtung, wenn man direkt am Fluss steht und jemand die Möwen füttert. Dann fühlt man sich wie im Hitchcock Klassiker „Die Vögel“, es könnte sein, dass man auch in die Alster plumpst. Mit der U – Bahn ging es dann weiter zum Schweinske am Bahnhof Altona. Lecker essen und das ganz günstig, ab 16 Uhr haben die dort auch Cocktail Happy Hour für die mittleren Drinks, später auch für die großen Getränke. Einfach ein Genuss. Mit dem Musical Tarzan, was ich mir ansehen durfte, haben wir den Abend ausklingen lassen.

 

Fazit: Ein gelungener Tag, den ich gern wiederholen würde.