Ingolstadt

Die Donau fließt mit ihrer vollen Schönheit durch die Stadt. Um die Donau wieder mehr in das städtische Leben zu integrieren wurden im Jahr 2007 an der Nordseite Uferbefestigungen und Terrassen errichtet. Auf der Südseite befindet sich eine Seebühne. Ingolstadt hat eine weitgehend erhaltene historische Altstadt, es gibt in der Stadt 582 Baudenkmäler. Ein historischer Trümmerberg aus den napolischen Kriegen, der Scherbelberg, und ein ehemaliger Wachturm (Pfeifturm) aus dem 14. Jahrhundert geben einen schönen Ausblick über die Altstadt. Nach der Stadtumwallung und Stadtwerdung sind geblieben die Moritzkirche, die Untere Pfarr (1234) und der Herzogskasten (Herzogsschloss). Die frühesten Bestände der beiden Ingolstädter Klöster stammen aus dem 13. Jahrhundert. Es ist das Gnadenthalkloster und Franziskanerkloster mit Kirche und Spital. Aus dem 14. Jahrhundert stammt die zweite Stadtumwallung. Viele Teile der Stadtmauer blieben erhalten, sowie das Wahrzeichen, das Kreuztor. Weitere Teile sind die Nebentore „Taschenturm“ und „Münzbergtor“ aus dem Jahr 1930. Das alte Rathaus stammt auch aus dem 14. Jahrhundert, es wurde das erste mal im 16. Jahrhundert umgebaut und das letzte Mal 1882. Aus der Zeit des Herzogtums Bayern – Ingolstadt stammt das neue Schloss und das „Münster Zur Schönen Unserer Lieben Frau“ (die Obere Pfarr), beides eindrucksvolle Beispiele der Spätgotik im Auftrag gegeben von Ludwig dem Gebarteten. 1429 stiftete der herzog das Pfründnerhaus, seit 1472 eine Universität. Es befinden sich auch mehrere sehenswerte Bürgerhäuser in der Stadt, das älteste ist das Birnbaumhäusl aus 1470. Hervorzuheben sind auch das Kaisheimer Haus und das Ickstatt – Haus mit der höchsten Barockfassade Süddeutschlands. Auch aus der Zeit als Universitätsstadt ist die alte Anatomie, eine im Stil einer Orangerie gebauter, spätbarocker Prachtbau, von 1723. Die Asamkirche, 1732/36 erbaut als Oratorium der marianischen Studentenkongregation, es gilt als Höhepunkt des Schaffens der Brüder Asam. Die Kirche enthält mit der „Lepanto – Monstranz“ eine der wertvollsten Monstranzen der Welt. Die Festungsanlage aus dem 19. Jahrhundert ist ebenfalls zu großen Teilen erhalten. Dazu zählen das Reduit Tilly und die Türme Baur und Triva. Auch sind vier Kavaliere und eine der Fronten, mehrere Batteriestellungen und Flankenbatterien erhalten. Das jüngste Baudenkmal Bayerns ist das Theater Ingolstadt. 1968 wurde vor dem Hauptbahnhof, als Denkmal, die Dampflokomotive 98507 ausgestellt, sie ist die letzte Vertreterin der Baureihe. Die Stadt hat auch zahlreiche Parks, Grünanlagen und Wälder. Das Vorfeld des ehemaligen Festungsgürtels ist am prägendsten. Durchzogen wird es von Fuß- und Radwegen mit guter Sicht auf die Festungsbauten. Der größte Wald ist der Auewald am nördlichen und südlichen Donauufer. Es liegt zwischen Neuburg und Ingolstadt und dient als Naturreservat, sowie Naherholungsgebiet.