Meschede

Agatha Kapelle Löttmaringhausen

Sie steht auf dem Hof Heinemann. In den 90er Jahren wurde der Dachstuhl renoviert, dabei entdeckte man in der Glocke die Inschrift „1748“. Dieses Jahr wird als Entstehungsjahr der Kapelle vermutet.

 

Altes Amtsgericht

Ein spätklassizistisches Gebäude, erbaut 1845 – 48 durch die preußische Regierung. Unterschiedliche Gerichtsbarkeiten wurden hier untergebracht. Seit 1990 ist es die Nebenstelle des Finanzamts.

 

Christuskirche

Ein 1839 erbauter klassizistischer Saal mit halbrundem Chor und einem Dachreiter von 1866. Die Evangelische Kirchengemeinde wurde 1821 als Filialgemeinde von Arnsberg gegründet. Erst feierte man noch in der Kirche des Klosters Galiläa Gottesdienste. 1837 wurde dann eine eigene Kirche in Meschede gebaut und 1839 geweiht. Von außen ist die Kirche weitgehend noch im Originalzustand. 1917 wurde eine der zwei Glocken am Dachreiter für Kriegszwecke demontiert, 1927 passierte dies auch mit der zweiten Glocke. 1945 wurde die Kirche durch Bombeneinschlag schwer beschädigt. Die neuen Hauptfenster und kleinen Seitenfenster entstanden 1955, der Innenraum wurde 2003 renoviert.

 

Evangelisches Pfarrhaus

Es ist eines der wenigen historischen Gebäude, welche den Krieg überstanden haben. 1998 und 1999 wurde es stilgerecht restauriert. Um 1853 wurde das Fachwerkhaus gebaut, bedeutend ist die kunstvolle Verschieferung, die Asymetrie der Hauptschauseite (wie bei einem Querdeelenhaus von ca. 1800), der klassizistischen Stilmerkmale im Eingangsbereich und dem Giebel mit Okulus.

 

Franziskus – Xaverius Kapelle

Sie ist auf dem Ernsthof an der B7 und wurde auch geweiht. Die Kapelle wurde als Oktogon im 19. Jahrhundert gebaut, bestehend aus einem achteckigen Zentralbau mit Pyramidendach und hohen Dachreiter. Die Glocke stammt aus Immenhausen, welches im Hennesee versunken ist.

 

Gänserich Kapelle

Sie steht in etwa 500 Meter Höhe, entlang des beschwerlichen Wegs, hinauf nach „Vogelsang“. Erstmals erfasst wurde sie 1894, erst im Besitz der Stadt Meschede, im 19. Jahrhundert im Besitz der Familie von Fürstenberg. Völlig renoviert wurde das Kapellchen 1998, da der Altar abgeschlagen war, die Figur des blutschwitzenden Heilands zerstört und die Tür zertrümmert. Für den neuen Altar wurde ein 4,5 Tonnen schwerer Grauwacke Fels angeliefert. Geschmückt ist er mit dem Wappen von Meschede und dem des Eigentümers Baron von Fürstenberg. Vom Baron kommt auch die Marienstatue aus Oberammergau. Auf dem Dach ist ein kupferner Wetterhahn, eine verkleinerte Nachbildung des Hahn von der Pfarrkirche St. Walburga. Die Patenschaft über die Kapelle hat seit 2009 die Kolpingsfamilie Meschede.

 

Haus Meschede

Es steht neben dem Rathaus, vermutlich hat das Haus einen mittelalterlichen Kern, wurde aber 1740 in die heutige Form gebracht. Der Krieg hat das Gebäude nicht zerstört.

 

Hennesee

Es ist ein Stausee, welcher die Wasserversorgung im Ballungsraum sicherstellt. Die alte Talsperre von 1901/05 wurde im Laufe der Jahrzehnte durchlässig und 1949 stillgelegt. Ein neuer Damm wurde errichtet.

 

Hünenburg

Es existieren noch Reste der Fliehburg aus dem 9. Oder 10. Jahrhundert. Sie liegt hoch über der Ruhr und stammt aus der Zeit der Sachsenkriege Karls des Großen. Heute ist kaum noch was von ihr zu sehen. Es waren zwei Halbkreiswälle, von außen von einem Graben umgeben. Die Burg muss eine Zeitlang bewohnt gewesen sein.

 

Kloster Galiläa

Im Jahre 1484 erbaut als Ausweichquartier für Dominikanerinnen vom Klausenberg, im Jahr 1840 als letztes Kloster in Westfalen aufgehoben. 1860 fand ein Abbruch der Kirche und Wohngebäude statt, ein Flügel blieb bis heute stehen.

 

Kriegsgräber Ehrenfriedhof

Im ersten Weltkrieg gab es im Norden von Meschede ein Gefangenenlager. Die verstorbenen Gefangenen wurden auf einem Friedhof im Schweinsbruch vergraben. Besonders die Franzosen haben sich für dessen Ausgestaltung eingesetzt. Bekannt ist er auch unter dem Namen „Franzosenfriedhof“. Nach dem Ende des 1. Weltkrieg haben die Nationen die Verstorbenen in die Heimatländer geholt – nur die Russen sind noch dort.

 

Meilenstein

An der B55 stehen Meilensteine, an der „napoleonischen Straße“. Napoleon hat den alten Feldweg befestigen lassen, 1827 – 29 wurde es zu einer „Chaussee“ mit Meilensteine. Es sind preußische Meilen (Meile = ca. 7,6 km).

 

Michaelskapelle

Auf dem Klausenberg wurde ca. 1150 eine Kapelle errichtet, angegliedert wurde im 15. Jahrhundert eine Klause, in der Dominikanerinnen wohnten. Jetzt sind sie im Kloster Galiläa. Im 17. Jahrhundert wurde sie renoviert, bis 1810 wohnte dort ein Klausner. 1819 wurde die Kapelle zum Privatbesitz des Grafen von Westphalen, 1937 errichtete er dort ein Familienfriedhof. Der kostbare spätgotische Schnitzaltar stammt aus dem Kloster Galiläa.

 

Mescheder Geschichtssteine

An verschiedenen Orten der Innenstadt stehen 20 Schieferblöcke. Auf ihnen sind Hinweise zur Geschichte der Stadt. In der Tourist Info gibt es dazu ein  Informationsheft.

 

Neues Amtsgericht

Das Gebäude war seit 1832 Sitz der Verwaltung. 1895/96 wurde der linke Trakt errichtet. 1913 bis 1923 wurden das Langhaus und der Südflügel hinzugefügt, der ältere Nordflügel wurde in seinem klassizistischen Stil erhalten, die neuen Teile im Renaissance- und Barockstil gebaut. Seit 1990 ist dort das Amtsgericht.

 

Pulverturm

Errichtet wurde er 1825, außerhalb der Stadt, als Schießpulverlager für das preußische Landwehrbataillon.

 

Schatzkammer in St. Walburga

Es gibt dort alte Kelche, Monstranzen und andere Kulturgegenstände, Messgewänder,

das Reliquiar des hl. Nepomuk, Originaltonkrüge vom 8. Jahrhundert aus der Pfarrkirche und vieles mehr zu bewundern.

 

St, Georgs Kapelle

Über diese Kapelle gibt es einiges zu lesen unter mittelalterliche Gebäude.

 

St. Walburga

Die Stiftskirche steht auf den Grundmauern eines vorromanischen Baus, seit 1787 ist sie Pfarrkirche. Als Mittelpunkt eines adeligen Damenstiftsgalt sie im 9. Jahrhundert. Nachweislich aus den Jahren 897 bis 913 stammt der Turm und die erste gemauerte Kirche. Die jetzige Apsis mit der erhöhten Choranlage entstand nach einem Brand im 12. Jahrhundert. Der Bau wurde im Dreißigjährigen Krieg so zerstört, dass sie, 1663 – 64, im heutigen gotisierten Stil zu einer Hallenkirche wurde. 1981 wurden die Sandsteinfiguren, welche seit 1664 außen an der Kirche waren, nach innen geholt, außen sind wetterfeste Kopien. 1965 und 1981 fand man bei Kirchenrenovierungen die Choranlage der vorromanischen Kirche. Sie ist heute zugänglich unter dem Hochchor. Zusätzlich wurden Tongefäße gefunden. 1965 wurde die Kirche erweitert durch die Emhildiskapelle, als selbstständiger Baukörper neben dem Altbau. In der Kirche befindet sich eine Chororgel und die Hauptorgel.

 

Wasserschloss Laer

Erstmals 1268 urkundlich erwähnt als Lehnsgut des Stifts Meschede. 1602 wurde das Gut vom Hofmeister Heinrich von Westphalen erworben. 1669 entstand das Portal und die Haube des Portalturms. 1764 erfolgte der Ausbau.