Minden

Die Stadt wurde 798 das erste mal schriftlich erwähnt in den Fränkischen Reichsannalen. Um 800 wurde das Bistum Minden von Karl den Großen gegründet. Bischof Milo von Minden bekommt 977 von Kaiser Ott II. das Markt-, Münz- und Zollrecht verliehen. Die Mindener Bürger und ihr rat begannen um 1230 selber zu handeln, unabhängig vom Bischof. Für alle Mindener Bürger gilt ab 1530 eine evangelische Kirchenordnung. Kaiser Karl V. gibt 1552 das Recht der freien Schifffahrt auf der Weser an die Mindener. 1627 bekommt die Stadt das Stapelrecht von Kaiser Ferdinand II. Jeder Transport musste in Minden anhalten um dort erst die Waren zum Verkauf anzubieten. Seit 1625 war Minden von kaiserlichen Truppen besetzt, 1634 kamen die Schweden im Dreißigjährigen Krieg und blieben bis 1650. Der Kurfürst von Brandenburg bekam 1648 Stadt und Stift Minden im Rahmen des Westfälischen Friedensvertrag. Minden wird 1723 preußisches Verwaltungszentrum für die Provinzen Minden, Ravensberg, Tecklenburg und Lingen. In der Schlacht bei Minden 1759 besiegt Herzog Ferdinand von Braunschweig ein französisch – sächsisches Heer. Die Stadt wird 1806 von den Franzosen besetzt und ging an das Königreich Westphalen. Ab 1806 gehört sie zum französischen Kaiserreich. Preußen erobert die Stadt 1813 zurück und baut sie zur Festung aus. Das preußische Regierungsbezirk Minden wird 1816 eingerichtet. Die Köln – Mindener Eisenbahn wird 1847 eröffnet und die Festung 1873 aufgehoben. Das deutsche Kanalwegesystem wird mit Minden und der Weser verbunden im Jahre 1915 / 16 durch den Mittellandkanal und das Wasserstraßenkreuz. In der Reichspogromnacht 1938 wird die Mindener Synagoge zerstört. 1943 – 45 gibt es Luftangriffe, Teile der Mindener Innenstadt (Dom und Rathaus) werden zerstört. Die Bezirksregierung wird 1947 nach Detmold verlegt.