Moritzburg

Die Verbindung von Natur und Architektur macht Moritzburg zu einem der reizvollsten Urlaubsziele in Sachsen. Der Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hat das barocke Jagdschloss bekannt gemacht und bildet den Mittelpunkt der Teichlandwirtschaft. Um 1500 wurde der sumpfige Friedewald durch Teiche, die angelegt wurden trocken gelegt. Dadurch entstand der Schlossteich wo in der Mitter Schloss Moritzburg steht. Auf vielen Wegen kann man die Schönheit der Stadt besichtigen. Zu Fuß, mit dem Rad, mit der Kutsche oder der romantischen Dampfeisenbahn kann man auch thematische Führungen durch Wald und Dorfkern unternehmen. Käthe Kollwitz letzter Wohnsitz war Moritzburg, dieser gibt heute eine kleine grafische Sammlung, mit interessanten Einblicken, ihres künstlerischen Schaffens. Auch eine lange Tradition der Pferdezucht, Teichfischerei und Jagd wird gepflegt. Ein weiträumiges Wildgehege, mit historischem Artenreichtum, ist ein beliebtes Ausflugsziel.

 

Evangelische Kirche

Sie wurde 1902 – 1904 als Pendant zum Schloss errichtet. Der baustil wurde in kreativer Bauweise auf den barock des Schlosses bezogen. Der Kirchturm ist nach liturgischen Gesichtspunkten gestaltet. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und widerstand zwei Mal der Gefahr der Zerstörung im 2. Weltkrieg. Nach der Wende wurde sie grundlegend saniert.

 

Käthe – Kollwitz – Haus

Käthe Kollwitz hatte ihren letzten Wohnsitz in Moritzburg und ist auch dort verstorben. Seit 1995 ist das Haus ein Museum, mit einer grafischen Sammlung von ca. 30 Originalwerken gibt es dort ein Überblick, von mehr als 50 Jahren ihres Schaffens. Ganz persönliche Lebenssituationen zeigen die Fotografien und Auszüge aus den Tagebuchaufzeichnungen. Zu der eigentlichen Ausstellung gibt es thematische Sonderausstellungen.

 

Leuchtturm

In der Nähe des Schloss gibt es einen kleinen Hafen, welcher alleine zur Unterhaltung dient. Im 18. Jahrhundert wurde er genutzt zur Imitation von Seeschlachten mit Holzfregatten. Die kurfürstlichen Gesellschaften fanden die Schauspiele und Hetzjagden amüsant. Hintergrund für die Anlage war die Schlacht bei den Dardanellen (1770). Zu besonderen Anlässen kann man den Turm besichtigen.

 

Sächsisches Landgestüt

Die königlichen Jagdstallungen wurden 1733 erbaut. 1815 wurde entschieden, dass 38 Deckhengste in den Stallungen aufgestallt wurden. Darauf wurde weiter aufgebaut und es entstand das Landesgestüt. 1960 wurde umgestellt auf Reitpferdezucht. Seit 1992 ist es der Sitz der Sächsischen Gestütsverwaltung. Im September findet auf dem Paradeplatz alljährlich die Moritzburger Hengstparade statt.

 

Schloss

Gebaut wurde es von 1542 bis 1546 von Herzog Moritz von Sachsen. Es wurde schon in mehreren Filmen genutzt. Weitere Infos unter Gebäude im Mittelalter.

 

Wildgehege

Es ist eine Einrichtung des Staatsbetriebes Sachsenforst, die Wurzeln liegen im „Alten Thiergarten“ von 1693/94. Es gibt noch alte Mauerreste, welche Bestandteil der alten Anlage sind. Heute gibt es über 30 verschiedene heimische Tierarten in dem Park, in naturnahen Gehegen. Der Park ist zu jeder Jahreszeit geöffnet.

Erfahrungsberichte

 

08.05.2013

 

Wenn man von Dresden aus nach Moritzburg fährt, erlangt man als erstes die Schlossallee. Direkt vorne an der Stadt sieht man dann, auf der linken Seite, die historische Kirche der Stadt, Sie ist definitiv eine Besichtigung wert, auch wenn sie von außen viel schöner ist als von Innen, die beeindruckende Orgel sollte man gesehen haben. Weiter die Straßen runter in die Stadt, fährt man direkt auf das Schloss zu. Linksseitig ist ein großer Parkplatz, direkt gegenüber vom Parkplatz ist das bekannte Pferdegestüt von Moritzburg. Wir haben uns dann mehr auf das Schloss konzentriert. Man kann es leider nur noch mit Führung besichtigen. Aber wenn man gerade hindurch geht, kommt man an der anderen Seite in den großen Garten. Von dort aus kann man zum Fasanenschlösschen laufen. Dieses ist fast noch schöner, als das Hauptschloss selbst. Gern wäre ich noch zum Tierpark, wenige Kilometer vom Schloss entfernt, gefahren, aber dazu fehlte uns leider die Zeit!