Potsdam

Alter Markt

Umrahmt wird er von der Fachschule Potsdam, der Nikolaikirche, dem Alten Rathaus und dem Knobelsdorff – Haus. In der Mitte des Marktes steht ein Obelisk, am Rand des 2002 wieder errichteten Fortunaportal. Das Fortunaportal, auf der Spitze sieht man die Fortuna, ist der ehemalige Eingang zum Potsdamer Stadtschloss.

 

Alter und neuer Friedhof

Beide liegen an der Heinrich – Mann – Allee. Seit 1736 besteht der alte Friedhof mit einer klassizistischen Leichenhalle. Dort befinden sich unter anderem die Grabstätten von Hermann Schulze (Sozial- und Bildungsreformer), Ernst von Bergmann (Arzt) und dem Orgelbauer Alexander Schuke. Grabdenkmale von Johann J. Quantz (Komponist), Peter Benkert (Bildhauer) und Eleonore Prochaska (Freiheitskämpferin) gibt es zu sehen. 1866 wurde der neue Friedhof geschaffen, dort sind Gräber von Hans Geiger (Physiker) und Bernhard Kellermann (Schriftsteller) zu finden.

 

Alte Wache

Sie befindet sich in der Charlottenstraße, Anfang des 18. Jahrhunderts wurden dort die Händler, angereist aus Werder und Brandenburg/Havel, kontrolliert. Sie fungierte als Hauptwache, nach einer sogenannten 2. Stadterweiterung. Nach einem Umbau, mit klassizistischer Säulenkolonnade, residiert dort heute eine Bank.

 

Belvedere auf dem Klausberg

Dieses bietet einen reizvollen Blick in den Park Sanssouci. Es ist das letzte Gebäude, das unter Friedrich II. in Sanssouci entstanden, nach antikem Vorbild. Der Bau brannte im 2. Weltkrieg völlig aus und wurde nach der Wende aufwändig rekonstruiert. Von dort aus kann man über eine Prachtstraße zum Schloss Sanssouci spazieren.

 

Belvedere auf dem Pfingstberg

Seit Ende Juni 2003 ist es wieder für Besucher zugänglich. Aufwändig rekonstruiert wurden der Ostturm, die östliche und nördliche Kolonnade und die Ostarkade. Friedrich Wilhelme IV. ließ es wegen der schönen Aussicht ab 1847 errichten, mit italienischem Einfluss. Ursprünglich wesentlich größer geplant, wurde es 1863 in kleinerer Form fertiggestellt, nach 1945 verfiel es.

 

Bornstedter Friedhof

Auf diesem Friedhof wurden fast alle Mitarbeiter und arbeitende Menschen des Bereichs von Sanssouci beerdigt. 1842/43 wurde die Kirche mit freistehendem Campanile erbaut. 1881/82 wurde die Bornstedter Kirche in der noch heutigen Fassung erbaut. Im Gotteshaus befinden sich bemerkenswerte Ausstattungsgegenstände.

 

Botanischer Garten

Er gehört zu der Universität Potsdam. 1950 wurde er auf dem Gelände des ehemaligen Terrassenreviers der Hofgärtnerei von Sanssouci angelegt. 4600 verschiedene Pflanzenarten sind in den Gewächshäusern kultiviert. Die Freilandanlagen beherbergen etwa 4000 verschiedene Pflanzenarten.

 

Brandenburger Tor

Es steht am westlichen Ende der Brandenburger Straße. Das Tor ähnelt einem römischen Triumphbogen und hatte zwei Baumeister. Das Karree davor wurde 1744 angelegt, aber erst 1854 bepflanzt. 1939 wurde der Platz gepflastert, die Bäume bis auf einige Säuleneichen beseitigt. 1909 – 2000 wurde eine Tiefgarage gebaut, Lindenreihen gepflanzt und ein Springbrunnen in der Platzmitte gesetzt.

 

Drachenhaus

Oberhalb des Weinberges entstand 1770/72 das drachenhaus als Quartier für die Winzer, als Vorbild diente die Ta – Ho – Pagode aus Kanton, Carl von Gontard wandelte die Vorlage zum Teil ab. Durch geschwungene Wände wurde mehr Platz für Fenster gewonnen und der Raum im Untergeschoß vergrößert. Auf den dachkanten wurden 16 vergoldete Drachen gesetzt. Ein Pächter richtete nach der Jahrhundertwende dort ein Kaffeeausschank ein, um den Verfall des Gebäudes Einhalt zu gebieten und den Wünschen der Besucher näher zu kommen. Der große Küchenraum wurde an der Nordseite errichtet und 1935 erweitert. In den historischen Innenräumen gibt es 85 und auf der Sonnenterrasse 160 Plätze. Im Drachenhaus gibt es auch immer wieder Kammermusik Konzerte.

 

Jagdschloss Stern

Es ist im Stil eines holländischen Bürgerhauses gebaut in den Jahren 1730/32 von Friedrich Wilhelm I. Heute gibt es dort Jagdgemälde, Geweihe und eine Küche zu sehen. Die für die Jagd genutzte Parforceheide liegt gleich in der Nachbarschaft.

 

Marmorpalais

Es entstand 1787 für Friedrich Wilhelm II., das frühklassizistische Palais wurde erst nach dem Tod des Königs im Jahre 1845 beendet. Die bedeutendsten Räume sind der Konzertsaal mit dem angrenzenden Vorzimmer und das orientalische Kabinett. Man kann herrlich auf den neuen Garten, den Heiligen See und die Havellandschaft schauen, vom Obergeschoss. Bei einer Besichtigung ist wichtig zu sehen:

Der Grottensaal

Der Konzertsaal

Wohnräume des Königs

Die kostbare englische Wedgewood – Keramik

 

Nauener Tor

Es befindet sich in der Nähe zum Holländischen Viertel. Es ist eins der frühesten Bauwerke nach dem Vorbild der englischen Neugotik. Beim Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auf dem neugotischen Stil zwischen den Türmen geachtet.

 

Neuer Markt

Es ist einer der schönsten erhaltenen Barockplätze Europas. Im Zentrum des Platzes befindet sich die Ratswaage, heute eine Gaststätte. Der ehemalige Kutschstall beherbergt heute das „Haus der Brandenburg – Preußischen Geschichte“. Das kabinetthaus war vorher Friedrich Wilhelm II. sein Stadtpalais. Hier wurde auch Friedrich Wilhelm III. geboren. Drei Jahre vorher wurde Wilhelm von Humboldt dort geboren.

 

Neuer Lustgarten

Es war einmal die älteste Gartenanlage Potsdams und gehörte zum Potsdamer Stadtschloss. Später entstand dort ein Sportstadion. 2001 zur Bundesgartenschau wurde er neu gestaltet. Der Stadtplatz und die Gartenanlagen wurden im modernen Stil errichtet, das Neptunbassin und die Ringerkolonnade restauriert. Viele große Veranstaltungen finden auf dem Festplatz statt.

 

Neues Palais

Es ist das größte Bauwerk im Park Sanssouci, errichtet 1763 bis 1769 am westlichen Ende der Hauptallee auf Wunsch Friedrich II. Es diente der Repräsentation und als Gästeschloss. Oben auf dem Schloss ist eine hohe Tambour – Kuppel. Etwa 60 Räume, von 300, können besichtigt werden. Darunter der Grottensaal, die Marmorgalerie und die Gästeappartements. Noch heute dient das Schlosstheater als Spielstätte.

 

Nikolaikirche

Es ist eine protestantische Kirche und eine der bedeutendsten Bauwerke aus dem deutschen Klassizismus. Ab 1828 wurde sie nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels erbaut, mit zwei seiner Schüler. Der Grundriss hat die Form eines griechischen Kreuzes, ein Kreuzarm ist durch eine halbrunde Apsis erweitert. Das von Säulen gestützte Portal erinnert an einem antiken Tempel. Die Kirche ist das Wahrzeichen von Potsdam mit ihrer weit sichtbaren Kuppel.

 

Schloss Cecilienhof

In diesem Schloss fand vom 17. Juli bis 02. August 1945 die Potsdamer Konferenz statt. Die Hohenzollern haben dieses Schloss als letztes gebaut. Kaiser Wilhelm II. ließen für seinen ältesten Sohn und dessen Frau von 1914/17 im Norden des Neuen Gartens errichten. Der Architekt orientierte sich am englischen Tudor – Stil. Der Bau passt sich gut in der Umgebung ein, heute ist es ein Hotel.

 

Schloss Charlottenhof

Es entstand 1826/29 und zählt zu den Hauptwerken Karl Friedrich Schinkels für das Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm IV. und Elisabeth. Vorbild waren italienische Renaissancevillen, gebaut wurde auf den Fundamenten eines alten Gutshauses. Im Innern des Schlosses sind die Wohnräume des Kronprinzenpaares zu besichtigen.

 

Schloss Sanssouci

Es war der Lieblingsort von Friedrich dem Großen, welcher es als Sommerresidenz und Lustschloss nutzte, wo er sein Privatleben genießen wollte. Erbaut wurde es 1745 b is 47 nach Vorstellungen des Königs auf dem Weinberg. Es gilt als Hauptwerk deutscher Rokokoarchitektur. Die Räume sind noch immer original ausgestattet.

 

St. Peter und Paul Kirche

Sie steht am östlichen Ende der Brandenburger Straße. Der fast 60 Meter hohe, italienische Glockenturm ist das Kennzeichen des gelben Backsteinbaus. Das 1867/70 erbaute byzantinische und romanische Gotteshaus hat mehrere Vorgängerbauten an verschiedenen Orten der Stadt. Das Vorbild steht in Italien. Das Hochaltarbild und die beiden Bilder am Nebenaltar sind von Antoine Pesne.