Prüm

Die Stadt wird noch immer geprägt von der ehemaligen Reichsabtei, auch wenn deren Glanz seit der „Franzosenzeit“ verblasst ist. Im Jahr 721 stiftete die fränkische Edle Bertrada das Kloster. Schnell stieg Prüm zum Hauskloster der Karolinger auf. Es birgt auch das einzige Kaisergrab der Eifel. Zu jener Zeit bildete Prüm das Zentrum eines kleinen Klosterstaates, der mächtiger war als das Bistum Trier. Erst im 18. Jahrhundert musste sich Prüm endgültig der Vormacht Triers beugen.

 

Abtei Prüm

 

Das prachtvoll verzierte Abteigebäude trägt die Handschrift des berühmten süddeutschen Barockarchitekten Balthasar Neumann. Jahrzehntelang wurde im Auftrag des Erzbischofs gebaut, bis man 1765 die Vollendung aufgab. Kurz darauf wurden die Gebäude unter Napoleon säkularisiert.

 

Basilika Prüm

 

Die „Goldene Kirche“ der Karolinger wurde 1721 bis auf einen Turm abgerissen und durch einen Neubau, die heutige Basilika, ersetzt. Der dreischiffige Bau gefällt durch seine barocken Formen. Heftige Diskussionen löste 1944 der neue Farbanstrich der Kirche aus.