Regensburg

Allerheiligenkapelle

Sie steht im östlichen Kreuzganghof am Domkapitelhaus und ist ein bedeutender romanischer Zeltbau, errichtet als Grabkapelle von Bischof Hartwig II. Eine der wenigen Kirchenräume des 12. Jahrhunderts. Welcher die ursprüngliche Ausstattung, ohne wesentliche Hinzufügungen bewahrt hat. Das Thema der Malereien ist das Allerheiligenoffizium. Sie ist Bestandteil der Architektur. In der Kuppel sieht man die Hierarchie mit Christus als Weltherrscher. Es fehlt in der Darstellung das Lamm. Die Fenster darunter sind von Ornamentstreifen umgeben. Die drei Mysterien sind in den Laibungen des östlichen Tambourfensters versinnbildlicht, leider nicht mehr vollständig zu identifizieren. Weitere Fensterlaibungen zeigen die drei Heiligen Fides, Spes und Karitas. Auch in den Konchen sind viele Malereien zu entdecken.

 

Alte Kapelle

Eigentlich ist es die Stiftskirche Unserer Lieben Frau. Erreichen kann man sie in dem man an der Südfassade des Doms St. Petri entlang läuft, in der Richtung zum Alten Kornmarkt. Sie gilt als älteste Kirche Bayerns und geht Überlieferungen nach auf ein Heiligtum aus der Römerzeit zurück. 1747 fand eine Umgestaltung statt, die dreischiffige romanische Basilika und ihr hoher spätgotischer Chor wurde im Stil des bayrischen Rokoko erbaut. Das sehenswerte Gnadenbild zeigt die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind, ein Geschenk von Papst Benedikt VIII. an Kaiser Heinrich II. zu dessen Krönung. Eine weitere Besonderheit ist die neue Orgel, sie wurde zu Ehren Papst Benedikt XVI. getauft und 2006 geweiht.

 

Altes Rathaus

Im 13. Jahrhundert entstanden, fällt dem Betrachter als erstes der imposante Turm des Rathauses auf. Gebaut wurde es am zentralen Markt, heute kann man den dreiteiligen Gebäudekomplex bewundern, nach vielfältigen Zu- und Umbauten. Ab 1594 fanden die einberufenen Reichsversammlungen statt im leuchtend gelben Gebäudeteil. Im ehemaligen Tanzsaal tagte von 1663 bis 1806 der immer währende Reichstag aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im Erdgeschoß befindet sich die Touristeninformation. Bei täglich stattfindenden Führungen kann man den Reichssaal, sowie die Fragstatt im Keller besichtigen.

 

Basilika St. Emmeram

Erbaut während der karolingischen Zeit im 8. Jahrhundert. Die Gebrüder Asam haben es im 18. Jahrhundert barockisiert. Sie ist eines der bedeutendsten Klöster in Bayern, jetzt eine der Hauptkirchen des Bistums Regensburgs.

 

Dominikanerkirche St. Blasius

Sie steht am Albertus – Magnus – Platz. Sie ist eine der schönsten und frühesten (13. Jahrhundert) gotische Bettelordenskirchen in Deutschland. Betont wird der Bettelordencharakter  der Dominikaner durch den besonderen Innenraum und dessen strenge Schlichtheit.

 

Dompfarrkirche Niedermünster

Sie wurde bereits im 7. Jahrhundert auf römischen Gebäuderesten aus Holz errichtet und ist eine ehemalige Kirche des freien und adeligen Damenstifts. Die heutige Kirche wurde nach einem Brand und Zerstörung der ottonischen Basilika wieder errichtet, im 12. Jahrhundert und später barockisiert.

 

Dom St. Peter

Eine der bedeutendsten Leistungen der Gotik in Bayern, mit seinen weit sichtbaren Türmen. Die farbenprächtigen Glasfenster stammen aus den 13./14. Jahrhundert. Der Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert wird geprägt durch das gotische Kreuzrippengewölbe. Einst war es die Begräbnisstätte Regensburger Bürger und Domherren. Es ist die einzige gotische Kathedrale in Bayern.

 

Evangelische Neupfarrkirche

Ausgangsort für die Verbreitung des protestantischen Glaubens und Stammkirche der evangelisch – lutherischen Gemeinde in Regensburg. Im Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert befand sich auf dem gebiet das jüdische Viertel. Nach der Vertreibung der Juden wurde die Fläche frei für den heutigen Neupfarrplatz. Bei den Abrissarbeiten ereignete sich ein schwerer Unfall. Der Schwerverletzte überlebte und daher glaubten viele Menschen an ein religiöses Wunder. Daraufhin setzte ein großes Ausmaß an Wallfahrt ein, deshalb wurde an der Stelle des Unfalls die „Kapelle zur schönen Maria“ erbaut. Die Pilgerwelle ebbte dann genauso schnell wieder ab, wie sie begonnen hatte. Daher geriet das Bauvorhaben ins stocken und konnte erst 1860 als Provisorium abgeschlossen werden. Seit 1542 wurde der Rat der Stadt evangelisch und widmete die Wallfahrtskirche als „Neue Pfarre“ zur ersten protestantischen Pfarrkirche. Heute ist sie die einzige freistehende Kirche in der Altstadt. Sie ruht auf einem Terrassensockel und kann an allen Seiten über Stufen erreicht werden. Der Bau war größer geplant, daher zeigt sich die Kirche heute mit einem Rumpf im Stil der Renaissance mit spätgotischen Elementen. Vollendet wurde sie im 19. Jahrhundert mit einem polyanalen Anbau, zwei gotisch angehauchte Uhrentürme runden das Bild ab.

 

Goldener Turm

Er steht in der Altstadt und ist ein sogenannter Geschlechterturm aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Diese Art Türme wurde von den Patriziern als Statussymbol gebaut, je bedeutungsvoller die Familie, desto höher der Turm. Es ist ein neunstöckiger Wohnturm, 50 Meter hoch, der Innenhof kann jederzeit besichtigt werden.

 

Goliathhaus

Es wurde um 1260 erbaut, gilt durch sein Gemälde (entstanden 1576) vom Kampf David gegen Goliath als eines der Wahrzeichen der Stadt, es steht auf der südlichen Befestigungsmauer. Das haus steht direkt im Altstadtkern.

 

Jakobstor

Es ist der Rest einer gotischen Toranlage am westlichen Rand der Altstadt und war eines der vier Eingangsportale aus dem 13. Jahrhundert. Die beiden Rundtürme sind noch erhalten, besondere Motive sind die gotische Zinnkrone und die renovierte rotbraune Außenfassade.

 

Kloster und Kirche Heilig Kreuz

Der Klosterkomplex im 12. Jahrhundert erbaut steht im westlichen Teil der Altstadt (Nonnenplatz). Dort befindet sich der Konventbau mit barocken Anbauten, gotischem Kreuzgang und der gotischen Stiftskirche, welche in den 1750er Jahren umgestaltet wurde. Von daher stammen die Verzierungen im Rokoko Stil.

 

Neue Waag

Sie befindet sich am östlichen Ende des Heidplatzes. Es ist eine Vierflügelanlageaus dem 14. Jahrhundert. Seit 1441 ist dort die städtische Waage, vorher stand sie an der St – Albans – Gasse. Jetzt ist dort die „Herrentrinkstube“ eingerichtet. Auf nördlicher Seite des Gebäudes steht ein spätgotischer Patrizierturm, dieser wurde im 16. Jahrhundert restauriert. Der Anbau erfolgte in der Zeit mit dem romantischen Renaissance – Innenhof.

 

Porta Praetoria

Es ist eins der ältesten erhaltenen Bauwerke von Regensburg. Es war das sogenannte „Ausfalltor“ (das Nordportal) zu Zeiten der Römer und ist knapp 2000 Jahre alt. Das Bauwerk hat als „Steinbruch“ für die Bevölkerung gedient, wodurch ein Großteil unwiderbringlich zerstört wurde. Die „Porta Paetroria“ wurde teilweise in den Bischofshof integriert, heute können Teile des Originalportals besichtigt werden.

 

Salzstadel

Von 1616 bis 1620 erbaut steht er unmittelbar östlich an der Steinernen Brücke. Der Kran zum entladen der Schiffe war in nächster Nähe. Das Gebäude wurde in 3 Jahren saniert. Die Räume, mit dem mittelalterlichen Ambiente, können heute gemietet werden.

 

Schloss Thurn und Taxis

Es liegt am südlichen Ende der Altstadt, hervorgegangen aus den Gebäuden des ehemaligen Benediktinerklosters St. Emmeram. Das Fürstenhaus erwarb im Zuge der Säkularisation 1810 den teil der Klosteranlagen und machte es zu seiner Stammresidenz. Die ältesten Gebäude sind aus dem 8. Jahrhundert, somit eines der ältesten Klöster Bayerns. Die Schlossanlage besitzt mehrere prunkvolle Säle, einen großen Teil des Schlosses kann man besichtigen. Noch heute wohnt die Familie in Teilen des Schlosses.

 

Schottenkirche St. Jakob

Die beiden Osttürme der Kirche durchbrechen die Sicht der Altstadt am westlichen Rand. Es ist eine ehemalige Benediktinerklosterkirche der Iro – Schotten aus dem 2. Jahrhundert. Eine der bedeutendsten hochromanischen Kirchengebäude Bayerns. Vor allem die Mauertechnik mit dem Figurenschmuck verkörpern den hohen Anspruch aus dem 12. Jahrhundert. Das nach Norden hin ausgerichtete „Schottenportal“ ist besonders beeindruckend, kunstvoll gestaltete Rundbögen mit Figurenplastiken und Ornamente sind im Eingangsbereich zu sehen.

 

Steinerne Brücke

Ein Meisterwerk der mittelalterlichen Baukunst, neben dem Dom das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt. Sie verbindet den altbayerischen Stadtteil Stadtamhof mit der Regensburger Altstadt. In 11 Jahren erbaut, um den dauerhaften Flussübergang für das Wirtschaftszentrum zu erleichtern. Bis 1935 blieb sie die einzige Brücke, nahezu 800 Jahre lang, als steinerne Rundbögen reicht das beeindruckende Bauwerk ca. 300 Meter lang über den Fluss. Sie wurde ursprünglich von drei Türmen bewacht, jetzt steht nur noch der Brückturm.