Reken

Die Stadt Reken hat außer dem Tierpark Frankenhof noch einige weitere sehenswerte Dinge. Das haus Uphave ist eine ehemalige Heuerlingsstelle aus dem Jahre 1742. Als Entgelt für gepachtete Flächen musste die Familie als Dienstmannen bzw. Heuerlinge drei Tage im Monat Handdienste verrichten für den Haupthof. Später wurde es zu einem Dorfkötter. 1980 wurde das Haus von der Gemeinde gekauft und unter großem Aufwand restauriert. Mit Unterstützungen von Land und Bund wurde das Haus in seinem ursprünglichen Zustand versetzt. Er wird seit 1988 als öffentliche Begegnungsstätte genutzt. Die Rekener Turmwindmühle erhebt sich auf einem Hügel, sie ist eine der schönsten und ältesten ihrer Art in Westfalen. Der Stumpf besteht aus Bruchsteinen, darauf ruht eine Kappe mit mächtigen Flügeln (Spannweite 22 Meter). Nach Renovierungsarbeiten der Stadt Reken wurde die Mühle 1972 zu einem Museum. Die Grundmauern sind 1,50 Meter dick, der Turm ist 12 Meter hoch. 1775 wurden aus dem Steinbruch Hohe Mark die Steine angefahren, insgesamt dauerte die Arbeit 20 Winter. 1807 war der Bau soweit, dass die Konzession zum Mahlen erteilt wurde. Bis 1945 wurde das Bauwerk dazu genutzt. Hauptthema des Museums ist „vom Säen zum Ernten“, es werden viele Werkzeuge und Maschinen bis zum Jahr 1945 gezeigt. Es wird auch gezeigt wie früher im Haushalt gearbeitet wurde, ohne die heute gebräuchlichen Haushaltsmaschinen. An der Mühle haben sich angegliedert ein Backhus (Hier hat man die Gelegenheit Brot zu backen), die Immenschur (Bienenhaus), das Pütthaus (Kühlbrunnen) und die Museschoppe (zum Schutz gegen Nager), als Freilichtmuseum. Eine Pause und Verweilmöglichkeit in idyllischer Lage bietet die Waldkapelle, sie ist tagsüber bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Die erste Urkunde über die Kapelle besteht seit 1686, bis März 1879 waren dort Eremiten, welche die Kapelle versorgten. Sie wurde Maria, der Mutter Gottes, geweiht und beherbergt die Statue einer „Pieta“ (schmerzhafte Mutter). Viele Legenden gibt es um die Eremitage, wie dass es eine wundertätige Quelle gab, die versiegt ist. Ein Feldkreuzweg führt zu der Kapelle, Karfreitag und in der Fastenzeit gehen viele Menschen diesen Weg. Der Anbau neben der Kapelle wird als Wohnhaus genutzt. Renovierungen fanden 1986 und 1998/99 statt. Von 1960 bis Ende der sechziger Jahre hing in der neuen Pfarrkirche St. Heinrich eine Eichenplastik von Christus den Pantoliater, welche jetzt an der Außenanlage der Kapelle angebracht ist. Am Portal und der Nordseite befinden sich Halbreliefs der sieben Schmerzen Marias. Die Kapelle wird noch immer zu Andachten und Gottesdienste genutzt. Zu den wenigen Kirchen im Kreis Borken gehört die Wehrkirche (ehemalige katholische Pfarrkirche St. Simon und Judas) wurde in ihrem Charakter nicht durch Veränderungen beeinträchtigt. 1969 wurde in der zweischiffigen Saalkirche ein Museum eröffnet. Zur ursprünglichen Ausstattung gehören der Hochaltar (1656), ein Seitenaltar (2. Hälfte 17. jahrhundert), eine geschnitzte Kanzel (um 1700), das Chorgestühl (Ende 15. Jahrhundert) und ein Taufstein (13. und 18. Jahrhundert). Die Ausstellungsstücke handeln sich um den Besitz der Kirchengemeinde St. Heinrich, sowie Leihgaben des Kreises Borken.



Wildpark Frankenhof

 

Adresse:

Frankenstrasse 32

Reken

http://wildpark-frankenhof.de

 

Öffnungszeiten:

März bis Oktober     9.00 bis 18.00 Uhr

November bis Februar     10.00 bis 17.00 Uhr

 

Preise:

Erwachsene     5Euro

Kinder (2 – 14 Jahre)     4 Euro

 

Tiere (alphabetische Reihenfolge):

Alpaka, Angler Sattelschwein, Bartkauz, Baummarder, Bienen, Buntes Bentheimer Schwein, Damwild, Dybowski-Sikahirsch, Elche, Esel, Fasan, Frettchen, Habichtskauz, Hängebauchschwein, Heidschnucke, Iltisfrettchen, Jacobschaf, Kamerunschaf, Luchs, Mangalitza Schwein, Marderhund, Meerschweinchen, Mufflon, Nasenbär, Nippon-Sikahirsch, Pfau, Polarfuchs, Präriebison, Rehwild, Rentier, Rotfuchs, Rotwild, Schleiereule, Schneeeule, Shetlandpony, Skudde, Stachelschwein, Steinbock, Steinkauz, Steinmarder, Stinktier, Uhu, Truthahn, Waldkauz, Walliser Ziegen, Waschbär, Weißstorch, Wildkatze, Wildschwein, Wolf, Zackelschaf, Zwergziege

 

Märchenwald (alphabetische Reihenfolge):

Aladins Wunderlampe, Aschenputtel, Brüderchen und Schwesterchen, Der gestiefelte Kater, Der Rattenfänger von Hameln, Der Wolf und die sieben Geißlein, Froschkönig, Hans im Glück, Hänsel und Gretel, Max und Moritz, Rapunzel, Rotkäppchen, Rumpelstilzchen, Rübezahl

 

Erfahrungsbericht

 

Die Anfahrt zum Wildpark war schon ein Erlebnis für sich. Gut versteckt in einem Wald liegend, dachten meine Mutter und ich, wir kommen zum Parkplatz und Eingang. Eingang war richtig, aber nix Parkplatz. Mussten wir drehen und auf einem Acker war dann der ausgewiesene Parkplatz. Von dort aus ein Gang zum Park. Sehr idyllisch gelegen, mitten in einem Stück Wald. Wir rein und sofort ging es auf die Suche nach den Tieren. Ich kann ja so oder so nie genug davon bekommen. Da es mal wieder ein sehr sonniger und warmer Tag war, haben sich viele der Tiere im Schatten versteckt oder waren am schlafen. Da es ein Wildpark ist, gibt es sehr viele einheimische Tiere zu sehen. Teilweise empfand ich die Gehege der Tiere als sehr klein, andere wiederum angemessen. Die Tiere waren soweit alle gut gepflegt und die Gehege auch. Pfleger konnte man an diesem Mittag aber nirgends entdecken oder irgend eine Ansprechperson. Aufgefallen sind mir die Rentiere, scheinbar hatten die ein Gehegekoller. Rannten immer am Zaun entlang und wussten irgendwie nix mit sich anzufangen. Am Eingang haben wir einen Parkführer bekommen, aber den haben wir eigentlich gar nicht gebraucht, der Rundweg war gut ausgeschildert und wenn man ihm folgte konnte man alle Tiere sehen. Es waren auch überall Bänke, wo man sich ausruhen konnte, seine mitgebrachte Verpflegung verzehren und den Müll am angrenzenden Papierkorb loswerden. Es gab aber auch zwei Kioske, wo man etwas zu essen kaufen konnte und für Kinder einen riesigen Spielplatz. Am Ende des Parks ist noch ein Märchenwald. Lauter kleine Häuschen mit Schalter, wo man sich die Geschichten der dazugehörigen Märchen erzählen lassen konnte. Gewundert hat mich nur, was dort Mainzelmännchen oder Alf zu suchen hatten. Im ganzen hat mir der Mittag gut gefallen und ich kann den Park, alleine vom Preis her, empfehlen. Und vielleicht, wenn mehr Geld in den Kassen kommt, wird auch mal umgebaut und einige Tiere bekommen ein größeres Gehege.