Rheine

Altes Rathaus

Es erinnert an die Franziskaner Observanten, Reformer des heiligen Franziskus, die sich 1517 selbstständig machten. Ein Teil der Gemeinde und Pfarrer Dionysus wurden Ende des 16. Jahrhunderts zu Protestanten. 1605 wurde, als Gegenmaßnahme, Joh. Schmeddes zum Pfarrer. 1625 mussten 27 protestantische Familien die Stadt verlassen.

 

Barönchen

Bürgermeister Niemer betrieb bis 1810 das frühere Gasthaus „Zum weißen Roß“ in der Nähe des Münstertores. Frühjahr 1815 wurde es aufgekauft von Joseph Weddige. Dort wurde Carl Weddige im selben Jahr geboren, ein bekannter Genre Maler, er starb in Amsterdam. 1815 wurde der Giebel des Gebäudes errichtet.

 

Beilmansches Haus

Am Giebel sind 7 Kanonenkugeln zu sehen, darunter steht eine Inschrift, diese erinnert an den 30 jährigen Krieg. Die Stadt wurde durch Kanonenbeschuss fast völlig zerstört. Eine Inschrift, 05.09.1648, zeigt den Wiederaufbau des Hauses an. Der Walfisch, am Gebäude, erzählt von der Rettung des Propheten Jonas und das Fabelwesen stellt die Kriegsgreuel dar.

 

Bönekerskapelle

Der letzte Zeuge im Stadtbild für die Armenanstalten. Sie waren über Jahrhunderte die einzige Hilfe, insgesamt gab es drei Armenhospitäler: das „Alte Hospital zum Heiligen Geist“ (1448), das „Neue Hospital zum Heiligen Geist“ (1484) und das „Hospital der gemeinen Armen“ (1570). Das letzte Hospital war eine Schenkung.

 

Carillon – Glockenspiel

Am Nasch – Haus auf dem Thie ist seit Februar 2007 ein Glockenspiel, welches vier mal am Tag erklingt.

 

Emsufer mit Mühle und Wehr

Die Mühle steht an einer sehr gefährdeten Stelle, was man an den Hochwassermarken erkennt. Mit dem Wehr, seit 1550 aus Stein gebaut, wurde das Stauwasser zum begehrten Antrieb für die Mühlräder. Ein von zwei Doppelvoluten eingefasstes Chronogramm mahnt den Müller und alle Besucher. Die Großbuchstaben ergeben das Baujahr 1754. Erinnerung an den Bauherrn liefert das Wappenrelief am Südgiebel. Die Pächter modernisierten immer wieder die Emsmühle, am 31.12.1965 wurde die Mühle aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt.

 

Falkenhof Museum

Der Falkenhof liegt am Abhang des Thiebergs, zur Ems flacht dieser deutlich ab. Während der Sachsenkriege sollte er militärischer Stützpunkt sein und die Emsfurt sichern, am Ende des Krieges verlor es an Bedeutung. Kaiser Ludwig der Fromme schenkt am 07. Juni 838 das Gut „Reni“ (den Falkenhof) dem Benediktinerinnenkloster Herford. Unterschrieben wurde die Urkunde in Nijmegen, um den Königshof bildeten sich Rheine, die Stadtrechte wurden 1327 vom Bischof Ludwig II. verliehen. Jetzt ist dort das städtische Museum.

 

Gymnasium Diosynasium

1909 fertig gestellt, das Hauptportal setzt einen auffallenden architektonischen Akzent, es gibt auch Auskunft über das humanistische Bildungsverständnis. Dr. Anton Führer, der damalige Gymnasialdirektor, stellte das Motivprogramm zusammen. Die beiden Eulen als Sinnbild der Klugheit, Bienen und Schnecken für Fleiß und Beharrlichkeit, daraus erwachsen üppige Blumen- und Fruchtgehänge als Symbole des erarbeiteten Wissens.

 

Haus Beckers

Der erste Blick sollte dem Relief an der Hauswand zur Münsterstraße gelten bevor man den Giebel an der Marktseite betrachtet. Das Relief zeigt ein Giebelhaus im Renaissancestil, darunter steht ein Doppelchronogramm. In den ersten beiden Zeilen bilden die Großbuchstaben die Zahl 1647, das Jahr der Zerstörung. 1649 aus den letzten beiden Zeilen, zeigt das Jahr des Wiederaufbaus, auch die Wetterfahne, am Giebel auf der Marktseite, verkündet dieses Jahr.

 

Haus Nienkemper

Im Rokokogiebel (Mittelachse) steht Maria auf der Mondsichel und zertritt der Schlange den Kopf. Darunter steht ein Chronogramm. 1765 steckt zwei Mal in den Großbuchstaben, das Baujahr des Giebels.

 

Kannegießerhaus

Über eine Treppe am Kirchplatz kommt man zu dem Haus, der Staffelgiebel lässt an Formen der Renaissance erinnern. Es liegt in einer Talaue eines verrohrten Baches. Ursprünglich lag die Siedlung außerhalb der Stadtmauern. Nachdem vom Thie her Rheine erobert wurde, ist der Thie und der Falkenhof zwischen 1460 und 1490 eingemeindet worden und neu befestigt. Das Kannegießerhaus wurde auf dem Stadtgraben erbaut, bis zum Jahr 2007 war das Stadtarchiv in dem Gebäude.

 

Kümpersches Haus

Ein Bürgerhaus im Stil des niederländischen Spätbarocks aus dem Jahr 1743 findet besondere Beachtung durch seine Frontbreite. Der Amtsmedicus eröffnete dort im selben Jahr seine Hausapotheke (Adler Apotheke).

 

Nepomukstatue

Die Statue wurde dem Priester Nepomuk gewidmet, welcher 1729 Heilig gesprochen wurde. Er war Beichtvater der Gattin des Königs Wenzel in Prag, dieser verlangte von ihm, das Beichtgeheimnis zu brechen. Der heilige wiedersetzte sich dem König und wurde 1393 durch einen Sturz in die Moldau ermordet. In der Statue ist ein Chronogramm mit der Jahreszahl 1735, darüber stehen die Namen und Wappen der Stifter. Der hl. Nepomuk wird begleitet von zwei Putten, eine trägt ein Birett (priesterliche Kopfbedeckung), die andere legt die rechte Hand an den Mund, in der anderen hält sie eine Schriftrolle.

 

Pfarrheim St. Dionysius

Ein herrschaftliches Aussehen verleiht dem rechten Gebäude die klassizistische Fassade, es zeigt die gesellschaftliche Stellung des Bauherrn. Früher (1851) war es das Mathias Spital. Dieses wurde verlegt an die Frankenburgerstraße.

 

Pfarrkirche St. Dionysius

Vom Markt aus blickt man auf das südliche Seitenschiff mit dem Hauptportal. Über der Tür sind drei Figuren zu sehen: Der heilige Dionysius, Diakon Eleutherius und Diakon Rusticus. Die Kirche war 838 schon Mittelpunkt eines Missionsbezirks, zumindest deutet dieses der Name des Pfarrpatrons an. Eine der Glocken, 1520 gegossen, trägt den Namen des Pfarrpatrons.

 

Rote und Gelbe Villa

Beide Villen wurden 1886 gebaut von zwei Textilfabrikanten. Die Rote Villa wurde in Anlehnung an die deutsch – niederländische Renaissancebaukunst erschaffen, die Gelbe Villa als Italienische Gartenvilla der Hochrenaissance.

 

Spieker der ev. Einheit

Ein zweistöckiges Fachwerkhaus in der Altstadt, ursprünglich ein Teil eines kleinbürgerlichen Ackerbürgerhaus. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert, ursprünglich mit Spitzdach, zeigt es oben sogenannte Kraggen. Das Erdgeschoß wurde als Viehstall und der zweite Stock als Getreidespeicher genutzt, von dem Ackerbürger. Seit 1888 ist es im Besitz der „Evangelischen Einheit e.V.“.

 

St. Antonius Basilika

Sie ist die erste kath. Pfarrkirche rechts der Ems und wurde am 4. April 1904 geweiht. Bis heute ist die Basilika mit ihrem 102,4 Meter hohen Turm das städtebauliche Akzent des Stadtteil.

 

Strätersches Haus

Es nimmt eine Sonderstellung ein und ist das Stadtpalais eines Kaufmanns. An der Südseite war ein kleiner Park. Zur Stadtbücherei geht es durch ein Scheunentor, früher führte es in den Wagenschuppen. Bis zum Jahr 2007 blieb dort die Stadtbücherei.

Naturzoo Rheine

 

Adresse:

Salinenstraße 150

48432 Rheine

http://www.naturzoo.de

 

Öffnungszeiten:

Sommer 9:00 – 18:00 Uhr

An Sonn- und Feiertagen bis 19:00 Uhr

Winter: bis zum Einbruch der Dämmerung

 

Preise:

Erwachsene   7,00

3 – 17 Jahre   3,00

Unter 3 Jahre   Frei

Ermäßigt   6,00

 

Tierarten u. a. (alphabetische Reihenfolge):

Antilopen, Aras, Bartaffen, Bären Dscheladas, Emus, Eulen, Flamingos, Frösche, Gibbons, Halbaffen, Kängurus, Kamele, Lamas, Mähnenschafe, Maras, Nasenbären, Pinguine, Prariehunde, Seehunde, Schildkröten, Störche, Tiger, Vogelspinnen, Waldrappen, Wasserschildkröten, Zebras

 

Erfahrungsbericht

 

Der Zoo liegt in einer sehr idyllischen Landschaft. Am Eingang hört man schon die ersten Tiere. Die Gehege sind den Tieren angepasst, leider teilweise etwas klein. Der Rundgang ist gut beschildert und bringt einen zu allen Tieren. Am auffälligsten sind die vielen Störche, die dauernd über dem Zoo fliegen. Wenn man dann das Gehege für die Tiere sieht, wundert man sich nicht mehr. Es gibt auch überall auf den Häusern und in den Bäumen Storchennester. Toll sind auch die vielen begehbaren Gehege, wo man teilweise aufpassen muss, dass einem nicht hinterher einige Sachen fehlen. Bei dem Affengehege, durch den man laufen darf, gibt es vorne extra Schließfächer. Schade ist, dass der Tiger leider alleine leben muss. Es gibt auch genug Möglichkeiten essen und trinken zu kaufen, aber leider sind diese Dinge nicht gerade günstig. Da es viele Plätze zum sitzen gibt, sollte man sich Getränke und Fresspakete packen, um sie mitzunehmen. Die Möglichkeit Tiere zu füttern ist so gut wie nicht möglich. Aber es gibt einen Streichelzoo, wo man zumindest die Ziegen füttern kann.

 

Fazit: Immer wieder gerne zum spazieren gehen und Tiere schauen. Da preislich auch gut möglich, kann man, wenn man in der Nähe wohnt, auch öfters seine Zeit dort verbringen.