Zons

Zons ist eine mittelalterliche Zollfeste, gegründet im Jahr 1373 vom Kölner Erzbischof Friedrich III.

 

Geschichte

Im 7. Jahrhundert wurde ein Hofgut der Kölner Bischöfe in Zons erwähnt. Der Rheinzoll wurde 1372 von Neuss nach Zons  verlegt, dies veranlasste der Erzbischof Friedrich von Saarwerden. In diesem Jahr wurde mit dem Bau der Befestigung begonnen. Seit 1373 hat Zons Stadtrechte. Ein Rheindurchbruch fand 1374 statt. Dadurch wurde der Gutshof Bürgel mit der Maternus – Kapelle von Zons getrennt. Die äußere Stadtbefestigung mit dem Rheinturm wurde 1388 vollendet. Die gotische Pfarrkirche St. Martinus wurde 1408 gebaut. Das Kölner Domkapitel erhält Stadt und Zoll 1463 als Pfand und Sicherheit für ein geleistetes Darlehen. 1464 gab es in Zons einen großen Stadtbrand. Während des Burgundischen Krieges 1474 – 1475 lagerte das Heer von Kaiser Friedrich III. in Zons. Der zweite große Stadtbrand war im Jahre 1547. St. Martinus erhält 1593 die Pfarrrechte daraus erfolgt die Loslösung von der Pfarre St. Maternus beim Gutshof Bürgel. Der dritte große Stadtbrand war im Jahre 1620. Große Pestepedemien fanden 1623 und 1635 in der Stadt statt. Erfolglos wurde die Stadt Belagert von den Heesen, im Jahre 1646. Die Turmwindmühle erhält 1694 einen Sackaufzug. 1784 hatte der Rhein Hochwasser, dies zerstörte die Ostmauer. Das Kurfürstentum Köln endet 1794. Das Schloss und der Zollturm werden 1802 – 1803 beschlagnahmt und versteigert. 1814 endet die französische Herrschaft. Das Feldtor wurde 1833/42 abgerissen. 1872 wird beschlossen die kleine, baufällige Martinus Kirche abzureißen. Der neugotische Neubau der jetzigen Kirche wurde 1878 fertig gestellt. 1907 wird der Windmühlenbetrieb eingestellt. Nach einem schweren Hochwasser wurde 1926 ein Deich gebaut. 1935 wurde die Freilichtbühne im Zwinger eröffnet, die ersten Wasserleitungen wurden gebaut. Die Windmühle wurde 1965/66 restauriert. 1975 fand eine kommunale Neugliederung statt, die Stadtrechte werden weggenommen, Zons gehört jetzt zu der Stadt Dormagen. Seit 1993 darf sich der Stadtteil „Stadt Zons“ nennen.

 

Burg Friedestrom

 

Mit dem Bau der Burganlage wurde im Jahre 1373 begonnen, von Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden. Dies geschah zur Verteidigung und zur Sicherung des Rheinzolls. Knapp ein Sechstel der Altstadtfläche besteht aus den Gebäuden. 150 Jahre wurde es landwirtschaftlich genutzt seit der Franzosenzeit, jetzt ist es in öffentlicher Hand.

 

Juddeturm

 

Es ist eines der eindrucksvollsten Gebäude der Stadt, mit 36 Metern der höchste Turm der Stadt, bis 1878 die Pfarrkirche neu gebaut wurde. Wahrscheinlich bekam er seinen Namen im 19. Jahrhundert. Als eine Familie Judde im Besitz des Gebäudes war. In dem Gebäude ist ein elf Meter tiefes Verlies, wo die Verbrecher drin eingesperrt wurden.

 

Krötschenturm

 

Der Krötschenturm an der Nordwestecke der Altstadt, ist ein Teil der Stadtbefestigung. Früher war es ein Gefängnis, es wird auch gesagt, dass er im 17. Jahrhundert als „Isolierstation“ für Pestkranke genutzt wurde.

 

Rhein Tor/Zoll Turm

 

Wenn man in die Stadt kommt, sieht man sofort eins der wichtigsten Gebäude, Das Rhein Tor, in dem früher die Zölle erhoben wurden. Daher auch Zoll Turm genannt. Das Zollhaus diente ab 1855 für über 100 Jahre als Klosteranlage für unterschiedliche Ordensgemeinschaften. Im Jahr 1860 wurde rechts vom Rheinturm die neuromanische Kapelle „Maria von den Engeln“ von Franziskanern errichtet.

 

Rheinstraße

 

Die Prachtstraße von Zons, östlich der Stadtmauer sehen sie die ältesten Häuser der Stadt. Hausnummer 5ist im Jahr 1620 fertig gestellt worden. Weitere Häuser zeigen die traditionelle Bauweise der Häuser und somit den Eindruck des einstigen Stadtbildes. Auf der linken Seite passiert man zwei achteckige Wachtürme auf der Ostmauer. Es gab ein drittes, im Jahr 1784 wurde es vom Hochwasser zerstört.

 

Schlossplatz

 

Bis zum Jahre 1829 war er auch Marktplatz. Es schneiden sich dort die Rheinstraße und die Schlossstraße. Bis 1832 befand sich im Haus Nummer 5 das Zonser Rathaus. Dahinter ist ein Durchbruch in der Stadtmauer auf den Treidelpfad.

 

Schweinebrunnen

 

Im Jahr 1959 errichtet, erinnert der Brunnen an die Schweinefehde von 1575 bis 1577. Eine Auseinandersetzung zwischen dem Kölner Erzbischof Salentin von Isenburg und dem Kölner Domkapitel, um den Rheinzoll, führte dazu, dass Soldaten 50 Schweine von der Zonser Weide stahlen. Die Bürger von Zons siegten und bekamen die Schweine bezahlt.

 

Windmühle

 

1390 wurde sie als Turmwindmühle errichtet, 1834 zur Holländermühle mit Außenrührwerk umgebaut. Seit 1907 gab es kein Mühlenbetrieb mehr. Zwei Jahre später wurde das Flügelkreuz durch einen Sturm zerstört. Beim Umbau 1960 bekam die Mühle ihre neuen Flügel, zwischen 2008 und 2010 wurde die Mühle aufwendig renoviert.