Cork

Erfahrungsbericht

 

Ein paar Tage in der Stadt Cork, mit Übernachtung im Metropole Hotel. Mit der Fähre von Roscoff angekommen, ging es mit dem Taxi erst zum Hotel. Nach einer kurzen Pause ging es los, die Stadt erkunden. Vom Hotel aus zu Fuß Richtung English Market, entlang vieler Kolonial Gebäude und vielen kleinen Geschäften über den River Lee. Von dort aus ging es entlang des National Monuments in Richtung St. Fin Barre’s Cathedral. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen, somit ging es schnell ins Gebäude. Eigentlich sollte danach Elizabeth Fort besichtigt werden, was nicht stattgefunden hat. Stattdessen, ging es in einem Eck Kaffee lecker essen und Kaffee trinken. Da der Regen nicht wirklich aufhören wollten, ging es wieder zurück in die Innenstadt um dort mit einem Hop on Hop off Bus weiter zu fahren. Man konnte viel von Cork sehen, ausgestiegen bin ich zuerst an der St. Anne’s Church. Gleich in der Nähe ist das Butter Museum, dieses habe ich mir nur von außen betrachtet. Weiter ging es mit dem Bus zum City Gaol. Von dort aus in die Stadt und zum Hotel für eine kleine Pause. Da es an einem Tag zum Zoo gehen sollte, musste erst mal nachgesehen werden, am Bahnhof, wie man dort am schnellsten hinkommt. Auf dem Weg zum Bahnhof, kam ich an der Presbyterian Church und St. Patrick’s Church vorbei gekommen. Gegessen wurde abends in der Stadt Cork, dabei ging es an der St. Peter and Paul Church vorbei. Am zweiten Tag gab es eine Tagesfahrt in eine andere Stadt, abends ging es zur Fischerfrau, gegenüber von dem Hotel, zum Fisch essen. Bevor es Mittags weiter ging, in eine andere irische Stadt, bin ich mit dem Zug zum Fota Wildlife Park. Die komplette Stadt kann man nicht in zwei Tagen erkunden, dazu braucht man viel mehr Zeit und es gibt verdammt viel zu sehen. Ich hoffe, noch einmal in der Stadt sein zu dürfen.

Geschichte

Cork liegt im Süden von Irland in der Provinz Munster. Die Stadt ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Grafschaft. Der Name bedeutet Marschland, ist mit ca. 125600 Einwohner die zweitgrößte Stadt nach Dublin. Sitz des römisch katholischen Bistums Cork und Ross, zurückgehend bis auf das 7. Jahrhundert. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Bischofskirche Cathedral of St. Mary und St. Anne. Der Heilige Finbarr gründete laut einer Legende zwischen 500 – 600 ein Kloster auf der Flussinsel. Wikinger gründeten 846 ein Handelsposten in Cork. Seit dem 12. Jahrhundert herrschten Normannen in der Stadt- König Johann von England verlieh 1185 Cork die Stadtrechte. Während des Mittelalters war Cork meistens Außenposten der englischen Herrschaft. Von irischen Clans, meist feindlich gesinnt, weit entfernt vom zentralen englischen Herrschaftsgebiet Dublin. Von ungefähr 12 bis 15 Kaufmannsfamilien wurde das Regime beherrscht. Der Reichtum wurde durch den Handel mit dem europäischen Kontinent erworben. Exportiert wurde Wolle und Haut, die Hauptimportgüter waren Salz, Eisen und Wein. Ein gustinerorden ließ sich 1270 nieder und gründete eine Priorei, heute als Red Abbey bekannt. Eine königliche Urkunde zeigt, dass 1318 das Amt des Mayors eingeführt wurde. Mitte des 14. Jahrhunderts wohnten etwa 2000 Menschen in der Stadt, 1349 kam fast die Hälfte der Bevölkerung ums Leben durch eine Beulenpestepedemie. Thronprätendent Perkin Warbeck versuchte, nach dem Ende der englischen Rosenkriege, 1491 von Cork unterstützt König Heinrich VII. zu stürzen. Der Mayor und einige Bürger der Stadt zogen mit Warbeck nach England. Sie wurden nach den Zusammenbruch der Rebellion gefangen genommen und hingerichtet. Seit dem hat Cork den Beinamen Rebel City. Dem Haus Tudor gelangen in der Zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die englische Herrschaft über die Insel auszudehnen. Englische Siedler zogen ins Land und versuchten die Reformation durchzusetzen. Cork litt sehr zwischen 1579 und 1583, der sogenannten zweiten „Desmond – Rebellion“, die Landbevölkerung floh zu Tausenden in die Stadt, vor den Kämpfen. Zusätzlich kam es zu Seuchen. 1601 gingen im nahegelegenen Kinsale spanische Truppen an Land, diese unterstützten die Rebellion von Hugh O’Neill, ein großer Teil der Bürger blieb der englischen Krone treu. Sie erhofften sich größere Freiheiten für den katholischen Glauben, welches nicht stattfand. 1603 kam es zur Rebellion der katholischen Einwohner, in dem sie sich des Waffenarsenals bemächtigten und protestantische Geistliche vertrieben, sowie englische Offizielle. Einer Armee unter Lord Mountjoy mussten sie sich geschlagen geben, die Anführer wurden inhaftiert, 1641 gab es eine katholische Rebellion, mehrere tausend protestantische englische Siedler wurden getötet. Cork war zu der Zeit eine Hochburg der Protestanten, dort suchten die Siedler Zuflucht. Die Stadt blieb in englischer Hand. 1644 wurden die katholischen Bewohner aus der Stadt vertrieben von dem englischen Stadtkommandanten Murrough O’Brien. Die meisten Vertriebenen ließen sich in umliegende Orte nieder, Cork blieb 2 Jahrhunderte protestantisch. Durch eine englische Armee wurde Irland zurück erobert unter Oliver Cromwell (1649 bis 1653), in der Zeit stand die Stadt auf der Seite des englischen Parlaments, trotz eines kurzem Bündnis 1648 mit der katholischen Konföderation. 1650 wechselte die Garnison die Seiten unter dem Einfluss von Roger Boyle, 1689 war Cork in der Hand von jakobitischen Truppen. Die Stadt wurde 1690 unter John Churchill belagert und schließlich erobert. Die Stadtmauer wurde fast völlig zerstört. Anfang des 18. Jahrhunderts kamen französische Hugenotten nach Cork. Sie waren auf der Flucht vor religiöser Verfolgung. Auch einige Straßennamen zeigen noch heute ihren Einfluss. Im Laufe der Jahrzehnte wurden immer mehr Gebäude errichtet in neoklassischer georgianischer Architektur. Die mittelalterliche Bausubstanz verschwand zunehmend. Beispiele sieht man in der Christ Church (1720 – 26), St. Anne im Stadtviertel Shandon (1722 – 26) und das Custom House. Durch den stark expandierenden Hafen, Ende des Jahrhunderts, und die entstehenden Glasmanufakturen gab es eine wirtschaftliche Blütezeit. Insbesondere der Butterexport verschaffte Cork beträchtlichen Wohlstand. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl schnell an. Um 1850 betrug die Bevölkerungszahl 80000, die meisten warn Zuwanderer die vom Land flohen vor der Armut und den periodisch auftretenden Hungersnöten. Viele Menschen lebten im katastrophalen Zustand, die Stadt kam mit der Menge nicht zurecht. Der Zuwachs erfolgte aus meist Katholiken, dadurch schwand der protestantische Einfluss. Cobh und Cork wurden seit 1825 zu den wichtigsten Auswanderungshäfen des Landes. Ca. 3 Millionen Menschen verließen, über Cork, in den 1840er Jahren, nach der großen Hungersnot das Land. Die Industrie in Cork erlebte während des 19. Jahrhunderts einen rasanten Aufschwung, vor allem durch Gründung von Brauereien, Destillerien und Schiffsbaubetriebe. 1849 wurde Cork ans Eisenbahnnetz angeschlossen, im gleichen Jahr eröffnete auch die Universität. Die Stadt war seit dem 19. Jahrhundert eine Hochburg des irischen Nationalismus. Zwischen 1916 und 1922 gab es Konflikte zwischen radikalen irischen Nationalisten und dem britischen Staat. 1916 war der Osteraufstand mit ungefähr 1000 irischen Volunteers, gegen die britische Herrschaft. Es kam nicht zum Kampf. Am 20. März 1920 wurde der Oberbürgermeister der Stadt, ein Nationalist, von der Krone in Zivilkleidung erschossen. Sein Nachfolger wurde im August 1920 verhaftet und nach London verbracht. Nach 73 – tägigen Hungerstreik verstarb er im Gefängnis, seine Beerdigung fand unter großer Anteilnahme statt. Wiederholte Angriffe der IRA lösten die Brände der britischen Hilfstruppen im Stadtzentrum von Cork aus, am 11. Dezember 1920. Es wurden über 300 Gebäude zerstört. Es kam in der Stadt immer wieder zu kämpfen bis zum Waffenstillstand im Juni 1921. Im Dezember 1921 wurde der Anglo – Irische Vertrag geschlossen, die IRA – Einheiten akzeptierten ihn nicht. Im Juli 1922 brach ein Bürgerkrieg aus, im August 1922 wurde die Stadt von Truppen des neuen irischen Freistaates eingenommen. Die Vertragsgegner waren schlecht ausgerüstet und zerstreuten sich nach kurzem Kampf. Sie brannten ihre Unterkünfte nieder. Bis ins Jahr 1923 führten sie einen Guerillakrieg, dann verkündeten sie einen Waffenstillstand und gaben ihre Waffen ab.