Edinburgh

Festivals

Am bekanntesten sind das Fringe Festival und das Royal Edinburgh Military Tattoo. Das ganze Jahr über gibt es Festivals zu den Themen Film, Jazz und Blues, Kunst, Bücher und Wissenschaft. Das Fringe Festival fand 1947 zum ersten Mal statt, als acht Theatergruppen das Tattoo nutzen wollten, auf der Royal Mile, um inoffiziell aufzutreten. Das Festival ist fast ausschließlich auf die darstellenden Künste ausgerichtet. Das Tattoo findet ein Mal jährlich für ca. 18 tage vor dem Edinburgh Castle statt.

 

Palace of Holyroodhouse

Der Palast steht am Ende der Royal Mile, am anderen Ende steht das Schloss. Ihre schrecklichsten Momente hatte Maria Stuart in dem Palast, die schwangere Königin musste dort erleben wie ihr Sekretär von ihrem Gemahl Lord Darnley ermordet wurde. Viele Habseligkeiten von ihr sind im Palast, an der Stelle wo sie verstarb wurde 1128 die Holyrood Abbey errichtet. Sie diente als Zufluchtsort für Schuldner. Das Gästehaus wurde schrittweise ausgebaut, ein Wohnturm entstand von 1528 bis 1532. Das Palace of Holyroodhouse wurde in seiner jetzigen Form im 17. Jahrhundert erbaut. In dem Schloss kam das Treffen von Königin Elisabeth II., dem Duke of Edinburgh und dem Papst Benedikt XVII. zustande. Das Kirchenoberhaupt war seit der Kirchenspaltung 1534 das erste Mal in Großbritannien.

 

Parlament

Heute ist im ehemaligen Parlament das Höchstgericht. Das Parlament soll ein neues eigenes Gebäude bekommen. Holyrood präsentiert sich modern am Fuß der Royal Mile, am Wochenende oder wenn das Parlament nicht tagt kann das Gebäude besichtigt werden. Bei den Verhandlungen zur Vereinigung mit England wollten die Schotten ein schottisches Regionalparlament durchsetzen, die Engländer lehnten es ab. 300 Jahre blieb Schottland ohne Parlament, 1999 bekamen sie dann rechte übertragen und das neue Parlament steht.

 

Royal Mile

Sie ist etwa eine Schotten Meile lang und verläuft zwischen Edinburgh Castle und Holyrood Abbey. Sie bildet sich aus den Straßen (von Westen nach Osten) Castle Esplanade, Castlehill, Lawnmarket, High Street, Canongate und Abbey Strand. Die Royal Mile ist die verkehrsreichste Touristenstraße. Das Castle Esplanade entstand im 19. Jahrhundert als Exerzierplatz und heute Schauplatz des Edinburgh Military Tattoo. Von dort geht es auf die Castlehill mit der Tolbooth Highland Johanniskirche und die Camera Obscura & World of Illusions, eine der ältesten Touristenattraktionen. Assembly hall und New College sind weiter unten in einem weniger bewundernswerten Gebäude. Von 1999 bis 2004 traf sich das Parlament in der Assembly Hall. Die High Street wird während des fringe festival zur Touristenattraktion. Schottlands höchstes Strafgericht liegt auf der linken Seite. Parliament House ist auf der Straße zu finden, hier war das Parlament von 1630 bis 1707, jetzt ist dort Schottlands oberstes Zivilgericht. Auch in Parliament Square steht die St. Giles Cathedral, im Westportal ist das ‚Heart of Midlothian‘ zu sehen, gegenüber ist Edinburgh City Chambers. Direkt neben der Kirche ist der Mercat Cross, hier werden Proklamationen vorgelesen und Wahlergebnisse bekannt gegeben. Ein wichtiger Schnittpunkt sind die North Bridge und die South Bridge. Zwischen den Brücken und Knox House ist eins der noch erhaltenen gebäude zu sehen, welches immer noch zum alten Zweck genutzt wird. Am Ende der St. Mary Street ist das „Ende der Welt Pub“, sogenannt weil es früher die Grenze war, von der Burg zur Holyrood Abbey.

 

Schloss

Um die zu den ältesten europäischen Kronjuwelen zählenden Honours of Scotland zu bewundern, überquert man die Zugbrücke. Dann kommt man auch in den Genuss den geschichtsträchtigen Schicksalsstein, die Säle, Museen und Burgkapelle zu sehen. Von der Burg aus sieht man das atemberaubende Panorama der Stadt. An jeden Tag, außer Sonntag wird um 13 Uhr eine Kanone abgefeuert. Alljährlich findet vor der Burg das Military Tattoo statt. Neujahr und bei dem Festival werden von der Burg aus Feuerwerke gezündet, auch Harry Potter wurde dort lanciert. Die „Festung von Eidyn“ wurde das erste Mal 600 nach Christi erwähnt. Als bevorzugter Sitz der Könige und Königinnen von Schottland. Im Mittelalter, war sie damals eine mächtige Befestigungsanlage, dort wurde schottische Geschichte geschrieben. Die Burg war 1140 erster Versammlungsort des Parlament und der Sohn (1566) von Königin Mary wurde dort geboren. Später war er König von Schottland und England. 1745 erlebte sie ihre letzte Belagerung gegen Bonnie Prince Charlie. Der Stein des Schicksals ist der antike Krönungssitz, er wurde 400 Jahre lang genutzt, bevor er 1296 von der englischen Armee entwendet wurde und nach London gebracht, 1996 kam er nach Schottland zurück. Der „Schlüssel“ zur Burg und eine fabelhafte Waffen- und Rüstungsausstellung sind im großen Saal zu bewundern.