Jedburgh

Jedburgh liegt an der Grenze zu England (ca. 16 km). Der Name entstand dadurch, dass der Ort früher eine Royal Burgh war und an dem Jed Water liegt. Die Stadt hat eine lange Geschichte, was man an der Stadt sieht. Am wichtigsten ist die Jedburgh Abbey wovon nur noch Ruinen stehen. Die Abbey wurde 1147 von Augustinermönchen gegründet. Schon seit dem 9. Jahrhundert bestand eine Kirche in der Stadt. David I. von Schottland machte aus ihr eine Priory für Augustinermönche aus Frankreich. Es gab auch ein Schloss in Jedburgh, welches aber so stark und oft von den Engländern verwüstet wurde, dass fast nichts mehr von ihm zu sehen ist. Die Stadt besteht aus schönen Häuschen in netten kleinen Gassen. Jedburgh war ein wichtiger Standort für die Tweed Herstellung, heute wird dort nicht mehr viel produziert. Im ort sind noch in der Jedburgh und Edinburgh Woolen Mill Tweed Stoffe zu finden. Einmal im Jahr (März) treffen sich die Uppies und Doonies von Jedburgh zum Hand Ba’, es ist ein Spiel mit einem Lederball der den Kopf eines Engländers darstellen soll. Man trifft sich am Ortsmittelpunkt, dem Marktkreuz, der Ball wird dort hochgeworfen und jede Mannschaft versucht den Ball in seinen Besitz zu bringen. Der ball muss von Castle Hill bis zum Ende der High Street gebracht werden. Der Gewinner ist, wer zu dem Zeitpunkt den ball in Besitz hat. Weitere Sehenswürdigkeit ist das Mary Queen of Scots House, heute Museum mit vielen Berichten über Maria Stuart. Das heutige Stadtmuseum ist untergebracht in der ehemaligen Burg wo früher das Gefängnis untergebracht war. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist Jedburgh schwer zu erreichen. Das 1138 gegründete Kloster von David I. wurde zwischen 1544 – 45 vom Earl of Hetford zerstört. 1560, während der Reformation, wurde das Kloster geschlossen und als „Steinbruch“ benutzt. Bis ins vergangene Jahrhundert wurde die nicht überdachte Klosterkirche noch als Pfarrkirche genutzt. Von dem dreistöckigen Kirchenschiff, das keine Seitenschiffe hatte, stehen heute nur noch die romanischen und frühgotischen Fensterbögen, wie auch das Portal und eine Fensterrosette im Westflügel. Der Bogenbau ist typisch für den Übergangsstil im späten 12. Jahrhundert.